Bibliothek

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Neubau der Bibliothek

 
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Konzept des Neubaus

Das dreigeschossige Bibliotheksgebäude, steht bewusst in der Tradition der großen ziegelroten Solitärbauten des historischen Campus, die alle in die gestaltete Parklandschaft Friedensaus eingebunden sind. Als erster „Baustein“ der Hochschule auf dem Gelände der Campuserweiterung und ehmalig landwirtschaftlich genutzter Fläche verbindet der Neubau im buchstäblichen Sinne als Brückenkopf die bisher durch die Ahornstraße getrennten Bereiche. Die Bibliothek wendet sich durch die zweigeschossige nach Süden geöffnete Glasfassade und dem vorgelagerten natursteingepflasterten Platz mit großflächiger, rollstuhlgerechter Rampe zum bestehenden Campus. Auch nach Sonnenuntergang (die Bibliothek ist bis 22 Uhr geöffnet) ist das Gebäude als leuchtendes „Schaufenster“ wahrzunehmen und lädt zur Nutzung ein. In einem folgenden Schritt soll der Bibliotheksplatz südlich der Ahornstraße als zentraler Hochschulbereich mit weiteren Nutzungen und Aufenthaltsmöglichkeiten präzisiert und erweitert werden. Das Prinzip der Öffnung setzt sich im Inneren im Bereich des zweigeschossigen Foyers fort, das auch außerhalb der Öffnungszeiten der Bibliothek den Besuchern mit Ausstellungsflächen, Lesecafé und Recherchemöglichkeiten via Internet und OPAC ermöglicht. Der sich anschließende, gesicherte Bibliotheksbereich versammelt sich hofartig um einen zweigeschossigen atriumartigen Luftraum, der von einem Tageslicht bringenden Sheddach überspannt wird.

Auf den insgesamt zwei Ebenen verteilen sich die Bereiche für Theologie und Sozialwesen für die Besucher der Bibliothek, ohne streng voneinander abgegrenzt zu sein. In der Mitte ist die Fläche flexibel für Lesungen und Vorträge nutzbar, die dann auch von der oberen Galerie verfolgt werden können. Hinter der ziegelroten, zweigeschossigen Wand, die sich über die gesamte Länge im Inneren des Gebäudes erstreckt, liegt im wesentlichen die Verwaltung und spezielle Bereiche wie der Musik- und Medienraum, die Kinderbibliothek, sowie Kopierraum und Sanitär-Anlagen. Die Leseplätze und Carrels befinden sich an den Fenstern des Gebäudes. Gruppenräume und Seminarräume sind aus akustischen Gründen an den Rändern angeordnet. Die beschriebenen, zwei oberen Geschosse der Bibliothek lagern auf dem Sockelgeschoss, das zu einem Drittel in das Gelände eingegraben ist. Es umfasst das Historische Archiv mit Magazinräumen, Leseplätzen und Verwaltung, sowie allgemeine Reserveflächen und die Haustechnik. In den Tageslichtzonen am Rand sind die Büros der Verwaltung, sowie der Lese- und Ausstellungsbereich untergebracht. Eine so genannte „Weiße Wanne“ als monolithische wasserdichte Betonkonstruktion sichert die Nutzung. Das Sockelgeschoss bildet eine horizontale, in sich abgeschlossene Einheit, die bewusst nur über die vertikalen Erschließungskerne mit den oberen Geschossen verbunden ist.

 

Baukosten

Aufgrund der begrenzten Budgetierung des Projektes wurde von Anfang an auf eine sehr kostengünstige, fertigteilorientierte Bauweise, räumliche und konstruktive Organisation des Bauwerks wert gelegt. Viele Prinzipien aus dem rationellen Bauen insbesondere der Integration der Haustechnik sind berücksichtigt worden. Daher sind viele Installationen auch im Gebäude bewusst sichtbar und flexibel nachrüstbar. Anstatt einer kostenintensiveren Sichtmauerwerkskonstruktion, wurde eine schlichte Putzfassade gewählt, ohne jedoch auf farbliche und plastische Differenzierungen zu verzichten.

 

Haustechnik

Das Gebäude verfügt über Lüftungsanlagen für die Magazinräume sowie eine aktive Nachtlüftung die eine deutliche Absenkung der Innentemperatur in den Sommermonaten ermöglicht.

 

Die Nutzung gliedert sich wie folgt

Sockelgeschoss: im Wesentlichen als Archiv und Magazinräume, Haustechnik. Erdgeschoss und Obergeschoss: primär als Bibliothek. Das Gebäude ist im Inneren über zwei geschlossene Treppenhauskerne und eine Freitreppe erschlossen. Ein Personen und Lastenaufzug der rollstuhlgerecht ausgelegt ist ergänzt die vertikale Erschließung. Von Außen zielt die Erschließung des Gebäudes im Wesentlichen auf die fußläufige Erschließung über den genannten Vorplatz mit Treppen und Rampenanlage. Die Zufahrt, Anlieferung für den motorisierten Verkehr und Mitarbeitereingang befinden sich an der Ostseite des Gebäudes. Dort sind auch die PKW Stellplätze angeordnet. Fahrradstellplätze befinden sich flankierend an der Eingangsrampe Erschließung.

 

Chronik des Neubaus

  • 20. März 2007 - Erster Spatenstich zum Neubau der Hochschulbibliothek (Pressemitteilung)

Erster Spatenstich zum Neubau der Hochschulbibliothek Friedensau Mit einem symbolischen ersten Spatenstich begann die Theologische Hochschule Friedensau am Dienstag (20.03.2007) mit dem Neubau ihrer Hochschulbibliothek. Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Kirche nahmen an dem feierlichen Ereignis teil.

„Der Neubau der Hochschulbibliothek ist keine bloße Addition zur vorhandenen, denkmalgeschützten Bausubstanz, sondern er weist insbesondere den Forschungswillen und den Forschungscharakter der Hochschule aus“, erklärte der Rektor der Theologischen Hochschule Friedensau, Prof. Dr. Udo Worschech. Der Neubau wurde zwingend erforderlich, da in den bisherigen Räumlichkeiten ein akuter Platzmangel eingetreten war. Nach seiner Fertigstellung wird der dreistöckige Bibliotheksneubau auf 2.750 Quadratmetern Nutzfläche rund 230.000 Medieneinheiten Platz bieten. Ein hoher Glas- und Holzanteil im Inneren des geplanten Bibliotheksgebäudes soll ein effektives und angenehmes Arbeiten ermöglichen. „Die geplante neue Bibliothek stellt einen folgerichtigen Schritt in die Zukunft der Hochschule dar, deren wissenschaftliche Profilierung sehr begrüßenswert ist“, teilte Sachsen-Anhalts Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz vorab in einem schriftlichen Grußwort mit.

Nachdem in den zurückliegenden Jahren umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an den vorhandenen Gebäuden durchgeführt wurden, stellt der Bibliotheksneubau den ersten Neubau eines Funktionsgebäudes der Hochschule seit über zwanzig Jahren dar. „Die Realisierung des Bauprojekts ist einer der bedeutendsten Meilensteine in der Entwicklung der Theologischen Hochschule“, schätzte Ulrich Frikart, Vorsitzender des Kuratoriums der Hochschule, ein. Den Architekten war es ein besonderes Anliegen, die gegenseitige Ergänzung von Forschung und Gespräch in der Gestaltung zum Ausdruck kommen zu lassen. So soll bereits der leicht erhöhte Platz vor dem Gebäude, über den sich teilweise die Dachkonstruktion der Bibliothek erstreckt, als ein Ort des Verweilens und der Kommunikation dienen.

„Der Neubau wird ein Highlight in der Bibliothekslandschaft der Region“, äußerte Landrat Lothar Finzelberg mit Begeisterung und hob besonders hervor, dass auf den umfangreichen Bestand der Hochschulbibliothek dank Bibliotheksverbünde auch von anderen Orten aus zugegriffen werden kann. Bereits jetzt lud Rektor Prof. Dr. Worschech alle Menschen zwischen Magdeburg und Brandenburg ein, nach der Eröffnung die Dienste der Bibliothek zu nutzen. „Bücher sind wie Menschen“, gab Prof. Worschech zu bedenken. „Wer Bücher verachtet, verachtet auch Menschen.“

Die 1899 gegründete Theologische Hochschule Friedensau umfasst die beiden Fachbereiche Sozialwesen und Theologie mit insgesamt elf wissenschaftlichen Instituten. Derzeit studieren an der Hochschule 178 Studenten aus über zwanzig Ländern in den Studiengängen Soziale Arbeit, Internationale Sozialwissenschaften, Beratung, Theologie und Kirchenmusik.

Dietmar Päschel, Dipl.-Theol.
Theologische Hochschule Friedensau
Referat für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit
An der Ihle 19
D-39291 Friedensau
Tel. 03921/916-116
Fax 03921/916-120
e-Mail: dietmar.paeschel(at)thh-friedensau.de

 

  • 04. Juli 2007 - Grundsteinlegung (Pressemitteilung)

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Die Theologische Hochschule Friedensau hat heute den Grundstein für den Neubau ihrer Hochschulbibliothek gelegt. Eine Bronzekartusche mit Bauplänen, Tageszeitung, Hochschulmagazin, einem Geldschein und einer Münze wurde in das Fundament eingemauert.

„Schon vor 3000 Jahren haben die Hethiter bei der Grundsteinlegung Stücke von Gold, Silber, Bronze und Erz vermauert“, erklärte Rektor Prof. Dr. Udo Worschech anlässlich der Grundsteinlegung. Zugleich wies der Rektor auf den Widerspruch hin, dass die Bronzekartusche, die als Zeitkapsel bei dem freudigen Anlass der Grundsteinlegung in das Gebäude integriert wird, erst bei einer möglichen Zerstörung des Bauwerks wieder geborgen werden könnte. „Wir bauen etwas auf und signalisieren, dass es zerstört werden kann“, erläuterte Worschech. Als Archäologe habe er häufig die zerstörten Grundmauern von Gebäuden begutachtet. Das erinnere daran, dass der Inhalt der Hochschulbibliothek, das gesammelte Wissen und die Erkenntnisse der Forschungsgeschichte, ein ungemein wertvolleres Gut sei als das Bauwerk an sich.

Bibliotheksdirektor Ralph Köhler beschrieb das geplante Bibliotheksgebäude als ein Zentrum der Kommunikation. „So sehr elektronische Medien in die Hörsäle Einzug halten und das Buch zurückdrängen, so sehr braucht der Wissenschaftler das geschriebene Wort.“ Erst im Zwiegespräch mit dem Text verdichte sich Wissen und ermögliche ein kreatives Schaffen. Neben den 100.000 vorgehaltenen Büchern und Zeitschriftenbänden soll eine moderne Glasfaserkabelverbindung den weltweiten Austausch mit Katalogen und Datenbanken ermöglichen. Daher werde die Bibliothek auch eine Stätte der Begegnung zwischen Lernenden und Lehrenden, zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit. „Die Türen sollen offen sein für alle, die dem neuen Wissen begegnen wollen“, machte Köhler deutlich.

Seit zwei Monaten laufen die Bauarbeiten für den dreistöckigen Bibliotheksneubau, der mit 2.750 Quadratmetern Nutzfläche einmal insgesamt rund 230.000 Medieneinheiten Platz bieten soll. Die Einweihung der neuen Hochschulbibliothek ist für das Frühjahr 2008 vorgesehen. Bis dahin können die Bauarbeiten mittels einer Webcam über die Homepage der Theologischen Hochschule unter http://bibliothek.thh-friedensau.de/index.php?id=320 verfolgt werden.

Dietmar Päschel, Dipl.-Theol.
Theologische Hochschule Friedensau
Referat für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit
An der Ihle 19
D-39291 Friedensau
Tel. 03921/916-116
Fax 03921/916-120
e-Mail: dietmar.paeschel(at)thh-friedensau.de

 

  • 18. Juli 2007 - Baufortschritt

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  • 24. Juli 2007 - Baufortschritt

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  • 30. Juli 2007 - Baufortschritt

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  • 24. August 2007 - Baufortschritt

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  • 28. September 2007 - Baufortschritt

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  • 05. Oktober 2007 - Radiointerview in der SAW Kirchensendung zum Neubau

 

  • 16. Oktober 2007 - Baufortschritt

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  • 17. Januar 2008 - Rohbau fast fertiggestellt

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  • 10. Februar 2008 - Baufortschritt

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  • 20. März 2008 - Baufortschritt

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  • April/Mai 2008 - Umzug ins neue Bibliotheksgebäude

 

  • 08. Mai 2008 - Inbesitznahme

 

  • 14. Mai 2008 - Einweihungsfeier der neuen Hochschulbibliothek

 

  • 18. Mai 2008 - Die fertige Bibliothek zur regulären Öffnungszeit

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