Alumni-Treffen 2009
Johannes Hartlapp
Bei hochsommerlichem Wetter trafen sich am letzten Wochenende im Mai Absolventen der Jahrgänge 2000-2007 an ihrer alma mater. Für die einen war mehr, für die anderen weniger Zeit seit dem Diplom- oder Masterabschluss in Friedensau vergangen. Jetzt kamen sie zurück, um Freundschaften zu pflegen, Erinnerungen wachzurufen oder einfach wieder einmal nur die Luft an ihrer Hochschule zu schnuppern.
Bei der traditionellen Sabbatanfang-Vesper am Freitagabend in der Aula gab es deshalb viele Hände zu schütteln, große und kleine, denn aus mancher Studentin und manchem Studenten war inzwischen eine Mutti und ein Vati geworden. Den Gottesdienst am Sabbat empfand mancher wie ein Nachhausekommen. Ob beim Bläsergottesdienst in der Kapelle oder dem All-Nations-Gottesdienst in der Aula, bei dem eine Alumna, Stephanie Kelm, die Predigt hielt – für jeden war etwas dabei.
Ganz gespannt warteten die meisten auf die Führung durch die neue Bibliothek, die am Nachmittag angesetzt war. Mancher bekam den Mund vor Staunen kaum wieder zu, was für ein schönes, von Licht durchflutetes Gebäude entstanden war. Ralph Köhler, der Bibliothekar, nahm sich viel Zeit, um das Haus in seiner Vielfalt vorzustellen und auf alle Fragen zu antworten. Doch die Zeit verging viel zu schnell und anstelle des normalen Abendessens in der Mensa stand ein festlicher Empfang in den Räumen der ehemaligen Bibliothek, zusammen mit den gegenwärtigen Studenten und Dozenten, auf dem Programm. Nachdem ein reichhaltiges Buffet (großer Dank an die Mensaküche und das Gästehaus!) nichts zu wünschen übrig gelassen hatte, stellten einige Dozenten aus beiden Fachbereichen Forschungsprojekte und neue Studiengänge vor. Die spontane Reaktion eines Ehemaligen: Da würde ich ja glatt noch einmal nach Friedensau zum Studium kommen.
Am Sonntagvormittag waren die Alumni unter sich. Jeder erzählte ein wenig von dem, was aus ihm geworden war. Das schloss Dankbarkeit und Freude, aber auch Sorge und Unsicherheit mit ein. An dieser Stelle wurde deutlich, wie gut es tut, sich von andern Ehemaligen verstanden und auch getragen zu wissen. Den Abschluss bildete eine ausgiebige Diskussion darüber, wie in Zukunft die Alumniarbeit gepflegt werden kann. Dabei geht es nicht allein um regelmäßige Treffen, sondern auch um Fragen, wie zwischen den Alumni und der Hochschule Netzwerke geknüpft werden können, von denen alle profitieren.
Dass auch den Kindern der ehemaligen Studenten die Zeit auf dem großen Campus von Friedensau, der zur Erkundung einlädt, gefallen hat, äußerte einer von ihnen mit den Worten: Friedensau ist das schönste Dorf der ganzen Welt!
