So kam ich nach Friedensau!
Interview mit der Studentin Pamela Branez aus Peru
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Pamela, in Peru hast du bereits Pädagogik (Bachelor of Education) studiert. Wie kam es dazu, an der ThHF ein M.A.-Studium in Sozialer Arbeit/Sozialpädagogik zu beginnen? Also, Melissa, das kam so: Weil ich in Peru ein Studium an der Universidad Peruana Union beendet hatte, bereits als Lehrerin gearbeitet habe und eine Fremdsprache beherrsche, hatte ich den Wunsch, mich weiterzubilden und eine weitere Sprache zu lernen, neue Erfahrungen zu sammeln und Abenteuer zu erleben. So kam ich als Aupairmädchen nach Deutschland zu einer lieben Familie und lernte dabei die deutsche Sprache. Irgendwann hatte ich den Wunsch, hier zu studieren; dafür mussten einige Nachweise erbracht werden, zum Beispiel eine Prüfung in Deutsch. Die Suche nach einem weiterführenden Studium war nicht einfach, denn nur wenige Universitäten boten bereits ein Masterstudium an. Trotzdem bewarb ich mich bei einigen. Bei einer Konferenz unserer Kirche, die in Frankfurt/Main stattfand, hörte ich von den neuen Studiengängen (Bachelor- und Masterabschlüsse) an der ThHF in Friedensau durch einen Studenten (Benjamin Klepp). Das war genau das, was ich suchte: eine adventistische Hochschule, ein Masterstudiengang. Nun gab es für mich nur ein Problem: Wie sollte ich dieses Studium finanzieren? Für mich war das Ganze ein Traum. Ich hatte genau das gefunden, was ich suchte. Doch es blieb ein Traum, denn in meinen Augen war es nicht zu realisieren. Aus Neugier ließ ich mir weitere Informationen über die Angebote und Bedingungen der ThHF zusenden. Insgeheim hoffte ich, dass ein Studium an der Hochschule in Friedensau doch möglich wäre, denn alles entsprach genau meinen Vorstellungen. Während dieser ganzen Zeit, in der ich meine Entscheidung treffen musste, begleiteten mich Leute aus meiner Gemeinde und halfen mir sehr. So kam es dann dazu, dass ich im Oktober 2006 in Friedensau mein Studium begann. Es gehört viel Mut dazu, in ein neues Land zu fahren und dann dort auch noch zu studieren. Was half bzw. hilft dir z.B., die Sprache zu lernen und dich hier in Deutschland einzuleben? Oh, das ist eine schwierige Frage und hier habe ich meine Bauchschmerzen. Es ist nicht einfach, ein Studium hier zu finanzieren, und noch schwieriger, da ich Ausländerin bin (ich erhalte keine staatliche Unterstützung: BAföG). Es ist nicht so, dass meine Familie in Peru arm ist, doch sie können mich nicht finanziell unterstützen, da es einen großen Wertunterschied des Geldes gibt. Ich hatte mir etwas Geld zusammengespart. Dieses Geld sollte ursprünglich für meinen Rückflug nach Peru dienen, doch nun musste ich das Geld als Anzahlung für mein Studium leisten. Meine Gemeinde in Oberursel half mir finanziell. Ich erhielt von der Hochschule in Friedensau ein Arbeitsstipendium. Das Geld alleine reicht aber nicht aus. Seit April 2007 erhalte ich ein Stipendium des DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst). Ich bin dafür dankbar, dass mein Traum Realität geworden ist, auch wenn es ein großes Abenteuer war und immer noch bleibt, denn ein Jahr liegt hinter mir und ein neues, ungewisses vor mir. Vielen Dank, Pamela! Ich wünsche dir noch eine gute Zeit und viel Erfolg in deinem Studium! |
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