G-Camp 2007 rückte Spiritualität in den Mittelpunkt

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Rund 1.200 Dauerteilnehmer zählten die Veranstalter des 14. G-Camps, das sich mit dem Motto „B:inspired“

([be:I'nspaI?:d], deutsch „sei angeregt“) der christlichen Spiritualität widmete. Als Hauptredner machte Randy Maxwell (USA) Mut zu einer intensiven Gebetspraxis, um die Herausforderungen des Lebens bestehen zu können. Neben geistlichen Angeboten und Seminaren lud ein „Marktplatz“ zur Begegnung ein. Einrichtungen verschiedener Couleur präsentierten sich umfangreich, darunter die Theologische Hochschule Friedensau mit einem als Studentenzentrum eingerichteten Pavillon.

Die nunmehr 13-jährige Geschichte des G-Camps in Friedensau zeigt, dass Kirche, Glauben und Spiritualität den Herausforderungen eines lebendigen Wandels unterworfen sind. Mit lediglich 180 Teilnehmern wurde im Jahr 1994 das erste G-Camp als „missionarische Ideenbörse“ konzipiert, um auch das theologische Profil der Friedensauer Hochschule einem weiteren Kreis zugänglich zu machen (AE 12/1994, 20f). Mit wachsender Teilnehmerzahl und breiterem Angebot bedient sich das G-Camp heute der Bezeichnung „offener Kirchentag“, bei dem ein Festivalcharakter hervortritt. Wohl nicht zuletzt deshalb hat der Anteil von jungen Teilnehmern deutlich zugenommen, die eine neue G-Camp-Generation darstellen und an die sich ein geistliches Angebot in einem separaten Veranstaltungszelt richtete.

Dreizehn Jahre G-Camp sind eine Erfolgsgeschichte und eine Herausforderung zugleich. Als „offener Kirchentag“ darf das G-Camp verstärkt das Gespräch suchen und sich der Vielfalt der missionarischen Projektarbeit, gerade auch im deutschen und europäischen Raum, weiter öffnen. Projekte wie das aus Ludwigsburg stammende Modell der Nachteulengottesdienste oder die skandinavische Thomasmesse, die beide Deutschland längst erobert haben und auf hohem Niveau ausgesprochen erfolgreich sind, zeigen, welches Potential der europäische Protestantismus bietet, um für säkulare Menschen relevant zu sein. Diese Ansätze ebenso wie die Auseinandersetzung mit den Gegenwartsfragen der Gesellschaft nicht auszublenden, ist der Zukunft des G-Camp zu wünschen, damit es als „offener Kirchentag“ Profil gewinnt.

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