Danke allen Gebern!
Jeder Euro für Friedensau bewirkt mehr, als man denkt.

Roland Nickel
Wenn jemand für die Friedensauer Hochschul-Stiftung spendet, wird das Geld für Gebäude, Möbel, Bücher und deren Regale sowie Forschungsprojekte verwendet, um nur einiges zu nennen. Das ist wichtig, sagt der Kanzler. Denn wir müssen die Infrastruktur gewährleisten, damit Dozenten gut lehren und Studenten gut lernen können. Aber gute Studierbedingungen zu schaffen, darf nicht das einzige Ziel eines gespen­deten Euros sein.  Ob eine Spende wirklich gut eingesetzt ist, zeigt sich nicht nur in deren Verwendung, sondern letztlich darin, welche Wirkung die Studentinnen und Studenten in ihrem (Arbeits-) Leben erzielen, nachdem sie ihren Abschluss in Friedensau erlangt haben. Und diese Bilanz kann sich sehen lassen. Dazu zwei Beispiele


Erstens: Frank Garnich hat vor einigen Jahren seinen Abschluss als Dipl.-Sozialarbeiter/Sozialpädagoge in Friedensau gemacht und ist nun Leiter einer Einrichtung für Jugendliche „mit seelischen und/ oder sozialisationsbedingten Störungen”  in Burg1. Mit seiner Qualifikation hilft er u.a., junge Menschen in die Gesellschaft einzugliedern und ihre sozialen Kompetenzen zu verbessern. Angesichts der hohen Jugendarbeitslosigkeit und der De­batte über die neue Armut eine sehr notwendige, aber auch schwierige Aufgabe.

Zweitens: Die beiden Absolventinnen Annekatrin Blum (Abschluss 2006, Magister Soziale Verhaltenswissenschaften [Beratung]) und Tatjana Gütler (Abschluss 2001, Dipl.-Sozialpädagogin, sie hat vorher als Heimleiterin in Friedensau gearbeitet) haben erst kürzlich in Burg ein Projekt zur Integration ausländischer Mitbürgerinnen und Mitbürger begonnen2. Annekatrin Blum arbeitet in der externen Koordinierungsstelle des Diakonischen Werkes in Burg, Tatjana Gütler hat die Aufgabe als „Integrationslotsin” aufgenommen. Burg soll bunter und vielfältiger werden, das Miteinander und das gegenseitige Verständnis sollen verbessert werden. Angesichts der latenten Fremdenfeindlichkeit in einigen Regionen Ostdeutschlands ein mutiges Vorhaben.

Das sind nur zwei Beispiele aus der Region rund um Friedensau. Die Absolventinnen und Absolventen unserer Hochschule, ob in Deutschland oder der ganzen Welt, tun das, was im Leitbild der ThHF vorgezeichnet ist: „Die ThHF wirkt in die Welt und die Gesellschaft hinein, indem sie die persönliche Verantwortung jedes Einzelnen für die Gesellschaft lehrt. Sie tritt für positiven Frieden, menschenwürdige gesellschaftliche Ordnungen, soziale Gerechtigkeit und die Rechte der Menschen ein. Damit setzt sie christliche Werte um“3. Sie verkündigen und leben damit das Evangelium Christi ganz praktisch. Denn jede Hilfe für Menschen ist eine gute Tat, die im Namen von Jesus Christus getan wird.

Jeder Euro für Friedensau ist ein Euro für den Menschen, denn ein Euro, der jetzt für Baumaßnahmen und Inventar gespendet wird, zahlt sich um ein Vielfaches aus, wenn die Friedensauer Graduanten ihre Aufgaben am Menschen  aufgrund ihres Glaubens und ihrer Ausbildung in Friedensau qualitativ hochwertig und mit großem Einsatz erfüllen.

Deshalb: noch einmal herzlich Dank allen, die die Hochschule Friedensau mit ihren Spenden unterstützen. Es lohnt sich: Jeder Euro zählt!

Roland Nickel, Kanzler der ThHF 1Frank Garnich ist pädagogischer Leiter der Jugendhilfe des Cornelius-Werkes in Burg (ca. 15 km von Friedensau entfernt). Das Cornelius-Werk ist eine Einrichtung der Diakonie der evangelischen Kirche.
2Es handelt sich um ein Programm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unter dem Titel:  „Vielfalt tut gut. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“. Quelle: Volksstimme Burg, Ausgabe vom 16. November 2007.
3Das Leitbild findet sich auf www.Thh-Friedensau.de unter „Theologische Hochschule/Selbstverständnis”.

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