Interview mit Daniela Merz

Melissa Fischer
Daniela Merz studiert Internationale Sozialwissenschaften an der ThHF.

Daniela, du hast schon Geografie an der Philipps-Universität in Marburg studiert und mit einem Diplom abgeschlossen. Wie ist es dazu gekommen, dass du dich im letzten Jahr entschlossen hast, noch einmal an der ThHF vier Semester Internationale Sozial-wissenschaften (M.A.) zu studieren?


Nach meinem Abschluss in Marburg habe ich mich auf verschiedene Jobs beworben – im Bereich Entwicklungszusammenarbeit wie auch im Bereich Klimaforschung (das war mein Studienschwerpunkt in Marburg). Das Thema Klima ist zwar wichtig und interessant, aber den ganzen Tag am Computer zu sitzen und Daten auszuwerten, ist wenig kommunikativ und einseitig. Ich wollte gerne einen abwechslungsreichen Job, gern auch im Ausland. Aber für die Arbeit bei Entwicklungshilfeorganisationen fehlten mir Kompetenzen wie Projektplanung, Projektdurchführung und einiges mehr. Durch Zufall bekam ich dann letzten Sommer einen Flyer der Hochschule in die Hand und ich entschloss mich ziemlich spontan, nach einem Kurzbesuch in Friedensau, für das Aufbaustudium. Die Studieninhalte entsprechen ziemlich genau meinen Interessen, aber auch den Anforderungen potenzieller Arbeitgeber.

Wie finanzierst du dein Studium an der ThHF?

Die Finanzierung des Studiums ist für mich, wie sicher für die meisten Studierenden, eine echte Herausforderung. Ich arbeite zum Einen im Seniorenheim in Friedensau und zum Anderen an mindestens zwei Wochenenden (Freitag-Sonntag) im Monat auf Mittelaltermärkten in ganz Deutschland. Im Winter arbeite ich auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt und in der vorlesungsfreien Zeit im Sommer manchmal auf dem Oktoberfest. Da das Geld trotzdem nicht reicht und ich kein BAföG bekomme, greifen mir meine Eltern finanziell noch zusätzlich unter die Arme.

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