Herzlich willkommen in Friedensau,
Frau Dr. Hedenigg

Frau Dr. Dr. Hedenigg ist gebürtige Österreicherin und hat in Wien Japanologie (Hauptfach) sowie Sozio­logie und Kunstgeschichte (Neben­fächer) studiert. Ihren ersten Abschluss (B.A.) machte sie in Erziehungswissenschaft an der International Christian University in Tokio. Nach ihrem zweiten Abschluss (M.A.) studierte sie an der Tokioter Universität zwei Jahre lang ihren Promotionsstudiengang. 1995 promovierte Frau Dr. Hedenigg an der Freien Universität Berlin am Institut für Allgemeine Pädagogik. 2004–2007 arbeitete sie dann an einer Fachhochschule in Linz und übernahm 2006 die Leitung des Studiengangs „Soziale Leistungen für Menschen mit Betreuungsbedarf“. Parallel promovierte sie an der Medizinischen Fakultät der Charité zum Dr. rer. medic. Seit Beginn des Wintersemesters 2007 /2008 ist sie nun an der Theologischen Hochschule Friedensau; sie übernahm die Leitung für den Masterstudiengang „Soziale Arbeit“.

Frau Dr. Hedenigg, Sie sind promovierte Medizinwissenschaftlerin. Was unterscheidet Ihre Qualifika­tion von einem Mediziner?

Mit dem Titel „Dr.rer.medic.“ werden Promotionen versehen, die im Bereich Medizinischer Soziologie, Medizinischer Psychologie, Geschichte der Medizin etc. angesiedelt sind – sich also mit theoretischen Fragen der Medizin befassen.

Sie waren Studiengangsleiterin für Soziale Dienstleistungen für Menschen mit Betreuungsbedarf an der Fachhochschule in Linz. Welche besonderen Erfahrungen haben Sie in dieser Zeit machen dürfen?

Neben der Lehre umfasste in diesem berufsbegleitend konzipierten Studiengang mein Tätigkeitsbereich auch zahlreiche Managementaufgaben wie Öffent­­lichkeitsarbeit, Forschungsprojekte, die Anstellung von Mitarbeitern, Konzeptentwicklung im Bologna-Umstellungsprozess auf das B.A.-bzw. M.A.-System etc.

Sie sind nun seit dem Wintersemester 2007/2008 an der Theologischen Hochschule in Friedensau. Wo liegen dort Ihre Aufgaben und Schwerpunkte?

Zurzeit unterrichte ich überwiegend im Bachelorstudiengang „Soziale Ar­beit“. Eine meiner Hauptaufgaben liegt allerdings auch in der Weiterentwicklung und Profilschärfung des jetzigen Masterstudiengangs „Soziale Arbeit“. Ich verstehe es als meine vordringlichste Aufgabe, mit diesem Studiengang ein attraktives Angebot bereitzustellen und die Anzahl der Studierenden zu erhöhen.

Die Theologische Hochschule hat als kleine kirchliche Bildungseinrichtung in naturnaher Lage einen besonderen Charakter. Was für einen Eindruck hat die Hochschule bisher bei Ihnen hinterlassen?

Ich wurde bisher von allen Kollegen sehr herzlich aufgenommen und bin in dieser kurzen Zeit mit einigen in einen inhaltlich anregenden Diskurs getreten. Für mich ist es besonders angenehm, hier beide Schnittstellen, nämlich „Gesundheit“ und „Soziales“, vertreten zu sehen. Insgesamt empfinde ich die Atmosphäre als sehr konstruktiv und bereichernd.

Das Interview führte Esther Canedo

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