Beratung als Wissenschaftsdisziplin
Master of Arts Counseling (M.A.)
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Da „Beratung“ (neudeutsch „Counseling“) als Wissenschaftsdisziplin in Deutschland noch eher am Anfang steht, kommen immer wieder Anfragen, was denn mit einem Master in Beratung angefangen werden kann. Schließlich ist „Berater/Beraterin“ keine gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung. Typischerweise handelt es sich um eine Spezialisierung für Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen; aber auch Theologinnen und Theologen, Pädagoginnen und Pädagogen und andere Berufsgruppen können Beratung studieren, um sich damit Kompetenzen anzueignen, die für unterschiedliche Arbeitsfelder qualifizieren und spezialisieren.
Die Arbeit in Beratungsstellen – z.B. des Diakonischen Werkes, der Caritas oder des Advent-Wohlfahrtswerkes – ist das klassische Arbeitsfeld jener, die im Bereich Ehe-, Familien-, Lebensberatung ihren Schwerpunkt legen. Leider erfährt Beratungsarbeit kaum mehr staatliche Förderung. Nur Schwangerschaftskonfliktberatung und Erziehungsberatung haben noch einen gesetzlichen Anspruch auf finanzielle Förderung. So ist es zunehmend schwerer geworden, in diesem Bereich eine feste Anstellung zu finden. Sozialpädagogen haben es hier etwas leichter. Sie können auch für Jugendämter, freie soziale und diakonische Werke und ähnliche Einrichtungen tätig werden und gelten hier mit einem Masterabschluss formal und inhaltlich als hoch qualifiziert. Daneben müssen aber auch neue und innovative Wege gesucht werden. Viele Beraterinnen und Berater machen sich selbstständig, gründen allein oder gemeinsam mit anderen eine Beratungspraxis und bieten neben Einzel-, Paar- und Gruppenberatung z.B. auch verschiedene Seminare für ihr jeweiliges gesellschaftliches Umfeld an. Wieder andere arbeiten für Kirchengemeinden als Seelsorgerinnen und Seelsorger oder für Institutionen, die zwar dringend Beratungsangebote brauchen, aber traditionell in Deutschland keine solchen Angebote vorgehalten haben, wie z.B. Schulen oder Krankenhäuser. Wer etwas mehr Geld verdienen möchte (oder muss), wird versuchen, seine speziellen Beratungskompetenzen in der Wirtschaft anzubieten (z.B. für die Personal- oder Organisationsentwicklung). Etwas anders sieht die Situation bei dem Schwerpunkt Musiktherapie aus. Der Masterabschluss an der Theologischen Hochschule Friedensau ist zwar noch kein formaler Abschluss in Musiktherapie, um diese dann eigenständig anbieten zu können, bereitet aber auf diesen Abschluss in hervorragender Weise vor. Es besteht die Möglichkeit, mit vergleichsweise geringem Aufwand den Abschluss „Musiktherapeut/Musiktherapeutin“ auf den Master „draufzusetzen“ und dann im Bereich der Musiktherapie tätig zu werden. Musiktherapie wird z.B. in Behinderteneinrichtungen, in Kinder- und Altenheimen, aber auch in freier Praxis eingebunden. Hier ist die Kombination zwischen Beratungswissenschaften und Musiktherapie ein deutliches Plus, das über die reine Musiktherapie hinausreicht. Schließlich noch ein bisschen Zukunftsmusik. Der Gesundheitsmarkt ist heute zu einem der bedeutendsten überhaupt geworden. Die Kostenexplosion im Gesundheitssektor hat Konsequenzen. So wird in Zukunft auch „Gesundheitsberatung“ – wie wir sie schon lange kennen und fördern – mehr und mehr gefragt werden. Schon jetzt enthält der „Master of Arts Counseling“ an der Theologischen Hochschule Friedensau Gesundheitsmodule, was die Akkreditierungsbehörde seinerzeit sehr anerkennend wahrgenommen hat. Für die Zukunft könnte hier die angestrebte Kooperation mit dem Deutschen Verein für Gesundheitspflege und die Konzentration auf Gesundheitsberatung Berufsfelder eröffnen, an denen Krankenkassen und Gesundheitszentren großes Interesse haben dürften. Hier sind wir besonders gespannt auf die Entwicklung der kommenden Jahre. Interessenten sollten sich unbedingt darüber auf dem Laufenden halten und mit uns in Kontakt treten! Andreas Bochmann, M.Div., M.A., Ph.D., |
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