Gemeinsame Weiterbildung für Pastoren in der Lebens- und Berufsmitte
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Midlife-Krise und Karriere machen, verkleinerte Familie und nachlassende Leistungsfähigkeit stellen Herausforderungen im Privatleben und im Beruf dar. Zu diesen und ähnlichen Themen waren Pastoren zwischen 35 und 55 Jahren, also in der Lebens- und Berufsmitte, zu einer Weiterbildung eingeladen. Das Institut für christliche Dienste (ICD) der Siebenten-Tags-Adventisten, An-Institut an der ThHF, hatte zusammen mit dem Sekretariat für Personalfragen des Bundes Freier evangelischer Gemeinden (BEFG) diese zielgruppenorientierte Weiterbildung konzipiert und durchgeführt. Elf Pastoren aus beiden Freikirchen kamen für vier Tage ins mittelhessische Bad Endbach, um sich durch Referate, Gruppenarbeit und persönliche Reflexionen mit sich selbst und berufsbezogenen Fragen auseinanderzusetzen. Arne Völkel vom Bund Freier evangelischer Gemeinden stellte die Herausforderungen in der Berufsmitte dar und forderte die Weiterentwicklung pastoraler Kompetenz. Darin sind Denken und Fühlen, Beziehungen und Strukturen einbezogen. Die Führungsaufgabe des Pastors vollzieht sich dabei in der Spannung zwischen Dienst und Macht. „Ohne Macht geht in der Gemeinde nichts“, so Völkel, und so ist Macht auch nicht das Problem, „sondern die Art, wie wir sie gebrauchen.“ Andreas Bochmann (M.Div., M.A., Ph.D.) von der Theologischen Hochschule Friedensau beschrieb die Herausforderungen in der Lebensmitte, die oft zu einer sogenannten Midlife-Krise führen können: Die Gesundheit lässt nach, die Kinder verlassen das Haus, Routine im Beruf stellt sich ein und fragt nach neuen Herausforderungen. Auch der Glaube reift und verändert sich und stellt vielleicht ebenfalls Anfragen an das Berufsverständnis des Pastors. „Die Midlife-Krise ist auch eine theologisch-spirituelle Herausforderung“, so Bochmann. Bei der abschließenden Bewertung der Weiterbildung zeigten sich alle Teilnehmer sehr zufrieden und konnten viele persönliche Anregungen mitnehmen. Aber auch die interkonfessionelle Begegnung als Brüder und Kollegen war als bereichernd erlebt worden. „Gut zu wissen, dass es bei euch ähnlich zugeht wie bei uns“, war der einhellige Tenor. |
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