Den Worten folgen Taten
Sprach- und Demokratiepraktikum Friedensauer Studenten
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Im Studienjahr 2007/08 begann die Kooperation der Möckeraner Sekundarschule mit der Theologischen Hochschule Friedensau. Das sollte keine Eintagsfliege bleiben! Das erste konkrete Projekt, das dem Besuch der Friedensauer Deutschstudenten im November 2007 in Möckern entsprang (der DIALOG berichtete in seiner Januar/Februar-Ausgabe), war ein „Sprach- und Demokratiepraktikum”. Davon profitierten beide Seiten. Petr aus Tschechien und Kang aus China besuchten erstmalig im Dezember 2007, Dascha aus Russland und Karl aus Haiti im April 2008 verschiedene Unterrichtsstunden in verschiedenen Klassen der Möckeraner Sekundarschule. Petr war im April sogar das zweite Mal dabei. „Das ist eine gute Möglichkeit für uns, unser Deutsch zu praktizieren und die deutsche Mentalität hautnah zu erleben”, begründet Petr seinen Wunsch, noch einmal an einem „Sprach- und Demokratiepraktikum” in Möckern teilzunehmen. In Geschichte, Deutsch und Sozialkunde erlebten Kang, Petr, Karl und Dascha mit eigenen Augen und Ohren den deutschen Schulalltag, konnten ihre Deutschkenntnisse testen und das Erlebte mit den Erfahrungen in ihren Heimatländern vergleichen. Auch in den Englisch- oder Russischunterricht brachten sie durch ihre bloße Anwesenheit Abwechslung; fungierten als kompetente Gesprächspartner und sicherlich war es ein ganz besonderes Bonbon für die Schüler, ausgerechnet mit Karl aus Haiti ein wenig auf Russisch zu plaudern. (Karl hatte vor seinem Deutschlandaufenthalt ein Jahr in Moskau studiert.) Doch es ging nicht nur um Sprachkenntnisse! Die persönlichen Kontakte innerhalb und außerhalb des Unterrichts zwischen den Friedensauer Deutschstudenten und den Möckeraner Schülern halfen sicherlich auch ein Stück weit mit, Fremdenfeindlichkeit vorzubeugen und damit Demokratiefähigkeit zu entwickeln. Dass in einer lebendigen Demokratie unterschiedliche Kulturen, Mentalitäten und Meinungen möglich sind und friedlich miteinander auskommen können, konnte an der Sekundarschule Möckern praxisnah erprobt und gelebt werden. „Für die Schüler und Schülerinnen war es eine Bereicherung ihres Alltags und vorteilhaft für ihre Persönlichkeitsbildung”, so Frau Kramer, die Direktorin der Schule. Ich denke, „wir Friedensauer” können stolz sein, dabei mitgewirkt zu haben. |
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