In memoriam Dr. Ronald Strasdowsky †

Strasdowsky

Ein Friedensauer Lehrer, der mit seiner Kompetenz und Freundlichkeit Grenzen zwischen Sprachen, Rassen und Generationen überwand, hinterlässt eine Lücke.

Dr. phil. Ronald Strasdowsky erlag im 73. Lebensjahr einer heimtückischen Erkrankung.1935 in Kaunas (Litauen) als Sohn eines Predigers geboren, kam Ronald Strasdowsky im Alter von vier Jahren mit seiner Mutter nach Friedensau, nachdem sein Vater in ein sibirisches Gulag verschleppt worden war. Ronald Strasdowsky besuchte die Grundschule in Frie-densau und das Gymnasium in Burg und sprach Zeit seines Lebens von einer Vertrautheit mit Friedensau, als wäre es sein Geburtsort gewesen. Nach dem Abitur absolvierte Ronald Strasdowsky theologische Studien am Seminar Darmstadt-Marienhöhe und am Newbold College (Großbritannien) und wirkte anschließend als Heimleiter und Jugendprediger. 1961 erhielt er einen Ruf nach Afrika und war Lehrer, Bibliothekar und stellvertretender Schulleiter in Uganda. Auf einen Studienaufenthalt in den USA folgte in Freiburg die Promotion in der Erziehungswissenschaft mit einer Forschungsarbeit zur Lehrerweiterbildung durch Training. Leitende Tätigkeiten in Indonesien, Singapur, Großbritannien schlossen sich an. Von 1990 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1998 war Ronald Strasdowsky Abteilungsleiter für Bildung und Familiendienste in der Euro-Afrika-Division der Siebenten-Tags-Adventisten. Einen Lehrauftrag an der Theologischen Hochschule Friedensau nahm er auch im Ruhestand weiterhin wahr.

Als Pastor und Pädagoge prägte Ronald Strasdowsky den adventistischen Religionsunterricht wie wahrscheinlich kein zweiter. Für zahlreiche Studierende wurde seine Ermutigung, hochgesteckte Ziele zu erreichen, zu einer persönlichen Inspiration. Mit der herzlichen Wärme, die Ronald Strasdowsky ausstrahlte, drückte er seine tiefe Überzeugung aus, dass sich der christliche Glaube einzig in der Nächstenliebe glaubhaft zeigt.

Die Krankheit, von der er die letzten Jahre seines Lebens gezeichnet war, trug er mit großer Würde und empfand diese Zeit nicht nur als Zumutung, sondern auch als Geschenk, sich gemeinsam mit seiner Familie auf sein Lebensende vorzubereiten. Friedlich schlief Ronald Strasdowsky am 19. Januar 2009 ein. Auf dem Waldfriedhof in Friedensau wurde er unter Gottes Wort bestattet.

„Was am Ende herauskommt, ist Herrlichkeit. Gott wird sie uns geben, die wir nicht auf das Sichtbare sehen, sondern die Augen offen halten für das Unsichtbare, das wir sehen werden. Denn was wir sehen können, ist vergänglich, was wir nicht sehen, ist ewig.“(2 Ko 4,17.18, Zink)    

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