Das sagen Studierende über ihre Hochschule in Friedensau
Anna-Maria RoßNachdem ich eine Lehre als Diätassistentin abgeschlossen und in diesem Beruf gearbeitet hatte, merkte ich, dass ich gerne noch etwas anderes dazulernen würde. Nun stellte sich die Frage: „Aber was?“ Meine Arbeitsstelle hatte ich gekündigt und überhaupt noch keine Vorstellung davon, was ich machen wollte. Also bewarb ich mich erst einmal um einen Platz, um ein freiwilliges ökologisches Jahr zu absolvieren, um mir über meine Interessenlage klarzuwerden. Bei einer Veranstaltung 2007 in Friedensau machte ich mich mit den Studienangeboten der ThHF vertraut und stellte fest, dass sich der Studiengang Social Work später mit meinem Beruf gut verbinden ließe. Ich fuhr nach Friedensau, um erst einmal ein wenig in den Unterricht hineinzuschnuppern. Mir gefielen sofort die kleinen Kurse und die Nähe zu den Dozenten. Einer der ausschlaggebenden Punkte war aber, dass ich hier ohne Abitur studieren kann. Ich absolvierte eine Aufnahmeprüfung und wurde angenommen. Und seit Oktober 2008 studiere ich in Friedensau. Mathias SeidelBevor ich im Oktober 2008 mit dem M.A.-Studiengang International Social Sciences begann, hatte ich bereits drei Jahre B.A. of Social Work in Friedensau studiert. In diesen drei Jahren habe ich das Studieren und Leben in Friedensau schätzen gelernt. Die Umgebung und die Menschen, denen ich begegnet bin, haben mich neben den fachlichen Inhalten des Studiums persönlich sehr bereichert. Der konkrete Grund für die Wahl Friedensaus als Ort, an dem ich den Abschluss M.A. ablegen möchte, ist viel mehr mit den Inhalten des Studiengangs und meinem Leben mit Gott verbunden, als einfach nur die Festlegung auf eine angenehme und schöne Umgebung. Meine Ausrichtung auf internationale Zusammenhänge sozialwissenschaftlicher und politischer Natur kommt vor allem aus einem in Israel verbrachten Jahr, das mich wesentlich lehrte, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und offen zu sein für die Perspektiven und Probleme anderer Menschen. Der M.A. International Social Sciences bietet mir dabei die Möglichkeit, mich globalen Themen der Entwicklungszusammenarbeit auf eine umfassende Weise zu nähern. Jessica SchultkaFriedensau bietet ein fundiertes akademisches Studium, verbunden mit Praxisorientierung. Nach meinem Grundstudium der Theologie in Tübingen war es mein Wunsch, noch mehr Ausbildung in der Praxis für die Gemeindearbeit zu bekommen. Kleine Kurse ermöglichen die individuelle Förderung und Betreuung. Zudem bietet Friedensau ein attraktives Campusleben, und das Zusammenleben der Studenten macht das Studium noch interessanter und herausfordernder. Wichtig ist mir auch, als adventistische Theologin Adventgeschichte zu verstehen und zu deuten und adventistische Identität und Theologie zu durchdenken, zu studieren und zu prüfen. Das erhoffe ich mir von meinem Studium in Friedensau. Simon TewsMeine Zeit in Friedensau war reich an neuen Impulsen, Sammlungen neuer Denkmöglichkeiten und Begegnungen mit Menschen – Erfahrungen, die ich nicht mehr missen möchte. Neben allem Lernen und Studieren habe ich viele Menschen kennengelernt, die mir wertvoll und Freunde geworden sind. Ich glaube, dass Friedensau – und damit meine ich alle Einwohner und Studenten Friedensaus – ein großes Potenzial hat, das an etlichen Stellen noch ausbaufähig ist. Ich glaube, dass Friedensau noch bunter und bereichernder sein könnte, wenn sich jeder mit dem einbringen würde, womit er von Gott beschenkt ist. Wenn jeder sich darum bemüht, dann, so meine ich, wird Friedensau noch für viel mehr Menschen ein bereichernder und schöner Ort sein. Was ich mitnehmen werde aus Friedensau: Viele, viele gefüllte Ordner und Bücher, viel Wissen, viel Vergessenes, viele Impulse, viele Kontakte, Wehmut und Abschiedsschmerz, mich selber – der sich in diesen drei Jahren weiterentwickeln, verändern und prägen lassen durfte durch die Begegnung mit den verschiedensten Menschen – und das Wissen, dass der Dialog, die Auseinandersetzung mit Andersdenkenden essenziell und wichtiger ist als jede Theorie, jedes Buch und jedes Vorurteil. Am Puls des Nächsten zu sein, hat mich herausgefordert, verstehen und stehen lassen zu lernen. |
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