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Anlässlich des zwanzigjährigen Jubiläums der „Friedlichen Revolution“, die letztlich am 9. November 1989 die Berliner Mauer zu Fall brachte und unser Land am 3. Oktober 1990 wieder vereinte, startete die Evangelische Kirche Mitteldeutschlands (EKM) die Kampagne „Gesegnete Unruhe“, an der sich auch die Friedensauer mit einer Ausstellung in der Hochschulbibliothek beteiligten. Zu sehen war vom 25. August bis zum 16. September 2009 eine Präsentation, die mit Bildern bedruckte Würfel zeigte. So konnte man Bilder einer Demonstration für die Pressefreiheit von 1988 sehen und Bilder aus dem Jahr 1994, die das Gotteshaus als einen Zufluchtsort, als Kirchenasyl, dokumentierten. Diese Präsentation sollte den Betrachter erinnern und die Kontraste im Leben von Christinnen und Christen, Gemeinden und Kirchen unter dem DDR-Regime und in heutiger Zeit vergegenwärtigen, außerdem verdeutlichen, in welchen Bereichen die Kirche einen kontinuierlichen Dienst geleistet hat. Die Kirche bot den Gläubigen, aber auch vielen unabhängigen oppositionellen Gruppen, während all der Zeit einen Raum der Entfaltung, den sie frei von Benachteiligungen nutzen konnten. Die Kampagne erinnerte an die vielen selbstbewussten Christinnen und Christen, die für eine Veränderung in Deutschland eintraten, die sich einmischten, sich nicht mundtot machen ließen und so mit ihren Gebeten und Aktionen eine („gesegnete“) Unruhe stifteten. Mit diesem Ansatz beabsichtigte die EKM, einen Impuls für Gespräche in den Kirchengemeinden und zwischen Christen und Nichtchristen in der Öffentlichkeit zu geben. Diese sollen die Gestaltungs- und Veränderungskraft auf die Brennpunkte unserer Zeit lenken und aufs Neue wecken. Einen Höhepunkt der Kampagne stellte der Mitteldeutsche Kirchentag vom 19. bis 20. September 2009 in Weimar dar. Der Gedanke stand dahinter, dass die mitteldeutschen Kirchengemeinden die westlichen Landeskirchen hierher zu einem Begegnungswochenende einladen und sich am Sonntag gemeinsam zum Kirchentag aufmachen sollten. Außerdem wurde die Wiederauflage der Montagsgebete in den Gemeinden angeregt. Die Gemeinden sind aufgerufen, im Oktober 2009 (und darüber hinaus) zu „neuen Montagsgebeten“ einzuladen und damit etwas gegen die Resignation in der Gesellschaft zu tun und so einen Akzent zu setzen für die Menschen in Mittel-deutschland.
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