EDITORIAL
Liebe Leserin, lieber Leser,unsere Kirche hat sich für das Jahr 2010 das Motto gegeben: „Siehe, ich gebe euch Hoffnung und Zukunft” (Jer 29,11). Mottos oder Leitsprüche, sollen sie nicht inhaltslos sein, wollen reflektiert und nach der Verwirklichung befragt werden. Nun ist es eine Lebensweisheit, dass das Leben ohne Hoffnung nicht gelingt, weder das des Einzelnen noch das einer Familie oder einer Institution. In der Rückschau auf die vergangenen Jahre scheint unsere Hoffnung auf Stabilität und Fortschritt, auf Wachstum und Nachhaltigkeit begründet. Unsere Studiengänge sind von den wissenschaftlichen Gremien beurteilt und für gut befunden worden, Studierende aus aller Herren Länder bevölkern den Campus und viele Hunderte Absolventen versehen ihren Dienst mittlerweile in den Gemeinden und im öffentlichen Leben. Unser Motto allerdings erinnert an unsere Abhängigkeit, die uns vor Selbstsicherheit oder Resignation schützt, sollte es einmal nicht so gut gehen in Friedensau. Unsere Zukunftsvision binden wir bewusst an die Zusage Gottes. Er steht für Zukunft schlechthin und damit für Wege, Auswege oder auch Umwege in der Gegenwart. Nachhaltigkeit, dieses moderne Wort, steht ja für nichts anderes als für den Weg von heute in das zu bewältigende Morgen. Für 2010 sind Pläne gemacht. Wir freuen uns auf Besuche von Gemeinden, auf Tagungen, die wertvolle Impulse setzen, auf Lehr- und Forschungsergebnisse, auf die Festigung Friedensaus in der internationalen Welt der Hochschulen. Doch bei all dem sind wir dem Menschlichen unterworfen mit seinen Schwächen und Wirrungen und der Zerbrechlichkeit seiner Pläne. Deshalb gilt das Motto unserer Kirche auch für unsere Hochschule. Hoffnung und Zukunft zu schöpfen aus einer sicheren Quelle, aus der Nachhaltigkeit Gottes, das macht getrost und mutig. Ein hoffnungsvolles Jahr wünscht
Johann Gerhardt Rektor |
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