Missionsreise in die Dominikanische Republik
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Eine Gruppe von Studenten ist Ende August für drei Wochen in die Dominikanische Republik geflogen. Die Abteilung für Weltmission an der Theologischen Hochschule und die Missionsorganisation ShareHim haben die Studienreise gemeinsam organisiert, damit Studenten nicht nur eine theoretische Ausbildung für Evangelisation erhalten, sondern auch praktische Erfahrungen in der interkulturellen Arbeit sammeln können. In der internationalen Gruppe mit acht jungen Menschen waren neben deutschen Theologiestudenten auch zwei Afrikaner dabei, eine Medizin- und eine Geschichtsstudentin aus Ungarn sowie ein Mathematikstudent aus Serbien. László Szabó, Dozent für Weltmission an der Theologischen Hochschule, hat mit ihnen eine Ausbildung durchgeführt und die Gruppe während der Reise geleitet. Mit großer Erwartung, aber auch Aufregung fuhren die Studierenden mit ihren Übersetzern am 21. August zu den einzelnen Gemeinden in Santo Domingo, um in den nächsten Wochen ihre Vortragsreihen mit 18 Präsentationen ganz selbständig durchzuführen. Gemeinsam mit einer amerikanischen Gruppe hielten die Studenten in 17 Gemeinden Evangelisationsreihen. Die Gemeinden hatten das Programm vorbereitet und die Gäste eingeladen. Die Zahl der Zuhörer lag zwischen 80 und 250 in den einzelnen Gemeinden; etwa die Hälfte davon waren Interessierte, die die Bibel gern besser kennenlernen wollten. Fabian Petrik spricht begeistert über seine Erfahrungen: „Im Nachhinein bedeutet die Arbeit in einer fremden Kultur für mich eine große Herausforderung, die ich jedoch jederzeit wieder annehmen würde. Wie soll man evangelistisch predigen in einem Land, das kaum fremder hätte sein können? Vor Leuten, die man nie zuvor gesehen hat und in einer Sprache, die nicht die eigene ist … Andere Länder, andere Sitten! Ich durfte die Erfahrung machen, dass Gott auch 8000 km von Friedensau entfernt wirkt und Wunder tut. Es gab viele Taufentscheidungen. Doch das Größte, von dem ich erzählen kann, ist das Wunder, das Gott am Einzelnen tut. Wo Angst war, kann er Vollmacht schenken. Wo Zweifel waren, weckt er Vertrauen. Stolz bricht er herunter in ein Schauen auf ihn. Und er gibt Kraft, denn es ist eine Menge Arbeit, sich auf 18 Predigten in Folge vorzubereiten, diese zu halten und im Nachhinein auszuwerten. Die unfassbar schönen Strände mit weißem Sand und türkisfarbenem Wasser, auf die wir uns natürlich auch gefreut hatten, konnten wir daher leider erst in den letzten Tagen für uns entdecken. Von Anfang an aber haben wir die unglaublich freundliche und aufgeschlossene Art der Dominikaner kennengelernt, die uns in jeder Hinsicht unterstützt haben, und ich durfte miterleben, dass Adventisten weltweit eine große Familie sind. Dennoch ist es für mich ein Rätsel, wie man völlig fremde Menschen in solch einer kurzen Zeit so lieb gewinnen kann. Ich würde sofort wieder dorthin fliegen. Ich möchte jedem Friedensauer Studenten ans Herz legen, an solch einer Evangelisation teilzunehmen. Es ist eine Chance, den eigenen Glauben zu stärken, die Sensibilität für kulturelle Unterschiede zu vergrößern, homiletische Fähigkeiten zu verbessern und Freunde auf der ganzen Welt zu finden.“ Es war beeindruckend zu sehen, mit welcher Begeisterung und Ausdauer die Studenten über die Botschaft der Bibel gesprochen haben. Nicht nur die Vorträge waren lebendig und dynamisch, sondern auch die persönliche Beziehung zu den Einheimischen ist sehr stark geworden. Die Studenten nahmen sich Zeit zum Gespräch und Gemeinschaft. Freundschaften sind entstanden und als Ergebnis haben 481 Menschen eine Entscheidung getroffen, dass sie Jesus folgen wollen und sich gern taufen lassen möchten. 2010 geht das Programm weiter: Wir fahren nach Tansania, um uns an der Massai-Mission zu beteiligen. Auch Studenten von außerhalb Friedensaus sind herzlich willkommen, daran teilzunehmen! |
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