FreundesCamp 2010 - Fenster zum Glauben
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Juli 2010. In Friedensau lässt sich nicht nur sehr gut Theologie studieren, sondern auch das Evangelium von der Liebe Gottes verkündigen. Das Planungsteam des FreundesCamp 2010 hatte Mitglieder der Adventgemeinden im Norddeutschen Verband gebeten, ihre Freunde, die sich ernsthaft mit der Gottesfrage auseinandersetzen, zu einer besonderen Veranstaltung nach Friedensau einzuladen. Eine intensive und lohnenswerte Woche unter dem Thema „Jesus begegnen“ würde auf alle Teilnehmer warten. Ziel der Freizeit war es, Freunden einen tiefen Einblick in die Art und Weise zu geben, wie wir als Adventisten unseren Glauben leben, was uns veranlasst hat zu glauben oder warum wir immer noch an Gott glauben. Wir wollten gewissermaßen ein Fenster zum Glauben öffnen, um ihnen einen Impuls zu einer persönlichen Gottesbeziehung zu geben. Wie sich am Ende der Woche herausstellen sollte: Genau das ist gelungen. Mit Tränen und vielen herzlichen Umarmungen trennten sich Freunde und Gemeindemitglieder aller Generationen am Abschlusstag während des Abbaus der Zelte voneinander. Während der Woche waren viele neue Freundschaften entstanden. Anfänglich war so mancher sehr zurückhaltend gewesen. Einige hatten sich schon von vornherein ein Hintertürchen offen gehalten, um eventuell früher abzufahren, falls das Camp ein Flop werden sollte. Doch alles war völlig anders gekommen. Alle Veranstaltungen waren freiwillig, aber von so hoher Qualität, dass niemand mehr daran dachte, abreisen zu wollen: „Ich hätte mir nie vorstellen können, dass ein Camp mir je so viel bedeuten könnte. Ich bin überglücklich, dabei gewesen zu sein. Beindruckt hat mich besonders die Offenheit, mit der hier aus dem eigenen Leben mit Gott berichtet wird. Ich habe so viele Impulse für mein Leben erhalten und viele neue Freunde kennengelernt“, schrieb eine Teilnehmerin. Den Anstoß zu solch einer Veranstaltung hatten die Abteilungsleiter für Gemeindeaufbau dem Friedensauer Theologiedozenten László Szabó zu verdanken, der schon seit einigen Jahren begeistert Freundescamps in Ungarn durchführt. Er begleitete das Planungsteam während der gesamten Woche. Morgens und abends schilderten verschiedene Verkündiger – Pastoren wie Laien – in sehr authentischer und persönlicher Weise, warum sie zum Glauben gekommen sind oder warum sie noch immer glauben. Sie zeigten, wie sie mit Zweifeln und Nöten umgehen und welche Rolle ihre Gottesbeziehung dabei spielt. In lebensnahen Workshops zu wesentlichen Grundfragen des Glaubens („Wie kann ich Gott im Alltag erleben?“), aber auch des alltäglichen Lebens („Wie man sein Geld zusammenhält“, „Wie kann ich mit Depressionen umgehen?“) konnten alle Fragen, die unsere Freunde bewegten, „an den Mann“ gebracht werden. Gemeinsames Singen, Interviews, Anspiele und die regelmäßige Morgengymnastik mit Bettina Werner vom Deutschen Verein für Gesundheitspflege (DVG) ließen eine starke Gemeinschaft unter uns entstehen. Die Nachmittage waren erstklassigen Freizeitaktionen gewidmet: Der Hochseilgarten in Friedensau hatte Hochkonjunktur, die Kanu- und Fahrradtouren waren bei idealsten Wetterbedingungen immer voll ausgebucht. Die Kinder gingen zum Reiten und abends saß man am Lagerfeuer, sang Gospels und Spirituals, bediente sich in Ulfs Saftbar oder sah sich einen anspruchsvollen Film an. Andere spielten unter Flutlicht Fußball oder beteiligten sich an einem Nachtgeländespiel. Die Zusammenarbeit mit der Theologischen Hochschule Friedensau, besonders mit der sehr um uns bemühten Koordinatorin Ruth Walz, mit dem DVG, dem Advent-Verlag, den beiden „One-Year-for-Jesus“-Teams aus Herne und Berlin (Kinderprogramm) sowie der Band „Sunrise“ ließ die Tage zu einem echten Höhepunkt des Jahres werden. Die Auswertung der Feedbackbögen war überwältigend. Die Hälfte aller Freunde äußerte den Wunsch, in Gottes Gemeinde leben zu wollen. Einige bestellten sich eine Bibel. Andere nahmen sich vor, ihrer Gottesbeziehung mehr Raum zu geben. Wiederum andere wollen sich zu einem kleinen Bibelkreis zusammenfinden oder eine Adventgemeinde besuchen. Wir freuen uns sehr darüber: „Kaum zu glauben, aber das FreundesCamp ist ja noch besser als das G-Camp!“, staunte ein Mitarbeiter, der schon viele G-Camps engagiert mitgestaltet hatte. Als Veranstalter sind wir durch die vielen Begegnungen mit den Teilnehmern über die Maßen reich beschenkt worden. Es wurde uns als Team klar: Evangelisation ist keine Einbahnstraße. www.f-camp.de |
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