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„Auch diesen hat der Herr nicht auserwählt.“ Ich warte auf meinen Auftritt. „ Der Herr hat keinen von ihnen auserwählt, aber sind das wirklich alle deine Söhne?“ Ich warte weiter auf mein Stichwort. „Nein, der jüngste fehlt noch.“ Das bin ich. „Bringt ihn her.“ Die Menge beginnt, „David“ zu rufen. Ich warte, bis die Rufe lauter werden, und bewege mich dann langsam in Richtung Bühne. 600 Menschen rufen mich nun lautstark herbei. Ich frage mich, warum ich das alles mache. Nun stehe ich vor Samuel. Warum dieser ganze Stress? Ich knie nieder. Samuel beginnt langsam, eiskaltes Wasser aus einem eimergroßen Holzhorn über meinem Kopf auszugießen. Die Menge lacht schallend. Das Wasser fließt langsam über meinen Rücken und ich spüre einen kalten Schauer, der sich über den ganzen Körper ausbreitet. Das letzte Jahr zieht kaleidoskopartig an meinem inneren Auge vorüber: neue Freunde, neue Orte, neue Wohnung, bereichernde Ausbildung in Friedensau, spannende Jugendgottesdienste, tolle Kinderprogramme, erfrischende Predigten, schöne Taufen, herausfordernde Pfadfinderlager. Es war eine schwere und zugleich schöne Zeit, die ich durchschritten habe, aber hat sich das alles wirklich gelohnt? Das Wasser fließt weiter über meinem Kopf. Ich stehe auf. Die Menge verstummt. Ich hinterfrage alles. Warum, Gott? „ Wer es wirklich ernst meint mit Jesus und einen ersten Schritt gehen will, der kann nun auf die Bühne kommen.“ War „1Year4Jesus“ wirklich mein Weg? Ich schaue in die Menge. Plötzlich beginnt sie sich zu bewegen. Ich sehe fassungslos, wie Massen von Menschen, alt und jung, auf die Bühne kommen. Ich spüre, dass hier etwas Besonderes passiert. Wir beten für sie und ich schaue in glückliche Gesichter. Ich beginne zu verstehen. Dafür mache ich das alles – „1Year4Jesus“. Danke, Gott!
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