Institut für Musiktherapie

1998 wurde an der Theologischen Hochschule Friedensau erstmals ein Magister-Nebenfach Musiktherapie angeboten. Das rege Interesse von studentischer Seite und die erfolgreiche Umsetzung dieses in Deutschland einmaligen Ausbildungskonzeptes führte im November 1999 zur Gründung des Instituts für Musiktherapie. Mit dem Wintersemester 2011/2012 wurde der Studiengang Musiktherapie M.A. an der Theologischen Hochschule Friedensau eingeführt.

Dieses Institut der Theologischen Hochschule Friedensau wendet sich der Forschung und Wissenschaft, der Lehre, Ausbildung, Organisation und Praxis zu. Forschung, Lehre und Praxisbezug stehen in einer engen Wechselbeziehung zueinander. Sie bedingen sich gegenseitig, weil Musiktherapie eine praxisorientierte Wissenschaftsdisziplin ist, die auf vielfältigsten Gebieten therapeutische Aufgaben übernehmen kann.

Die Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Haupt- und Nebenfächern machten das Studium der Musiktherapie besonders attraktiv. Im Rahmen der Umstellung auf Master Abschlüsse wurde die musiktherapeutische Ausbildung als optionaler Schwerpunkt im M.A. in Counseling integriert und kann postgradual zu einem Diplom in Musiktherapie vervollständigt werden.  

Im über drei Semester angelegten Studienverlauf werden konzeptionell wahrnehmungspsychologische, sozial-kommunikative sowie individuell kreative Handlungsansätze vereint. Auf der Grundlage des Verständnisses von sozialer Krankheit und sozialer Gesundheit vermittelt der Studiengang das Methodensystem der Musiktherapie und dessen Umsetzung in verschiedenen Praxisfeldern. Das Lernen erfolgt in einer geschlossenen Gruppe und ausschließlich in Ganztagsseminaren. Über den Weg der Selbsterfahrung werden folgende Handlungsformen erlebbar, erfahrbar und erkennbar gemacht:

  • Instrumentalimprovisation

  • Bewegungsimprovisation

  • Wahrnehmungstraining mit Musik

  • Arbeit mit Stimme

  • Malen/Bildgestalten zur Musik

  • Gruppensingtherapie

  • tänzerische Musiktherapie

Die Selbsterfahrung bezieht sich dabei auf die Behinderungen und die Potenzen der eigenen Person, auf die sozialen Prozesse und auf das methodisch-didaktische Geschehen. Gruppenleitertraining, Didaktik, Fallseminare, Praktika, Supervisionen und der Vergleich verschiedener theoretisch-methodischer Ansätze der Musiktherapie vervollständigen den Studiengang.

Weil das Ausbildungskonzept so gestaltet ist, dass mit den Methoden der Musiktherapie sowohl eine Konfliktaufarbeitung als auch eine handlungs- und erlebnisorientierte Lebensverbesserung realisiert werden kann, bieten sich im Anschluss an das Studium breit gefächerte Einsatzmöglichkeiten. Neben der klassischen Tätigkeit in psychotherapeutisch-medizinischen, sozialtherapeutischen und rehabilitativen Einrichtungen gewinnen die pädagogischen und präventiven Bereiche immer mehr an Bedeutung.

 

Institutsleiterin:

Dr. Petra Jürgens, Diplom-Musikpädagogin und Lehrmusiktherapeutin

Institut für Musiktherapie Berlin
Waldhüterpfad 38
Fax 030-8135080