Ausstellung „Volk auf dem Weg – Geschichte und Gegenwart der Deutschen aus Russland“ in Hochschulbibliothek Friedensau
Ausstellungseröffnung mit Innen-Staatssekretär Dr. Bergner am 8. Mai 2009Die Theologische Hochschule Friedensau lädt zur Eröffnung der Wanderausstellung „Volk auf dem Weg – Geschichte und Gegenwart der Deutschen aus Russland“ am 8. Mai 2009 um 12 Uhr in die Hochschulbibliothek (Ahornstraße 3) ein. Die Ausstellung wird von der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. präsentiert. Sie informiert über die Geschichte und das Schicksal russlanddeutscher Aussiedler und wird vom Bundesministerium des Innern sowie vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert.
Grußworte zur Eröffnung sprechen:
· Dr. Christoph Bergner, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium des Innern und Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten in Deutschland,
· Lothar Finzelberg, Landrat des Landkreises Jerichower Land, sowie
· Prof. Johann Gerhardt, M.Div., D.Min., Rektor der Theologischen Hochschule Friedensau.
Die Ausstellung berichtet über die Auswanderung der Deutschen nach Russland in den Jahren 1763 bis 1862 und die schwierigen Lebensbedingungen in den deutschen Siedlungen an der Wolga, in der Ukraine und im Kaukasus. Trotz Deportation, gesellschaftlicher Demütigung, dem Entzug ihrer kulturellen Grundlagen und dem Verbot der deutschen Sprache bemühten sich die Siedler, an ihrer deutschen Identität festzuhalten. Der Zustrom der Spätaussiedler in die Bundesrepublik in den zurückliegenden 15 Jahren ist verbunden mit Integrationsproblemen, die die Ausstellung ebenso in den Blick nimmt.
„Für den Landkreis Jerichower Land mit einem Anteil an russlanddeutschen Spätaussiedlern hat diese Ausstellung eine besondere Bedeutung. Sie soll ein Beitrag sein, Vorurteile abzubauen, das Verständnis für die neuen Bürger zu fördern und damit ihre Eingliederung zu erleichtern“, erklärte Jakob Fischer, Projektleiter der Landsmannschaft.
Die Ausstellung ist nach der Eröffnung am 8. Mai bis zum 3. Juni 2009 jeweils zu den Öffnungszeiten der Hochschulbibliothek (Montag bis Donnerstag 8 bis 22 Uhr, Freitag 8 bis 13 Uhr, Sonntag 9 bis 22 Uhr) zugänglich. Der Eintritt ist frei.
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