Master of Arts Counseling (Beratung)

Was bietet dieser Studiengang und wie ist er aufgebaut?

Es handelt sich im Bereich Beratung/Counseling um ein weites Feld an Sozialwissenschaften, die in zwei Jahren Vollzeitstudium nicht komplett abzudecken sind. Deshalb sind Spezialisierungen notwendig. Der Studiengang Master of Arts Counseling an der ThHF bietet deshalb zwei Spezialisierungsschwerpunkte: Musiktherapie einerseits und Ehe-, Familien- und Lebensberatung andererseits. Etwa die Hälfte des Studiums gehört ausschließlich speziellen Lehrangeboten in diesen Bereichen, einschließlich eines umfangreichen Praktikums unter spezieller fachlicher und interdisziplinärer Aufsicht („Supervision”). Hinzu kommen Grundlagen der Beratung, Angebote in Psychologie und Gesundheitswissenschaften sowie Forschungsmethoden und schließlich eine umfangreiche wissenschaftliche Arbeit: die Master-These, die in Art und Umfang vergleichbar mit der früheren Magisterarbeit ist.

Für wen eignet sich dieses Studium?

Zunächst einmal für alle Studierenden der Sozialpädagogik, die ein Grundstudium absolviert haben (Bachelor of Arts oder ein Äquivalent) und sich im Bereich Counseling spezialisieren wollen. Zum zweiten und mit wachsender Bedeutung ist der Master of Arts für Menschen interessant, die bereits Berufs- und Lebenserfahrung mitbringen und sich in besonderer Weise zur Beratung und Begleitung von Menschen hingezogen fühlen. Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Studium in einem einschlägigen Fach wie z.B. Sozialpädagogik oder Theologie. Aber auch „Quereinsteiger” aus fachfremden Disziplinen sind herzlich willkommen, wenn sie Grundwissen im Bereich Psychologie nachweisen können und über hinreichend Selbsterfahrung verfügen.  Mindestens zwei Gespräche zur Klärung der Eignung werden mit allen Bewerberinnen und Bewerbern geführt, in denen auch Fragen zu Studieninhalten und zum persönlichen Studienplan erörtert werden können.Gerade die Mischung aus lebens- und berufserfahrenen und jungen, dynamischen und oft idealistischen Studierenden macht den Reiz des Studiengangs aus. Bei aller Wissenschaftlichkeit und Forschungsorientierung, auf die wir viel Wert legen, kommt die Praxis und das „wirkliche Leben” nicht zu kurz und bildet sich eine enge Gemeinschaft, in der wir mitei­nander und voneinander lernen können. Schon manch ein Studierender hat im Praktikum festgestellt, dass die Grund­lagen, die an der ThHF gelegt wurden, weit besser für den Berufsalltag vorbereitet haben, als dies zunächst vermutet wurde. Über solche Rückmeldungen freuen wir uns dann natürlich besonders, will doch ein solches Studium nicht Selbstzweck sein, sondern Vorbereitung auf einen wichtigen Dienst in der Gesellschaft.

Welche Zukunftsperspektiven bietet dieser Studiengang?

Seien wir ehrlich: Arbeit gibt es mehr als genug, weil die psychosozialen Nöte und Probleme um uns herum stetig wachsen. Das Problem ist nicht die Arbeit, sondern die Bezahlung ... Dennoch wollen wir Mut machen.  Absolventinnen und Absolventen im Bereich Counseling können sich im Bereich Beratung selbständig machen (zugegeben: dazu gehört ein langer Atem), Honorar- oder Festanstellungen in Beratungsstellen freier oder kommunaler Träger anstreben, in Krankenhäusern – insbesondere Einrichtungen für psychische Probleme – Arbeit finden oder Leitungsfunktionen in unterschiedlichen sozialen Einrichtungen oder christlichen Werken übernehmen. Natürlich ist auch eine akademische Laufbahn in Forschung und Lehre möglich und gerade in einem neuen Wissenschaftszweig interessant und reizvoll – nicht zuletzt, weil Christen in diesem Bereich eine Menge anzubieten haben!