Bericht aus Tansania
Ich sitze gerade im Hotel nach einem wunderbaren Tag im Arusha-Nationalpark. Viele Tiere haben wir gesehen - Giraffen, Nashörner, Zebras, Buffalos und viele mehr. Auch die University of Arusha haben wir gesehen. Am schönsten ist aber, dass sich die Longido- und die Moshigruppe heute sehen konnte. Das war ein großes Hallo! Kaum zu glauben, aber heute vor einer Woche kamen wir in Tansania an und vor fast einer Woche haben wir uns in die beiden Gruppen aufgeteilt... Wieviel ist in der Zwischenzeit passiert!Bei mir war der Anfang zunächst schwierig. Wie bereits beschrieben, konnte ich vergangenen Freitag nicht sprechen, aber seitdem jeden Abend. Auch mit den Leuten bekomme ich immer mehr Kontakt! Die Kinder stürmen nach der Veranstaltung auf mich zu, umarmen mich, halten meine Hände und demonstrieren ihre Englischkenntnisse, die besser sind als meine Suaheli-Kenntnisse.
Vor zwei Tagen haben sich 5 Menschen für ein Leben mit Jesus entschieden - darunter 3 Kinder. Jeden Abend kommen Menschen auf mich zu, die möchten, dass ich für sie bete. Die Anliegen sind vielfältig, aber sie berühren mich tief.
Wenn ich hier sehe, wie manche Menschen ums Überleben kämpfen, bin ich zutiefst beschämt. Sie sind froh, wenn sie überhaupt etwas zu essen bekommen, im Gegensatz zu vielen von uns, die wir in Deutschland leben und nur über den schlechten Service klagen. Vielleicht wäre ein bisschen mehr Dankbarkeit angebracht!
Ich habe in den letzten Tagen auch ein paar Gebetserhörungen erlebt:
Insgesamt kann ich sagen, dass ich total froh über meinen Standort bin. Jeden Tag werden es mehr Gäste. Die Zusammenarbeit mit meinem Übersetzer ist echt klasse! Wir sind wirklich und wahrhaftig ein Team! Heute war ich bei ihm in der Universität von Arusha und er lud mich in sein Haus ein. Dort bat er mich für ihn und seine Familie zu beten - so als ob ich irgendjemand besonderes wäre! Dabei bin ich auch nicht weiter mit meinen Studien als er! Jedenfalls hat auch mich dieses Gebet gestärkt.
Gestern war ich total müde und fertig. Ich war kurz davor, einen der Verantwortlichen zu fragen, ob er für mich übernehmen könne, da entschied ich mich dennoch auf den Platz zu gehen. Es kam eine wunderbare Predigt heraus. Die Zuhörer hatten noch nie so auf die Message reagiert. Die spontanen Amens berührten mich zutiefst.
Da in Mabogini, wo ich predige, eine neue Gemeinde gegründet soll, habe ich das Vorrecht, direkt an vorderster Front der Gemeindegründung mit zu arbeiten. Nicht viele von uns hier haben das Vorrecht, so Gemeinde zu bauen. Wie sagte neulich jemand aus der Gruppe: "Du bist dadurch wirklich ein Missionar!"
Kirsi Müller
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