Nach Tansania via Berlin und Amsterdam

Um 03:30 Uhr ging es in Friedensau los -auf nach Tansania via Berlin und Amsterdam. Um 07:50 Uhr ging unser Flug in Berlin. Ohne Schwierigkeiten kamen wir durch den Check-In und nach einer Stunde Wartezeit hob das Flugzeug in Richtung Amsterdam ab. Schließlich erreichten wir 12 Stunden später den Kilimandjaro -Airport. Nachdem unser Gepäck verstaut war, stiegen wir in den Bus und fuhren ca. 10 Minuten in Richtung Moshi, wo unser Hotel lag, als wir entdeckten, dass einer aus unserem Team fehlte.

Er war am Flughafen irgendwie zurück geblieben. László stieg aus, um mit einem der Begleitfahrzeuge, die uns "eskortierten" zum Flughafen zurück zu kehren. Wir anderen blieben im Bus zurück und warteten. Draußen war es bereits dunkel, aber wir konnten dennoch in einiger Entfernung ein paar Leute sehen, die sich unterhielten. Die Tür zu unserem Bus war noch offen und Br. David Dobias, der Koordinator der ganzen Evangelisation von ShareHim, teilte uns noch einige wichtige Sicherheitshinweise mit, als plötzlich ein betrunkener Mann den Bus betrat. Er war nicht nur betrunken, sondern hatte auch noch zwei größere Steine in den Händen mit denen er herumfuchtelte. Unsere afrikanischen Begleiter waren in dem Moment gar nicht mehr im Bus, sondern unterhielten sich mit dem Fahrer und den Leuten im Wagen von unserem Gepäck. Dadurch bekamen sie die brenzlige Situation gar nicht mit. Der Betrunkene drohte uns mit den Steinen. Da ich nur ungefähr einen Meter von ihm entfernt saß, hatte ich Angst getroffen zu werden und versuchte, mich soweit wie möglich von ihm fern zu halten. Ich hatte wirklich Angst. Ich war noch nie bisher in einer solchen Situation. Umso erleichterter war ich, als dann endlich einer der Begleiter die Situation erkannte und zu uns in den Bus kam. Mit vereinten Kräften gelang es dann ihm, David Dobias und dem Busfahrer, den Mann zu vertreiben, ohne dass er einen von uns verletzte. Bevor László und Br. Mayo zurückkamen, kam der Mann noch mindestens einmal vorbei, aber jedesmal konnte er vertrieben werden.Gott hatte uns echt in dieser Situation vor Schaden bewahrt...

Am 19.08. hatten wir dann ein Treffen mit allen Teilnehmern und Übersetzern, wo wir weitere Informationen erhielten und unseren Übersetzer kennen lernen konnten. Zum Mittagessen waren wir alle beim Prediger von Moshi eingeladen. Es gab ein großes Büffett mit Reis, Krautsalat, Hühnchen, Sojafleisch, Erbsen, Bohnen, Kartoffeln... Es war einfach nur lecker - oder wie wir als Gruppe sagen würden: It's awesome! (Awesome war unser neues Schlagwort. Manche benutzten es für fast alle möglichen Situationen). Am Nachmittag besuchten die Meisten von uns ihre Standorte, während die Massai-Gruppe nach Longido fuhr. Die Moshi-Gruppe predigt nicht in Kirchen, sondern auf dem Marktplatz der Dörfer. Aber es gibt im Moment auch einige organisatorische Probleme - wir dürfen auf den Marktplätzen nur bis um 18 Uhr predigen und nicht länger, solange nicht der öffentliche Platz zur Gemeinde gehört. Das ist natürlich eine große Herausforderung, wenn man bedenkt, dass das afrikanische Zeitgefühl ein anderes ist...

 20.08. 20:01 Uhr: Die ersten kommen von ihren Predigten zurück... Ich erfahre, dass . Durch die Zeitbegrenzung auf 18 Uhr, konnten drei Leute aus der Friedensauer Gruppe in Moshi nicht predigen - ich gehöre mit dazu. Diejenigen, die gepredigt haben, kommen aber mit strahlenden Gesichtern zurück und berichten überglücklich von ihren Erlebnissen. Inzwischen hat schon der Sabbat angefangen... Ich freue mich für sie und hoffe, dass ich auch bald mit einem strahlenden Gesicht zurück kommen werde. Morgen geht es um 08:00 Uhr zum Gottesdienst. Vielleicht habe ich ja dann die Möglichkeit zu predigen.

Kirsi Müller



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