Gemeinsame Erklärung zum Anschlag in Berlin

Am Abend des 19. Dezember 2016 raste gegen 20 Uhr ein LKW auf das Gelände eines Weihnachtsmarktes auf dem Breitscheidplatz in Berlin-Charlottenburg. Nach vorläufigen Angaben der Behörden kamen dabei 12 Menschen ums Leben, mindestens 48 wurden verletzt, manche von ihnen schwer. Auch wenn die Hintergründe dieses Geschehens in der Kürze der Zeit noch nicht vollständig aufgeklärt werden konnten, verdichten sich die Hinweise, dass es sich um einen Terroranschlag handelt.
Das Aktionsbündnis „Gemeinsam für Flüchtlinge“, in dem sich die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, die Theologische Hochschule Friedensau, ADRA Deutschland und das Advent-Wohlfahrtswerk zusammengeschlossen haben, bringt sein Entsetzen über dieses schreckliche Geschehen zum Ausdruck. Wir trauern mit den Menschen, die den Verlust ihrer Angehörigen beklagen müssen. In unseren Gedanken und mit unseren Gebeten sind wir bei allen, die durch diesen Anschlag verletzt worden sind und um ihr Leben ringen. Wir danken Rettungskräften und Polizei für den professionellen Einsatz und wünschen ihnen Kraft und Besonnenheit für ihren verantwortungsvollen Dienst.
Mit Entschiedenheit distanzieren wir uns von denen, die diese schreckliche Tat dazu benutzen, gegen Menschen zu hetzen, die als Schutzsuchende in unser Land gekommen sind, und Flüchtlinge unter Generalverdacht zu stellen. In gleicher Weise distanzieren wir uns von denen, die aus diesem Attentat politisches Kapital zu schlagen suchen. Wir verurteilen diese entsetzliche, sinnlose Tat auf das schärfste. Zugleich lassen wir uns von dem Wort leiten: „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem“ (Römer 12,21). Das Kommen Gottes in unsere Welt, das Christen zu Weihnachten feiern, begründet die Hoffnung, dass Gewalt und Terror nicht das letzte Wort haben werden. Dieser Hoffnung mit Taten und Worten Raum und Gestalt zu geben, ist das Gebot dieser schweren Stunde.

Berlin, 20. Dezember 2016 – Die Mitglieder des Aktionsbündnisses „Gemeinsam für Flüchtlinge“

Am Mittwoch, 21. Dezember 2016, 17.30 Uhr, lädt die Adventgemeinde Berlin-Lichtenberg, Pfarrstraße 132, zu einem Gedenk- und Fürbittgottesdienst ein. Der Abend steht unter dem Leitmotiv „Der Kriegsbogen soll zerbrochen werden, denn er wird Frieden gebieten den Völkern“ (Sacharja 9,10).
Am Donnerstag, 22. Dezember 2016, 19.00 Uhr, lädt die Adventgemeinde Berlin-Spandau, Tiefwerder Weg 5–7, zu einem Gedenk- und Fürbittgottesdienst ein.

Um einen Beitrag zur Integration von geflüchteten Menschen in Deutschland leisten zu können, haben die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten (STA), das Advent-Wohlfahrtswerk e.V. (AWW), die Theologische Hochschule Friedensau (ThHF) und ADRA Deutschland e.V. (ADRA) die Initiative „Gemeinsam für Flüchtlinge“ gegründet. Die Projekte entstehen an der Basis der Gemeinden, Helferkreise sowie in kleinen Vereinen, die an das AWW angebunden sind.

Bildquelle: Von Sebaso - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=35044362 (Zugriff: 21.12.2016)

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