Segenswünsche zum 90. Geburtstag

Dr. Manfred Böttcher feierte am 1. März 2016 seinen 90. Geburtstag. Die Theologische Hochschule Friedensau gratuliert zu diesem besonderen Jubiläum.
Der Jubilar kann auf ein langes und interessantes Leben zurückblicken. Er gehört – als 1926 Geborener – noch zu denen, die als halbe Kinder in den Krieg geschickt wurden. 19-jährig kam er schwerverwundet zu seinen Eltern zurück. 1947 gehörte er zu den ersten Predigerschülern, die nach dem Krieg in Friedensau ihr Theologiestudium begannen und Anfang der 1950er Jahre voller Elan und hochmotiviert ihre Arbeit in den Kirchengemeinden aufnahmen.
Er war in vielen Bereichen ein ‚Mann der ersten Stunde‘, gelangte früh in leitende Positionen. So war er zunächst als Pastor in Leipzig tätig; von 1954 bis 1960 Abteilungsleiter und Jugendseelsorger in Nordostsachsen. In diese Zeit fiel seine Ordination (1955). Von 1960 bis 1967 war er Sekretär, 1968 bis 1982 Präsident der Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten in der DDR. Von 1982 bis 1991 leitete er als Direktor das Predigerseminar (so der damalige offizielle Name), bis es 1990 als Theologische Hochschule Friedensau staatlich anerkannt wurde. Er gehörte zu dem Personenkreis, der initiativ und tatkräftig die staatliche Anerkennung der Hochschule vorantrieb. Er war auch publizistisch tätig und veröffentlichte über viele Jahrzehnte hinweg zahlreiche Bücher und Zeitschriftenbeiträge. Sein Engagement führte 1988 zur Ehrendoktorwürde der Andrews-Universität (Michigan, USA).
Von 1992 an lebte er im Ruhestand und ehrenamtlichen Gemeindedienst zunächst in Goslar, nach seiner Rückkehr nach Friedensau blieb er weiterhin aktiv. Sein besonderes Interesse galt der Literatur, sodass er von 2003 bis 2016 ein Ehrenamt in der Hochschulbibliothek übernahm, und zwar die Inhaltserschließung der eingehenden Medien.
Mit dem 90. Geburtstag will der Jubilar aber nun kürzer treten und mehr für seine Frau da sein. Aber ohne ehrenamtliche Helfer geht es in der Friedensauer Bibliothek nicht. „Es wäre ein schönes Geburtstagsgeschenk für mich, wenn sich junggebliebene Senioren mit literarischem Interesse in den Kreis der Helfer einbringen würden“, so der Jubilar. Abschied und Willkommen liegen so nah beieinander.

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