Kooperation mit der University of Cape Coast

Cape Coast 2016 Harmattan School (finanziert durch die Volkswagenstiftung)
Kommodifizierung von Land, Landbesitz und Geschlecht in Afrika

Die Theologische Hochschule Friedensau startet in Kooperation mit der University of Cape Coast Ghana die erste Cape Coast 2016 Harmattan School zur Kommodifizierung von Land, Landbesitz und Geschlecht in Afrika. Vom 27. Februar bis 11. März 2016 werden 30 DoktorandInnen und junge ForscherInnen aus Ghana, Uganda, Sudan, Südsudan, Äthiopien, Nigeria, Deutschland und Irland sich zur Cape Coast Harmattan School an der University of Cape Coast in Ghana zusammenfinden.

In den 14 Tagen, die sie gemeinsam verbringen, werden sie von hochkarätigen ExpertInnen aus Afrika und Europa (Add Link HIER, Resourcepersons) doziert und begleitet. Der erste Teil des Programms widmet sich den Fallstudien der einzelnen Forschenden und gibt Raum für Kritik und Feedback. Der zweite Teil konzentriert sich auf eine Vertiefung der Fähigkeit, feministische Methodologie und Epistemologie in die eigene Forschung zu integrieren. Darüber hinaus werden mögliche Auswirkungen der geschlechtsspezifischen Ergebnisse der jeweiligen Studien auf die Policy-Ebene diskutiert.

Durch Exkursionen haben die Forschenden die Möglichkeit, theoretisches Wissen mit der Realität in Ghana zu verknüpfen und sich sowohl mit traditionellen Systemen des Landbesitzes als auch den Herausforderungen von feministischen und Landrecht-AktivistInnen vertraut zu machen. Die Abende werden durch soziale Aktivitäten ergänzt.

Landrechte in Afrika sind in einem Geflecht von politischen, sozialen und wirtschaftlichen Zusammenhängen verwoben. Trotz der Fülle von Forschungen und politischem Aktivismus rund um Fragen des Landraubes und der Landkommodifizierung in Afrika, werden geschlechtsspezifische Fragen oft vernachlässigt. Doch Landbesitzstrukturen, sei es bei gemeinschaftlichen Nutzungsformen oder bei formeller Landregistrierung, stehen in direktem Zusammenhang mit Machtverhältnissen, die sich wiederum durch die sozialen Analysekategorien Geschlecht, Rasse und Klasse besser verstehen lassen.

Cape Coast 2016 Harmattan School

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