Kostbares Buchgeschenk: Bibel aus Lüneburg anno 1672

Die Hochschulbibliothek Friedensau bedankt sich bei Hanna und Kurt Wagner. Sie spendeten eine Bibel aus dem Jahre 1672 und gaben die Mittel für eine ansprechende Aufbewahrung. Wer jetzt die Bibliothek betritt, dem präsentiert sich die Lutherübersetzung in einer sicheren, vor UV-Licht geschützten, Glasvitrine auf der linken Seite, gegenüber der Ausleihtheke.

Die illustrierte Bibel ist aus dem Lüneburger Verlagshaus Stern, das für die Zeichnungen den bedeutendsten norddeutschen Maler jener Zeit gewinnen konnte: Matthias Scheits. Dank der hervorragenden Vorlagen des Hamburger Künstlers zählt die Scheitsbibel zu den schönsten illustrierten Bibeln. „In Text und künstlerischer Ausstattung der Bibel war eine Vollendung erreicht worden, die mit den Mitteln der Zeit nicht mehr zu überbieten war“ (Dumrese, Hans/ Friedrich Carl Schilling: Lüneburg und die Offizin der Sterne, S. 97). Die von Scheits entworfenen Zeichnungen wurden von bedeutenden Kupferstechern aus Amsterdam, Nürnberg und Augsburg auf Platten übertragen, um die Bibel-Illustrationen drucktauglich zu machen. Johann Georg Waldreich überwachte den Kupferdruck und stach selbst die meisten der Platten. Er lebte von August 1666 bis November 1671 nur für diese Arbeit in Lüneburg.

Mit der Scheitsbibel von 1672 wächst der Bibliothekbestand um eine kostbare Rarität. Der größte Teil des Altbestands der Hochschulbibliothek ist in den Vitrinen vor Ort zugänglich. Bibliotheksführungen können per E-Mail bib.leihstelle@thh-friedensau.de oder telefonisch +49 (0) 3921 916 136 gebucht werden.

 Titelblatt Lüneburger Bibel    Bibel und VitrineVitrine

 

 

 

 

 

 

 

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