Mit ACA für Friedensau unterwegs

ACA? Dahinter verbirgt sich „Adventist Colleges Abroad“, eine Einrichtung der Generalkonferenz der STA. Friedensau ist Mitglied dieses Konsortiums, das amerikanischen Studenten an adventistischen Universitäten und Colleges die Möglichkeit gibt, eine neue Sprache und/oder ein neues Land kennenzulernen. ACA bietet inzwischen 11 Sprachen in 14 Ländern an (Mehr Informationen unter www.aca-noborders.org)

Die Studenten, die z.B. nach Friedensau kommen, bleiben an ihrer Heimatuniversität eingeschrieben und bekommen ihre Kurse komplett angerechnet.

Seit 2003 ist Friedensau Mitglied bei ACA und nun war es an der Zeit, wieder einmal Werbung für den Deutschkurs zu machen. Auf Einladung von ACA verbrachte ich daher drei Wochen in den USA und besuchte dort vier Colleges/Universitäten zusammen mit der ACA-Direktorin, Odette Ferreira und Vertretern von Villa Aurora, Italien, und Newbold College, England. Täglich besuchten wir vor Ort verschiedene Kurse, in denen wir über ACA sprachen, und hatten Gespräche mit der Administration und interessierten Studenten. Gleichzeitig war an einem zentralen Ort der ACA Stand mit Werbematerial und Infos aufgebaut. An einem Abend gab es jeweils ein Treffen mit allen Interessierten und ehemaligen ACA-Studenten, die auch zu Wort kamen und über ihre Erfahrungen berichten konnten. Ich hatte in Vorlesungen die Möglichkeit, über Friedensau zu sprechen und an den Abenden habe ich eine Präsentation mit Fotos von Deutschland und Friedensau gezeigt, mit Zitaten ehemaliger Studenten über Deutschland, Deutsch und Friedensau.

Besuchte Einrichtungen waren die Andrews University und Andrews Academy in Michigan, Union College in Lincoln, Nebraska, Oakwood University in Huntsville, Alabama, und Southern Adventist University in Tennessee.

Leider bietet von diesen nur noch Southern Adventist University überhaupt noch Deutschkurse an. Deshalb habe ich versucht, überall ein Interesse für Deutsch und Deutschland zu wecken.
Was spricht für Friedensau? Warum sollte man überhaupt Deutsch lernen? Ein wichtiger Grund ist, dass Deutschland als viertgrößte Volkswirtschaft durchaus „mitreden“ kann. In Tennessee hat Volkswagen ein großes Werk wenige Kilometer von der Universität entfernt, also ist eine „deutsche Verbindung“ vor Ort. Ich habe versucht, die Wichtigkeit von Deutsch als Geschäftssprache zu betonen, denn viele deutsche Firmen bieten in den USA Arbeitsplätze an.

Studenten, die Gesang studieren müssen Italienisch, Französisch und auch Deutsch lernen. Was für eine Fundgrube ist für Musikstudenten Mitteldeutschland! Händel, Bach, Mendelssohn, Schumann, Telemann, Wagner – Geburtsorte und Wirkungsstätten liegen vor unserer Haustür!

Und Geschichte – auch hier hat unsere Umgebung viel zu bieten, z.B. Wittenberg, Eisleben, die Straße der Romanik (80 Bauwerke in 65 Orten) – und unser Städtchen Burg gibt es auch schon seit 948. Wer sich für Geschichte interessiert, muss es doch einfach mal erleben! Viele UNESCO Welterbestätten befinden sich im Umkreis von 2-3 Stunden (vier allein in Sachsen-Anhalt).

Auf der amerikanischen „Landkarte“ gibt es Friedensau aber leider so gut wie gar nicht! Wir hoffen, dass sich nach und nach immer mehr Studenten für Friedensau erwärmen und der Deutschkurs wächst. Die Studenten, die es schon ausprobiert haben, loben das intensive Lernen (mit Spaß!) in kleinen Gruppen, die Schönheit des Landes und Friedensaus, genießen die Erinnerungen an die vielen Ausflüge in die Umgebung (Magdeburg, Berlin, Potsdam, Leipzig, Dresden) und gehen bereichert und gereift in ihre Heimat zurück. Was gibt es Schöneres, als von ehemaligen Studenten zu hören, „Ich vermisse Friedensau so sehr!“

Aila Stammler

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