Verabschiedung von Rektor Prof. Friedbert Ninow

Zum Ende des Studienjahres 2014/2015 wurde der Rektor der Theologischen Hochschule Friedensau (ThHF), Prof. Friedbert Ninow, am Samstag, 27. Juni 2015, 15.00 Uhr, in der Kulturscheune Friedensau mit einem Festakt verabschiedet.

Mit Ragtime und Spiritual als musikalischem Rahmen und einem Rückblick in Bildern wurde den Anwesenden der scheidende Rektor als Archäologe, Fotograf, Sportler, Kollege und Freund von einer sehr persönlichen Seite gezeigt.

Diese Nähe spiegelte sich auch in der Festansprache des ehemaligen Rektors Prof. Johann Gerhardt und den Grußworten von Prof. Udo Worschech sowie der Ansprache des Rektors der Hochschule Harz und Präsidenten der Landesrektorenkonferenz, Prof. Dr. Armin Willingmann, wider. Auch Johannes Naether, Präsident der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Norddeutschland sowie Klaus Schmitz (in Vertretung für Johannes Scheel, Vorsteher der Berlin-Mitteldeutschen Vereinigung) und Tobias Koch, Kanzler der Hochschule, fanden treffende, anrührende Worte für den scheidenden Rektor und seine Frau Bernina.

Der Landrat des Landkreises Jerichower Land, Steffen Burchhardt, formulierte es so: „Friedensau strahlt etwas aus, das anderswo nicht so leicht zu finden ist. Möge auch der Funke, der in Ihnen glüht, lieber Professor Ninow, erhalten bleiben; reichen Sie ihn an viele Menschen weiter“, und bezog sich dabei insbesondere auf das gelingende Zusammenleben in Friedensau von Menschen aus zahlreichen Ländern der Welt.

Prof. Ninow, der in Darmstadt, Newbold (England), Berrien Springs (USA) und Augsburg Theologie und Archäologie studierte, war als Gemeindepastor tätig, bevor er 1997 als Dozent für Altes Testament an die Theologische Hochschule Friedensau berufen wurde. Seither war er an der Theologischen Hochschule Friedensau in verschiedenen verantwortlichen Positionen tätig: seit 2007 als Leiter des Instituts für Biblische Archäologie, von 2009 bis 2011 als Dekan des Fachbereiches Theologie und seit 2001 als Leiter des Forschungs- und Grabungsprojektes „Ard El-Kerak – Erforschung der antiken Moabitis“ in Jordanien. Mit zahlreichen Publikationen zu diesen Projekten wie auch zu populärwissenschaftlichen Fragestellungen ist er in der Fachwelt bekannt geworden. Im Januar 2013 konnte das Institut für Biblische Archäologie ein kleines Museum für Grabungsfunde aus Moab auf dem Campus eröffnen. Im Jahr 2011 wurde Prof. Ninow zum Rektor der Theologischen Hochschule gewählt. Zum Sommersemester 2015 erhielt er eine Berufung an die adventistische LaSierra-Universität in Riverside (Kalifornien, USA) zum Dekan für den Fachbereich Theologie – und verlässt damit die Theologische Hochschule zum Ende des Studienjahres. Die Amtsgeschäfte übernimmt zunächst der Prorektor Dr. Thomas Spiegler.

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