Friedensauer Schriftenreihe C: Musik – Kirche – Kultur

Rux, Tobias: Christian Rock – Unterhaltung oder mehr? 2014

Friedensauer Schriftenreihe, Reihe C: Musik – Kirche – Kultur, Band 14, 2014, 165 Seiten.
Herausgegeben von Friedbert Ninow, Wolfgang Kabus, Horst F. Rolly
ISBN 978-3-631-64933-6, Hardcover, Euro 39,95

Fast unbemerkt hat sich Christian Rock zu einem Phänomen entwickelt, an dem weder Musikwissenschaft noch Kirche vorbeikommen. Sein erklärtes Programm ist die Begegnung mit der Welt des Glaubens. Trotzdem wird er beargwöhnt, ja abgelehnt. So versucht der Autor ganz pragmatisch mit verschiedenen Fragestellungen den wirklichen Sachverhalten auf den Grund zu gehen: Was ist unter Christian Rock zu verstehen? Kann er in seiner musikalischen Grundstruktur überhaupt ein Ort der Gottesbegegnung, ein locus theologicus sein, wie seine Vertreter behaupten? Welche Werte transportiert er? Ist er nicht vielmehr von lasziven Kräften gesteuert, als dass er ein Botschafter christlichen Glaubens sein könnte? Sensibilisiert er für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Kunst, Kultur und Theologie, oder ist er nichts weiter als eine christlich-triviale Musizierpraxis zur Unterhaltung der Menschheit? Diesen Fragen wird in musikwissenschaftlichen sowie kulturanthropologischen Auseinandersetzungen nachgegangen.

Aus dem Inhalt: Erlebnis- und Jugendkultur – Pop-, Rock- und Popularmusik – Hypothetical Substitution (Analyse nach Philip Tagg) – Beispiele bekannter Vertreter – Jesus Rock – Christian Metal – Praise and Worship – Neues Geistliches Lied – Typologie des Christian Rock – Kritik am (Christian) Rock – Songtexte des Christian Rock – Bands und Musiker des Christian Rock.

Kabus, Wolfgang; Jochen Arnold (Hrsg.): Polyphon statt monoton, 2012

Friedensauer Schriftenreihe, Reihe C: Musik – Kirche – Kultur, Band 13, 2012, 174 Seiten.
Herausgegeben von Johann Gerhardt, Wolfgang Kabus, Horst F. Rolly
ISBN 978-3-631-62179-0, Hardcover, Euro 38,95

Was ist angesagt in Sachen Popularmusik? Quo vadis, musica popularis? Welche Musik, welche Art von Popmusik braucht unsere Kirche? Welche Musik, welche Popmusik soll nach 50 Jahren Neuem Geistlichem Lied künftig in unseren Gottesdiensten gespielt und gesungen werden? Welche Musik braucht unser Land? Können wir als Kirchenmusiker Impulse geben für die kulturelle Landschaft heute? Wie könnte das angesichts eines Überangebots von Konzerten und medialer Vermarktung gelingen? Diese Themen wurden anlässlich des Fünften Interdisziplinären Forums Popularmusik und Kirche 2010 in Hildesheim behandelt – dieser Tagungsband dokumentiert ein interessantes Spektrum an Impulsen für die zukünftige Arbeit von Theologen und Kirchenmusikern.

Inhalt: Jochen Arnold: Quo vadis, musica popularis? – Jochen Arnold: Von der Polyphonie des dreieinigen Gottes. Ein theologisches Plädoyer für musikalische Vielfalt in der Kirche – Markus Baum: Keine Monotonie! Zehn Jahre «Forum Popularmusik und Kirche» – Fritz Baltruweit: Vielfalt von Anfang an. Zur Geschichte des Neuen Geistlichen Liedes – Wolfgang Teichmann: Die kirchliche Band-Szene. Entwicklungen, Tendenzen und eine kleine Pflegeanleitung – Joachim Dierks: Gospel in Deutschland. Gedanken über ein Phänomen der Musik- und Kirchengeschichte – Wilhelm Gräb: Im Sog der religiösen Semantik. Friedrich Schleiermachers Bedeutung in Ästhetik und Religion heute – Corinna Dahlgrün: Wozu die Mühe? Vom Umgang mit der Avantgarde – Thomas H. Böhm: Der Sehnsucht einen Raum geben. Die religiöse Herausforderung musikalischer Werke der Popularkultur – Alexander Melzer: Das Marketing von Kirchenmusik. Möglichkeiten, Grenzen, Anwendungsperspektiven – Peter Bubmann: Glanz und Elend des Neuen Geistlichen Liedes. Eine Bestandsaufnahme mit Blick in die Zukunft – Diskussionsrunde «Forum Popularmusik und Kirche» – Wolfgang Kabus: Einklang und Verschiedenheit. Vom Sinn und Unsinn der Homogenität von Wort und Musik.

Feist, Thomas: Kritik der sozialen Vernunft, 2009

Friedensauer Schriftenreihe, Reihe C: Musik – Kirche – Kultur, Band 12, 2009, 421 Seiten.
Herausgegeben von Johann Gerhardt, Wolfgang Kabus, Horst F. Rolly
ISBN 978-3-631-59292-2, Hardcover, Euro 80,95

Postmoderne ist nicht «das Ende der großen Erzählungen». Diese zeigen sich in ihr nur anders, klingen anders und werden von anderen anders erzählt. Sie im Gegenwärtigen aufzudecken und für Geistes- und Sozialwissenschaft neu zu erschließen, ist das Ziel dieses Buches. Dazu entwirft der Verfasser eine Theorie der ästhetischen Grundlegung des Sozialen, mit der postmoderne Gesellschaft neu gedeutet und verstanden werden kann. Besondere Berücksichtigung erfährt dabei die Orientierungsfunktion des Populären und des Fiktiven in der Kultur für Kommunikationsprozesse und Handlungsmotivationen sozialer Akteure. Systemische und konstruktivistische Ansätze bilden die Basis sich daran anschließender hermeneutischer Analysen zu Kunst, Religion und Sozialraum, ergänzt durch zeitdiagnostische Überlegungen. Besondere Beachtung erhalten dabei die Kirchen, da sie gleichermaßen Sinn, Orientierungsmuster und Handlungsfelder bereitstellen.

Aus dem Inhalt: Sinn- und Orientierungsmuster der Postmoderne – Das Modell des homo culturalis – Kultur und Gesellschaft – Kunst und Pop – Musik zwischen Avantgarde und Trivialität – Theologie zwischen Säkularisierung und Fundamentalismus – Sozialraum zwischen Individualisierung und Globalität – Das Romantik-Prinzip.

Kabus, Wolfgang (Hrsg.): Popularmusik und Kirche. Geistreiche Klänge – Sinnliche Orte, 2008

Friedensauer Schriftenreihe, Reihe C: Musik – Kirche – Kultur, Band 11, 2008, 180 Seiten.
Herausgegeben von Johann Gerhardt, Wolfgang Kabus, Horst F. Rolly, Udo Worschech
ISBN 978-3-631-57721-9, br. Euro 39,00

Dieser Buch ist die Dokumentation des Vierten interdisziplinären Forums Popularmusik und Kirche, das im Januar 2007 in Hildesheim stattfand. Es wandte sich an Wissenschaftler und Praktiker gleichermaßen; an Kirchenmusiker, Theologen, Popularmusiker und Pädagogen. Das Thema Geistreiche Klänge – Sinnliche Orte richtet sich auf zentrale Elemente, die das Spannungsfeld Kirche und Popularmusik in unserer Zeit bestimmen: Geist, Sinn und Raum. Im wechselseitigen In-Bezug-Setzen dieser Faktoren entwerfen die Autoren Deutungs- und Erklärungsmuster, die weit über das Handlungsfeld der Kirchen hinaus relevant sind. Aktuelle interdisziplinäre Theorieansätze aus Musik- und Kulturwissenschaft, Theologie und Ästhetik werden dabei durch praktische Modelle ergänzt. Hierin liegt der besondere Reiz dieser Veröffentlichung, die Zeitansage und Strategie gleichermaßen sein will. Inmitten einer Entwicklung, in der das Ästhetische das Soziale nicht nur zu markieren, sondern durch Überformung zunehmend zu determinieren scheint, verstehen sich die Beiträge dieses Bandes als Wegzeichen im Trialog zwischen Kirche, Kultur und Gesellschaft.

Aus dem Inhalt:
Thomas Feist: Einleitung „Geistreiche Klänge – Sinnliche Orte“
Holger Schulze: Klänge in Räumen – Zur Wiederentdeckung einer mutmaßlichen Selbstverständlichkeit
Tatjana Böhme-Mehner: Musik im Raum – Räume in Musik: Begrenzung, Entgrenzung, Rahmung
Jens Seipolt: Raum für Klänge schaffen: Musik in der Kirche – Musik für die Kirche
Jochen Arnold: „Hoffnung, Furcht, Freude, Schmerz“ – Affekte in der protestan­tischen Kirchenmusik am Beispiel der Kantaten Johann Sebastian Bachs
Wolfgang Teichmann: Zwischenruf: Musik und Emotionen – Affekte im Jazz
Manfred Staiger: Aufgießen – Umrühren – Fertig! – Sound als zentrale Komponente der Popmusik
Thomas Feist: Sound als Raum. Einblicke in die klingende Textur unserer Zeit
Bernd Adamek-Schyma: Flüssiger Raum? Zugänge zu den Geographien der Musik
Felix F. Falk: Elektrisierender Sound – Das künstliche Sprachrohr der populären Musik
Steffi Krapf: Alter Raum im neuen Sound – Praxisfeld Jugendkirche Hannover
Thomas Feist: Vom Sinn, den Geist des Klanges und des Ortes zu betrachten.

Kabus, Wolfgang (Hrsg.): Vom Psalter zum Pop. Musik in Kultur und Leben, 2007

Friedensauer Schriftenreihe, Reihe C: Musik – Kirche – Kultur, Band 10, 2007, 151 Seiten.
Herausgegeben von Johann Gerhardt, Wolfgang Kabus, Horst F. Rolly, Udo Worschech
ISBN 978-3-631-57536-9, br. Euro 34,00

Musik ist existenzieller Bestandteil unserer Kultur. Sie ist allgegenwärtig wie kaum ein anderes Medium. Vom Alltag über die Hochkultur bis hin zum Fußballstadion – überall sind musikalische Phänomene präsent. Was aber macht die Musik mit uns? Was machen wir mit ihr? Wozu brauchen wir sie? Welche Aufgaben übernimmt sie heute? Ist sie nur „ein Luxus, auf den wir nicht verzichten können“ (nach Brecht) – oder ist sie mehr?

Das Buch ist die Dokumentation einer Friedensauer Ringvorlesung (Leitung Miriam Heibel), die interdisziplinär strukturiert war. Zu Wort kommen Wissenschaftler verschiedener Universitäten und Fachrichtungen: aus Musikwissenschaft, Kulturwissenschaft, Religionspädagogik, Sozialpädagogik, Theologie und Musiktherapie. Abschließend werden die Ergebnisse einer Studie vorgestellt, in der untersucht wurde, wie sich aktives Musizieren auf die Identitäts- und Persönlichkeitsbildung junger Erwachsener auswirkt. Es geht insgesamt um drängende Fragen der Musikkultur in einem modern-postmodernen Zeitalter.

Aus dem Inhalt:
Hans Seidel: Vom Tempel zur Synagoge – Heilige Musik im Wandel der Zeiten
Harald Schroeter-Wittke: Unerhörte Erhörungen – Präludien zu einer musikalischen Religionspädagogik
Peter Wicke: Soundtracks – Von der Macht der Musik in digitalen Medienwelten
Stefanie Rhein: „Was wir mit Kultur machen“ – Selbstsozialisation mit Musik und Medien am Beispiel der Teenie-Fankultur
Paul Riggenbach: Funktionen von Musik im Wandel – Jenseits von Wille und Bewusstsein
Horst Friedrich Rolly: Phänomenologie der akustischen Wahrnehmung
Elke Josties: „Kultur öffnet Welten“ – Das Streetbeat-Jugendmusikprojekt beim Karneval der Kulturen in Berlin
Petra Jürgens: Musik und Gesundheit – Das Medium als Mittel zum Zweck für Therapie, Krisenintervention und Prävention
Gottlobe Gebauer: Musik- und Lebensbiographie – Beobachtung eines Wechselspiels
Mutram Peters: Canto ergo sum – Aktives Musizieren und die Entwicklung der persönlichen Identität.

Kabus, Wolfgang (Hrsg.): Popularmusik und Kirche. Ist es Liebe? - Das Verhältnis von Wort und Ton: Dokumentation des Dritten interdisziplinären Forums Popularmusik und Kirche in Hildesheim vom 1. bis 3. März 2005, 2006

Friedensauer Schriftenreihe C: Musik - Kirche - Kultur, Band 9, 2006. 172 Seiten.
Herausgegeben von Johann Gerhardt, Wolfgang Kabus, Horst F. Rolly, Udo Worschech
ISBN 3-631-55526-1, br. Euro 39,00

Dieser Band ist die Dokumentation des Dritten interdisziplinären Forums Popularmusik und Kirche (März 2005 im Michaeliskloster Hildesheim). Es wandte sich an Wissenschaftlicher und Praktiker gleichermaßen; an Kirchenmusiker, Theologen, Popularmusiker und Pädagogen. Das Thema Ist es Liebe? - Das Verhältnis von Wort und Ton wurde in musikwissenschaftlicher, theologischer, kulturwissenschaftlicher, linguistischer und ästhetischer Perspektive untersucht. Wort und Ton standen dabei stellvertretend für die miteinander konkurrierenden und sich ergänzenden Prinzipien der Rationalität und der Emotionalität. Ausgehend von den beiden ersten interdisziplinären Foren Popularmusik und Kirche in den Jahren 2000 (Bad Herrenalb) und 2002 (Loccum) - deren Ergebnisse ebenfalls in der Friedensauer Schriftenreihe veröffentlicht sind - wurde der Fokus des wissenschaftlichen Interesses von der Makro- hin zur Mikroebene verschoben. In Grundsatzreferaten, Seminaren, Workshops und Statements war zu klären, ob Wort und Ton als Modelle des Allgemeinen Bestand haben können, um Antworten auf drängende Fragen der Kultur in einem postmodernen Zeitalter geben zu können.

Wolfgang Kabus, geboren 1936 in Brandenburg an der Havel; 1956 bis 1961 Studium der Kirchenmusik an der Staatlichen Hochschule für Musik Leipzig; danach Dozent für Kirchenmusik am Theologischen Seminar Friedensau, seit 1996 Professor für Kirchenmusik und Hymnologie an der Theologischen Hochschule Friedensau (ThHF), bis 2000 deren Prorektor; Organologe und Herausgeber; Forschungsschwerpunkte: Popularmusik und Hymnologie; Gründungsmitglied der AGM-Ost (heute Bundesverband Kulturarbeit).

Feist, Thomas: Musik als Kulturfaktor - Beobachtungen zur Theorie und Empirie christlicher Popularmusik, 2005

Friedensauer Schriftenreihe C: Musik - Kirche - Kultur, Band 8, 2005. 292 Seiten.
Herausgegeben von Johann Gerhardt, Wolfgang Kabus, Horst F. Rolly, Udo Worschech
ISBN 3-631-53976-2, br. Euro 51,50

Diese Arbeit unternimmt den Versuch, christliche Popularmusik als speziell musikwissenschaftliches Phänomen zu bereifen und ihr eine systemtheoretische Grundlage zu geben. Sie bewegt sich somit im Spannungsfeld von Musikwissenschaft, Kultur- und Kunstwissenschaft, Theologie, Philosophie, Soziologie, aber auch von Kirche und Kirchenmusik. Die Methodik der Studie entzieht sich allen subjektiv belasteten Disputen. Christliche Popularmusik wird als Phänomen unserer Zeit betrachtet, das eine wachsende gesellschaftliche Reichweit und damit auch wissenschaftliche Relevanz besitzt. Es ist das Anliegen dieser Arbeit, die christliche Popularmusik theoretisch zu fassen und eine empirisch abgesicherte Theorie vorzulegen. Dabei zeigt sich, dass das Christentum als Vermittler von Werten und Orientierungen nach wie vor schöpferisch am Prozess der aktiven Kulturgestaltung beteiligt ist. Die Erfolgsgeschichte der christlichen Popularmusik ist dafür ein klingender Beweis.

Thomas Feist, geboren 1965; Studium der Musikwissenschaft, Theologie und Soziologie; tätig als Referent für Musik und Internationales beim Landesjugendpfarramt Sachsen; Vorsitzender des Bundesverbandes Kulturarbeit in der Evangelischen Jugend; regelmäßige Veröffentlichungen in verschiedenen Medien.

Kabus, Wolfgang (Hrsg.): Popularmusik und Kirche - Positionen, Ansprüche, Widersprüche, 2003

Friedensauer Schriftenreihe, Reihe C: Musik-Kirche-Kultur, Band 7, 2003.
Herausgegeben von Johann Gerhardt, Wolfgang Kabus, Horst F. Rolly, Udo Worschech
ISBN 3-631-38472-6

Dieser Band ist die Dokumentation des Zweiten interdisziplinären Wissenschaftsforums "Popularmusik und Kirche - Positionen, Ansprüche, Widersprüch" (Februar 2002 in der Akademie Loccum). Es wandte sich an Wissenschaftler und Praktiker, Theologen, Kirchenmusiker und Popularmusiker. Das Forum unternahm den Versuch, den Platz der Popularmusik in der Kirche theologisch, kirchenmusikalisch und kulturanthropologisch abzustecken, aber auch kritisch zu hinterfragen. Die Dokumentation begreift die Popularmusik als Sifnatur unseres postmodernen Zeitalters, als ein Phänomen, das auch das kulturelle Innenleben der Kirche(n) grundlegend verändert. So wird die Forderung nach kultureller und popmusikalischer Kompetenz in der theologisch-kirchenmusikalischen Diskussion auch immer lauter. Ein wacher Sinn für Gegenwartskultur ist nötig, um die weit ausdiffernzierte Pluralität mit ihren religiösen und popkulturellen Verknüpfungen wahrzunehmen. Kirche und Kirchenmusik werden darauf reagieren müssen, aber anders, vielfältiger als sie es bisher taten. Der Hinweis, Kichenmusik diene eben der Verkündigung, reicht nicht mehr aus (Bubmann). Es geht um eine neue, erweiterte Perspektive.

Wolfgang Kabus, geboren 1936 in Brandenburg an der Havel. 1950 bis 1954 Studium der Kirchenmusik bei LKMD W. Hanft und Alfred Stier, bis 1961 in Leipzig. Danach Dozent für Kirchenmusik am Theologischen Seminar Friedensau. Seit 1996 Professor für Kirchenmusik und Hymnologie an der Theologischen Hochschule Friedensau (ThHF), bis 2000 deren Prorektor. Organologe, Mitherausgeber verschiedener Gesangbücher. Forschungsschwerpunkte: Popularmusik und Hymnologie.

Steyer, Gottfried: Betrachtungen zur Maß- und Zahlenordnung des musikalischen Tonmaterials, 2002

"Betrachtungen zur Maß- und Zahlenordnung des musikalischen Tonmaterials"

Friedensauer Schriftenreihe, Reiche C: Musik - Kirche - Kultur, Band 6, 2002, 217 Seiten mit Beiheft mit Abbildungen und Notenbeispielen.
Herausgegeben von Johann Gerhardt, Wolfgang Kabus, Horst F. Rolly, Udo Worschech
ISBN 3-631-39864-6

Gottfried Steyer entdeckt im musikalischen Tonmaterial neue, überraschende Gesetzmäßigkeiten. Strukturen unseres abendländischen Tonsystems erweisen sich in mathematisch-geometrischer Hinsicht als optimal. Die originelle und sorgfältige Behandlung mannigfaltiger musiktheoretischer Probleme verbindet Steyer mit etymologischen, naturwissenschaftlichen und philosophischen Fragestellungen. Dabei zeigt sich: Die Beziehungen der Töne untereinander, die Polaritäten und Symmetrien bei Intervallen, Skalen und in der Partialtonreihe korrespondieren mit grundlegenden Strukturen der kosmischen Ordnung. Steckt hinter den Zahlen doch mehr als eine bloßen quantifizierende Abstraktion des menschlichen Verstandes? Hängt damit die Tiefe der Wirkung zusammen, die Musik erreichen kann?

Gottfried Steyer wurde 1909 in Chemnitz geboren. Von 1928 bis 1934 absolvierte er ein Musik- und Theologiestudium in Leipzig. Nach dem Vikariat war er von 1936 bis 1947 Pfarrer in Falkenstein, dazwischen Militärdienst. Von 1947 bis 1958 übernahm er die Pfarrei St. Afra in Meißen. Er veranstaltete Singwochen und Sprachkurse. Von 1958 bis 1974 war er als Dozent für Neutestamentliches Griechisch am Theologischen Seminar Leipzig tätig, daneben weiterhin Pfarrer, Philologe und Musikforscher.

Kabus, Wolfgang (Hrsg.): Popularmusik und Kirche - kein Widerspruch, 2001

Friedensauer Schriftenreihe, Reihe C: Musik-Kirche-Kultur, Band 5, 2001.
Herausgegeben von Johann Gerhardt, Wolfgang Kabus, Horst F. Rolly, Udo Worschech
ISBN 3-631-38472-6

Dieser Band ist die Dokumentation des Ersten interdisziplinären Forums "Popularmusik und Kirche - kein Widerspruch" (Februar/März 2000 in Bad Herrenalb). Es wandte sich an Wissenschaftler, Kirchenmusiker, Popularmusiker und Theologen, an Universitäten, Musikhochschulen, Kirchenmusikhochschulen und kirchliche Administratoren. Das Forum hatte das Ziel, die tradierte Kirchenmusik mit der christlichen Popularmusik ins Gespräch zu bringen und schließlich kritische Anfragen an die kirchenmusikalische Ausbildung zu richten. Die Dokumentation anerkennt die Popularmusik als Spezies unserer Zeit und ordnet sie mit Hilfe der relevanten Wissenschaften in die Koordination der Gegenwart ein. Ihre Begegnung mit Kirche und Kirchenmusik erweist sich als schwierig, aber unumgänglich. Die Forschungsergebnisse der soziologischen Wissenschaft und der Religionspädagogik, der Musikwissenschaft und der Philosophie sind eindeutig und aufregend: Musik wird heute als Sinnstifter verstanden und zu allererst nach ihrem Erlebniswert befragt. Was hat das für die Kirchen zu bedeuten? Gibt es eine gemeinsame Verantwortung der tradierten Kirchenmusik und ihrer 40-jährigen Schwester?

Wolfgang Kabus, geboren 1936 in Brandenburg an der Havel. 1950 bis 1954 Studium der Kirchenmusik bei LKMD W. Hanft und Alfred Stier, bis 1961 in Leipzig. Danach Dozent für Kirchenmusik am Theologischen Seminar Friedensau. Seit 1996 Professor für Kirchenmusik und Hymnologie an der Theologischen Hochschule Friedensau (ThHF), bis 2000 deren Prorektor. Organologe, Mitherausgeber verschiedener Gesangbücher. Forschungsschwerpunkte: Popularmusik und Hymnologie.

Schroeter-Wittke, Harald: Unterhaltung: Praktisch-theologische Exkursionen zum homiletischen und kulturellen Bibelgebrauch im 19. und 20. Jahrhundert anhand der Figur Elia, 2000

Friedensauer Schriftenreihe, Reihe C: Musik-Kirche-Kultur, Band 4, 2000.
Herausgegeben von Johann Gerhardt, Wolfgang Kabus, Horst F. Rolly, Udo Worschech
ISBN 3-631-37342-2

Nach Vorüberlegungen zu einer Praktischen Theologie des Bibelgebrauchs werden die biblischen Grundlagen, die rhetorischen Traditionen und die theologiegeschichtlichen Ausformungen des Phänomens Unterhaltung erörtert. Als anthropologisches Grundbedürfnis stellt Unterhaltung ein Schwellenphänomen dar, das die Freiwilligkeit (post-) moderner Rituale ernst nimmt und auf einem fragmentarischen Identitätskonzept basiert. Dies wird für die Predigtgeschichte analytisch fruchtbar gemacht. Anhand der Identifikationsangebote der Elia-Homilien von Menken, Krummacher u.a. wird gezeigt, warum viele Predigten im 19. Jahrhundert ihr Publikum verlieren. Demgegenüber entwickeln sich unabhängig von der Kirche unterhaltende Formen kulturellen Bibelgebrauchs, z.B. Mendelssohns Elias, deren Chancen anhand zeitgenössischer Elia-Projekte vorgestellt werden.

Harald Schroeter-Wittke, Dr. theol. habil., geboren 1961, Professor für Didaktik der Evangelischen Religionslehre und Kirchengeschichte an der universität Paderborn. Studium der Evangelischen Theologie in Krelingen, Marburg und Bonn. Von 1987 bis 1998 Assistent für Praktische Theologie an der Universität Bonn. Von 1991 bis 1999 in der Forumsleitung Kunst beim Kirchentag. Von 1993 bis 2000 Mitglied des Liturgischen Ausschusses der EKU. Seit 1995 im Leitungstean des Arbeitskreises für Populäre Kultur und Religion. Darüber hinaus als Herausgeber, Musiker, Performancekünstler, Kulturmanager und Spieleautor aktiv. Zahlreiche Veröffentlichungen zu themen der Praktischen Theologie, Religionspädagogig und populären Kultur.

Kabus, Wolfgang (Hrsg.): Popularmusik, Jugendkultur und Kirche. Aufsätze zu einer interdisziplinären Debatte, 2000

Friedensauer Schriftenreihe, Reihe C: Musik-Kirche-Kultur, Band 2, 2000.
Herausgegeben von Johann Gerhardt, Wolfgang Kabus, Horst F. Rolly, Udo Worschech

Die musikalische Landschaft in Deutschland hat sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend gewandelt. Unsere Kultur als Ganzes bricht um und trägt sehr eilige Züge. Ist der Erlebnismensch mit seinem Prinzip der totalen Individualisierung in einen Strudel geraten? Hat sich der Mensch unversehens in die geistige Nachfolge des Sisyphus begeben und ist im Begriff, als Gefesselter in die Hölle des Tantalus abgeführt zu werden? Und schließlich: Wie wird die Kirche mit diesem völlig veränderten Gebäude fertig?

Diese Aufsatzsammlung ist der Versuch, die Probleme unserer Zeit als Chance zu begreifen und als soziologische Notwendigkeit zu definieren. Sie will einen interdisziplinären Beitrag leisten zum Dialog zwischen Kirche und Kultur, der wieder in Gang kommen muss, wenn die Kirche nicht versickern will, Popularmusik und Jugendkultur(en) spielen in dieser Diskussion eine grundlegende Rolle, denn nicht die Theologie steht heute auf dem Prüfstand, vielmehr ihr Lebensstil, ihr kultureller Habitus.

Wolfgang Kabus, geboren 1936 in Brandenburg/Havel. 1954 bis 1961 Studium der Kirchenmusik in Leipzig. Danach Dozent für Kirchenmusik am Theologischen Seminar Friedensau. Seit 1996 Professor für Kirchenmusik und Hymnologie an der Theologischen Hochschule Friedensau sowie Organologe, Mitherausgeber verschiedener Gesangbücher. Forschungsschwerpunkte: Popularmusik und Hymnologie.

Leverkühn, André: Das Ethische und das Ästhetische als Kategorien des Handelns. Selbstwerdung bei Søren Aabye Kierkegaard, 2000

Friedensauer Schriftenreihe, Reihe C: Musik-Kirche-Kultur, Band 3, 2000.
Herausgegeben von Johann Gerhardt, Wolfgang Kabus, Horst F. Rolly, Udo Worschech

"Hänge dich auf oder hänge dich nicht auf, du wirst beides bereuen." Kierkegaard war nicht nur seinerzeit eine umstrittene Person: Dichter und engagierter Staatsbürger, Philosoph und obendrein noch religiöser Schriftsteller - ein Idiot oder ein wahrer Lebenskünstler? Die gegenwärtig verhandelte "Ästhetisierung der Lebenswelt" ist nicht so neu, wie sie zu sein scheint, und keineswegs spezifisch postmodern. In Gestalt des homo aestheticus zeigt Kierkegaard, wie das Ethische und das Ästhetische als Qualitäten des Lebens einander bedingen. Eine Analyse seiner Position führt zu Ergebnissen, die für die Selbstwerdung und Wahrheitsfindung heute von Bedeutung sind. Mit der Einführung des Anderen avanciert existenzielle Dialektik zur erotischen Evokation von Wahrheit: Wo der Andere im Leben Einzug hält, wird das Unsagbare gelebt.

Aus dem Inhalt:

"Ich will den Kreuzstab gerne tragen ..."
"... mit ständiger Rücksicht auf Sokrates"
Installation der Ironie in der Moderne
Indirekte Mitteilung und allgemeine Verunsicherung
Der kategoriale Dualismus
Die Negation des Ästhetischen durch das Ethische
In der Sackgasse ästhetischer Verzweiflung
Von der ästhetischen zur existenziellen Verzweiflung
Diskussion: Aisthesis vs. Selbstbezüglichkeit?
Rehabilitation des Subjekts
Das Absolute als "Spur des Anderen"
Möglichkeiten und Grenzen aisthetischer Ethik
Für eine erotische Wahrheit.

André Leverkühn wurde 1974 in Prenzlau, Uckermark, geboren. Er studierte Theologie, Philosophie, Kirchenmusik und Gesellschaftswissenschaften in Friedensau, Braunschweig und Hamburg. An der Theologischen Hochschule Friedensau erwarb er 1998 den Magister Theologiae. Als erklärter Liturgiker arbeitet André Leverkühn über das Missale Romanum und das Book of Common Prayer. Derzeit promoviert er zum Verhältnis zwischen dem Ethischen, dem Ästhetischen und dem Religiösen bei Ludwig Wittgenstein an der University of Durham.

Kunz, Andreas: Aspekte der Entwicklung des persönlichen Musikgeschmacks, 1998

Friedensauer Schriftenreihe, Reihe C: Musik-Kirche-Kultur, Band 1, 1998.
Herausgegeben von Johann Gerhardt, Wolfgang Kabus, Horst F. Rolly, Udo Worschech
ISBN 3-631-33027-8

Musik spielt eine wichtige Rolle für die Persönlichkeitsentwicklung Jugendlicher. Insbesondere populäre Musik als Träger jugendkultureller Symbole ist bei der Identitätssuche kaum noch wegzudenken. Dennoch gibt es nur wenige wissenschaftlich abgesicherte Erkenntnisse über die zentrale Frage, wie und warum Musik für die Individuen persönlichkeitsprägend wirkt. Das Buch stellt bereits erarbeitete Theorien vor und diskutiert sie kritisch. Ferner werden anhand von fünf Personen Situationen der musikbezogenen Geschmacksbildung nachgezeichnet, indem die mit ihnen geführten Interviews transkribiert und inhaltsanalytisch ausgewertet werden. Diese qualitative Methode zeigt die Kontinuität des Musikgeschmacks von der pubertären zur postpubertären Phase und die unterschiedliche Ausprägung der Musikpräferenzen trotz vergleichbarer Status- und Generationseffekte.