Friedensauer Schriftenreihe A: Theologie

McIver, Robert: Mainstream or Marginal? The Matthean Community in Early Christianity, 2012

Friedensauer Schriftenreihe A: Theologie, Band 12, 2012.

This book constructs a profile of the Matthean Community by using insights from sociology and studies of oral and chirographic cultures, together with a careful investigation of the material unique to the Gospel of Matthew. A picture emerges of a self-regulating, independent community with the kind of strong self-definition and tension with its surrounding society characteristic of a sect. It had a high regard for law and practiced Sabbath-observance, as well as observing the distinction between clean and unclean foods. The community viewed its members as saved sinners who should conduct themselves in a manner appropriate to those who await the soon return of their Lord. Somewhat provocatively, this book argues that the Matthean Community was likely to be mainstream in early Christianity, not marginal.

Contents: Jewish Christianity – Prophets and Wandering Charismatics – Syrian Antioch – Trustworthy and Precarious Foundations – Methodological Challenges Facing Research – Orality and Gospel Traditions – Two-Sources Hypothesis – Community Standards of Behaviour – Basic Research Tool – Synoptic Comparison – Matthean Sondergut – Kingdom of Heaven – Leadership – Sabbath – Controversy with Judaism – End of the Age.

Robert K. McIver is Head of the School of Ministry and Theology, Avondale College, Cooranbong (Australia), and served as president of the Australia and New Zealand Association of Theological Schools from 2008 to 2011. He is the author of 5 published books, including Memory, Jesus, and the Synoptic Gospels.

Worschech, Udo: Ich will Ismael segnen. Gemeinsame Wurzeln in Christentum und Islam, 2011

Friedensauer Schriftenreihe A: Theologie, Band 11, 2011.
ISBN 978-3-631-60644-5 Hardcover

Die Auseinandersetzung mit dem Islam ist nicht nur ein politisch-gesellschaftliches Anliegen, sie betrifft in erster Linie die Theologie. Es geht nicht um Vordergründiges wie Kopftuch, Integration und Parallelgesellschaften, sondern um ein spirituelles Verstehen. Islam und Christentum können sich begegnen. Jedoch muss zunächst die Theologie begriffen werden. Politiker verzerren das Bild, wenn sie behaupten, in Europa gäbe es nur christlich-jüdische Wurzeln, die mit dem Islam nichts zu tun hätten. Diese grundfalsche Aussage bestätigt nur das Unwissen über den Islam, der ebenso christliche wie auch jüdische Wurzeln hat. Dies aufzuzeigen ist Inhalt dieses Werkes, das damit vor allem zur Diskussion zu einigen theologischen Positionen in Christentum und Islam anregen will.

Inhalt: Abraham, Isaak - und Ismael? Gilt Abrahams Segen auch dem Islam? – Die Suren al-‘Imran (Sure 3) und al-Ma‘edah (Sure 5) und die Verarbeitung christlicher und judenchristlicher Überlieferungen im Koran – Vorislamischer Monotheismus, die Hanifen und das Judenchristentum – Schöpfung und Fall des Menschen im Koran – Der Sabbat im Koran – Das Heiligtum des Islam, die Ka‘ba, und die heiligen Orte und das Heiligtum Israels – Jesus im Koran. Messias und Sohn der Maria – Endzeitlehren im Islam, koranische Eschatologie und Apokalyptik – Ebionitische Eschatologie und Mohammeds «eschatologisches Fieber».

Udo Worschech, geboren 1942, studierte am Newbold College und Canadian Union College (BA 1968); zwei Jahre Pastor in Canada (Beiseker/Calgary); Studium der Theologie, Judaistik und Islamwissenschaften sowie der Biblischen Archäologie an der Andrews University (USA); Promotion 1983 an der Universität Frankfurt am Main; seit 1972 Dozent am Theologischen Seminar Marienhöhe (Darmstadt); Lehraufträge an der Universität Frankfurt am Main (1984 bis 1990); Ausgrabungen in Tell Hesbān (Jordanien), Tell Māsōs (Israel); seit 1983 eigene archäologische Forschungen und Grabungen in Zentraljordanien; Ausgrabungen in el-Balu’ (Balua) seit 1986; seit 1993 Dozent an der Theologischen Hochschule Friedensau; Professur seit 1996 und Rektor der Theologischen Hochschule Friedensau (1996 bis 2007); Lehrstuhlinhaber für Altes Testament und Biblische Archäologie; Mitherausgeber der Beiträge zur Erforschung der antiken Moabitis (Ard El-Kerak); mehrere Publikationen zur Archäologie, alttestamentlichen Wissenschaft und Islamwissenschaft.

Fischer, Roland E.: Bildung im Gottesdienst. Die Bibelschule der Adventgemeinde, 2008

Friedensauer Schriftenreihe A: Theologie, Band 10, 2008.

Der Gottesdienst als Bildungsort, die Bibelschule als religiöse Bildungseinrichtung im adventistischen Gottesdienst? Welches pädagogische Verständnis steht hinter dieser Institution? In welchem Verhältnis steht sie zum gesamten Gottesdienst der Adventgemeinde? Diesen Fragen geht Roland E. Fischer in dieser Publikation nach, indem er zunächst das Bildungsverständnis der Siebenten-Tags-Adventisten untersucht. Außerdem wird die Bibelschule in ihrer Entstehung und Entwicklung dargestellt. Sie hat besonders in den letzten Jahrzehnten einen beträchtlichen pädagogischen Wandel erfahren. Um sie als eine Bildungseinrichtung im Gottesdienst zu begreifen, werden auch Theologie und Liturgie des adventistischen Gottesdienstes aufgezeigt. Die Bibelschule im Gottesdienst erweist sich als primärer Bildungsort in der Adventgemeinde.

Päschel, Dietmar: Vatikan und Shoa - Die Haltung des Heiligen Stuhls zu den Juden von der Zeit des Nationalsozialismus bis zum Heiligen Jahr 2000, 2007

Friedensauer Schriftenreihe A: Theologie, Band 9, 2007.

Die Shoa markierte eine Zäsur in der Haltung der römisch-katholischen Kirche zu den Juden. Von dem entfesselten Rassenwahn des Nationalsozialismus herausgefordert, geläng es während der Shoa unter den Päpsten Pius XI. und Pius XII. nur ansatzweise, die Sicht auf das Judentum theologisch zu reflektieren und eine Verurteilung der Judenverfolgung dogmatisch zu begründen. Nach dem Ende der Hitlerdiktatur läutete der Vatikan einen umfangreichen Prozess der Neubesinnung in der Haltung zu den Juden ein, dessen Höhepunkt die Erklärung "Nostra aetate" des Zweiten Vatikanischen Konzils bildete. Der Autor zeichnet die Entwicklungslinien bis zum Ende des 20. Jahrhunderts nach und deutet unter Bezug auf das ekklesiologische Selbstverständnis der römisch-katholischen Kirche die Probleme an, die den Weg der Versöhnung mit dem Judentum kennzeichnen.

Khiminets, Pavlo: Protestantismus in der Ukraine - Rolle und Stellung des Protestantismus im soziokulturellen Kontext der Geschichte der Ukraine, 2006

Friedensauer Schriftenreihe A: Theologie, Band 8, 2006. 268 Seiten. ISBN 3-631-55791-4, br. Euro 45,50

Die Ukraine, der nach Russland flächenmäßig zweitgrößte Staat Europas, ist mit ihren etwa 50 Millionen Einwohnern dem Westen nur wenig bekannt. Über weite Strecken seiner Geschichte stand das Land im Schatten der benachbarten Staaten Polen, Großlitauen und Russland. Abgesehen von einer kurzen geschichtlichen Episode besaßen die Urkrainer keinen eigenen Staat. Trotz der wechselhaften Geschichte gibt es eine eigene nationale Identität, zu der auch der ukrainische Protestantismus gehört. Diese Forschungsarbeit soll dazu beitragen, den Platz und die Rolle des Protestantismus in der sozialen und kulturellen Landschaft der ukrainischen Geschichte seit dem 16. Jahrhundert zu beschreiben und nach seiner Bedeutung für die Gegenwart zu fragen.

Pavlo Khiminets, geboren 1956 in der Ukraine; 1975 bis 1977 Pastorenausbildung in Nowosibirsk (Russland); 1985 bis 1989 Studium an der Theologischen Hochschule Friedensau; 1990 bis 1995 Studium an der Andrews University Michigan (USA); 2004 Promotion an der Theologischen Fakultät der Universität Heidelberg.

Oestreich, Bernhard (Hrsg.): Religion als gesellschaftliche Kraft - Interdisziplinäre Beiträge zu Religion und Gesellschaft, 2004

Friedensauer Schriftenreihe A: Theologie, Band 7, 2004. 202 Seiten. ISBN 3-631-53038-2, br. Euro 39,00

Die in diesem Band gesammelten Aufsätze gehen auf eine interdisziplinäre Ringvorlesung zurück, die die Theologische Hochschule Friedensau im Winter 2003 unter dem Thema Religion ist überall - einer gesellschaftlichen Kraft auf der Spur durchführte. Weithin galt Religion als überholt, als Anachronismus in einer modernen Welt. Die Handlungen der Menschen wurden allein als Folge rationalen Überlegens und sozialer und geschichtlicher Prozesse verstanden, nicht als Folge von Religion. Wird da eine Seite der Wirklichkeit ausgeblendet? Nicht nur die Schrecken religiös motivierten Terrors, sondern auch die Suche nach Sinn und ethische Verantwortlichkeit machen darauf aufmerksam, dass die Frage nach der Religion unverzichtbar ist. Ihr in ganz unterschiedlichen Gestalten modernen Lebens nachzugehen ist das Anliegen der Beiträge dieses Bandes.

Aus dem Inhalt:

Religion in Philosophie und Ethik

Dieter Leutert: "Rückkehr zur Religion? Die Gegenwartsphilosophie vor neuen Dimensionen"
Winfried Noack: "Religion als Privatsache"
André Leverkühn: "Is there 'a House for us from God'? Religion, Critique, and Final Intentions in the Emergence of the Only World"
Christian Wannenmacher: "Der ethische Raum. Die Gemeinschaft als Bedingung für die moralische Motivation Religion in Geschichte und Politik"
Thomas Domanyi: "Zum Einfluss reformatorischen Denkens auf das moderne Staatswesen"
Horst Friedrich Rolly: "Das Religiöse im Politischen und das Politische im Religiösen"

Religion in Gesellschaft und Kultur

Bernhard Suin de Boutemard: "Religion und Lebenswelten"
Steffi Protassow: "Schreiben - mit, neben, ohne Gott? Russische Autoren zwischen Gesellschaft und Religion"
Stefan Höschele: "Religion in Afrika: Reflexionen über eine wesentliche gesellschaftliche Kraft"
Edgar Voltmer: "Glaube macht krank - oder? Aspekte zum Zusammenhang zwischen Glaube, Religion und Gesundheit"

Zimmermann, Reiner: Evangelisch-katholische Fürstenfreundschaft - Korrespondenzen zwischen den Kurfürsten von Sachsen und den Herzögen von Bayern von 1513-1586, 2004

Friedensauer Schriftenreihe A: Theologie, Band 6, 2004. 181 Seiten, 5 Abb. ISBN 3-631-52854-X, br. Euro 39,00

Wie fast alle Fürstenfamilien, so waren auch die Häuser Wettin und Wittelsbach miteinander verwandt. Dass ausgerechnet im Jahrhundert der Reformation und beginnenden Gegenreformation die weltlichen Häupter der jeweils anderen Konfession Freunde wurden und blieben, verwundert. Mit Kurfürst August von Sachsen (1553-1586) und Herzog Albrecht V. von Bayern (1550-1579) kulminierte diese Freundschaft. Sie wurzelte in Vertrauen und Sympathie, wie der Briefwechsel deutlich werden lässt. Bei allen konfessionellen Unterschieden gab es genügend gemeinsame Glaubenseinsichten, die beide Regenten miteinander verbanden. In ihrer Verantwortung für das Reich sahen sie in der Erhaltung des Friedens ihre wichtigste Aufgabe. Zum Konfessionskrieg kam es erst eine Generation nach ihnen. Erstmalig werden nun diese Briefe veröffentlicht.

Reiner Zimmermann, 1933 in Chemnitz geboren; Studium am Theologischen Seminar Friedensau 1952-1956; weitere Studien an den Universitäten in Jena und München; Pastor in den Bezirken Halle und Magdeburg; Sekretär und Abteilungsleiter für Sachsen-Anhalt 1962-1969; Dozent für Kirchengeschichte und Pastoralpsychologie in Friedensau 1969-1985; 1985-1993 Pastor in München.

Machel, Edgar: Vergangenheit und Zukunft. Eine Gemeindewachstumsstudie des Westdeutschen Verbandes der Siebenten-Tags-Adventisten von 1945 - 1990, 2002

Friedensauer Schriftenreihe, Reihe A: Theologie, Band 5, 2002, 164 S. ISBN 3-631-39141-2

Die Veränderungen der Gesellschaft haben die Bedeutung und den Einfluss der Kirchen minimisiert. Nur wenige Gemeinschaften haben in den letzten 50 jahren in Deutschland Wachstum verzeichnen können, die meisten stagnieren oder verlieren kontinuierlich Mitglieder.

Edgar Machel versucht in seiner Studie die Ursachen in den gesellschaftlichen Veränderungen, aber auch in internen Organisationsstrukturen zu entdecken. Es wird der Frage nachgegangen, inwieweit theologische wie organisatorische Überlegungen innerhalb der Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten den Werdegang in Deutschland mit geprägt haben. Obwohl sich die Arbeit auf eine Denomination beschränkt, lassen sich im Vergleich zu anderen Freikirchen ähnliche Parallelen entdecken. Die gewonnenen Einsichten fordern Veränderung und zeigen Wege auf, wie Gemeindeaufbau im 21. Jahrhundert umgesetzt werden kann.

Edgar Machel, Jahrgang 1959, Studium der Theologie in Darmstadt, Berrien Springs und Pasadena, USA. 1993 Doctor of Ministry am Fuller Theological Seminary, anschließend als Pastor in Bremen tätig. Von 1997 bis 2007 Dozent für Gemeindeaufbau und Weltmission an der Theologischen Hochschule Friedensau.

Ninow, Friedbert: Indicators of Typology within the Old Testament: The Exodus Motif, 2001

Friedensauer Schriftenreihe, Reihe A: Theologie, Band 4, 2001. ISBN 3-631-37476-3, US-ISBN 0-8204-5365-X

This study seeks to ascertain whether there are indicators of typology within the Old Testament. Various elements that comprise biblical typology such as the historical aspect, divine design, prophetic aspect, Steigerung (intensification), and eschatology are traced in a number of texts that deal with the Exodus motif. Chapter 1 surveys the perception and the use of typology throughout the centuries up to the present. Chapter 2 seeks to establish the basic elements that are part of a biblical typology in passages that are directly linked to or describe the Exodus in the Pentateuch. Chapter 3 seeks to trace these elements throughout the prophetic writings that deal with the Exodus motif. This study concludes that there is, indeed, a type/anti-type relation that connects the Old with the New Testament which has various indicators already within the Old Testament.

Prof. Friedbert Ninow, born 1961 in Freiburg (Germany), studied at Darmstadt, Bracknell (England), and Berrien Springs, MI (USA). Since 1997 he has been teaching at the Theologische Hochschule Friedensau.

Pöhler, Rolf J.: Continuity and Change in Adventist Teaching. A Case Study in Doctrinal Development, 2000

Friedensauer Schriftenreihe: Reihe A: Theologie, Band 3, 2000, 380pp. ISBN 3-631-33200-9, US-ISBN

This book provides the first in-depth treatment of the problem of doctrinal development from a Seventh day Adventist perspective. The author investigates the extent, nature, and direction of Adventist doctrinal developments in the light of the religious background of the church and the sociological forces at work in it. He analyzes the response of the church to doctrinal adjustments and discusses Ellen White´s involvement in and conception of doctrinal change. The study concludes that Adventist teachings have been significantly affected by theological and hermeneutical developments under the impact of sociological forces that tended to move the church closer towards evangelical Protestantism. Ellen White, co-founder of the church, was personally involved in theological change; her concept of doctrinal development reflects a remarkable depth of insight and represents a well-balanced approach to the subject.

Contents: Adventist theology between tradition and renewal: a survey · Adventist conceptions of doctrinal development: an assessment · Prophetic authority and doctrinal change: an analysis.

Pöhler, Rolf J.: Continuity and Change in Christian Doctrine, 1999

Friedensauer Schriftenreihe, Reihe A: Theologie, Band 2, 1999. ISBN 3-361-33201-7

This book provides a scholarly and concise introductory treatment of the problem of doctrinal development. The author defines and delineates the problem, offers a historical-genetic survey of proposed solutions, and presents a systematic-typological analysis of possible responses to doctrinal change. The study concludes that doctrinal development involves complex theological and hermeneutical issues, that there are three fundamental approaches successively developed in history in response to the growing awareness of doctrinal change, and that the numerous theories of doctrinal development may be classified in three 'ideal' types representing the basic options available to the Christian church today. In the view of the author, a dialectic approach that is concerned for substantial continuity as well as authentic change can best avoid the twin dangers of doctrinaire immobilism and precipitate revisionism.

Oestreich, Bernhard: Metaphors and Similies for Yahweh in Hosea 14, 2-9 (1-8), 1998

Friedensauer Schriftenreihe, Reihe A: Theologie, Band 1. ISBN 3-631-33666-7

Compared with the effort to interpret Hosea 1-3, the final chapter has been rather neglected. Additionally, the variety of explanations of biblical images in Hosea 14 indicates a necessity to clarify the methods of their interpretation. The metaphors and similes of Hosea 14, 2-9 referring to Yahweh, healing, loving, dew, and tree, are investigated. They are interpreted on the background of their language conventions. Thereby the actual usage in Hosea with its twists, alterations, and reversals becomes obvious. The study demonstrates that Hosea's metaphors and similes are deeply rooted in Israelite language traditions. They are not to be interpreted as literal description of cultic experiences. All the metaphors for Yahweh in Hosea 14 are traditionally connected with kingship. They are used in such a way that they express an eschatological hope with Yahweh as Israel's king, however, without downgrading Yahweh's radical judgment.

Bernhard Oestreich, born 1949 in Erfurt (Germany), studied theology at Friedensau, Leipzig, Rostock, Halle (Saale) and Berrien Springs (USA). He served as a pastor of the Seventh-day Adventist Church from 1971 to 1977. He has taught at Theologische Hochschule Friedensau (former Theologisches Seminar Friedensau) since 1978.