Spes Christiana Beihefte / Monograph Series / Série Monographique

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George R. Knight: Philosophie und Pädagogik. Spes Christiana Beihefte, Band 7

2003, 290 Seiten. Preis: Euro 19,90 zzgl. Versandkosten.

Rezension von Ronald Strasdowsky:

Professor George Knight, ein Spezialist für Erziehungsphilosophie, wendet sich mit diesem Buch an Lehrerinnen und Lehrer, an Erzieher und Eltern und an diejenigen, die sich auf einen pädagogischen Beruf vorbereiten.

Die grundlegende Prämisse in diesem Buch ist die scheinbar selbstverständliche Aussage, dass man nicht ans Ziel kommt, wenn man nicht weiß, wohin man will. Diese Aussage führt in eine Erkundung von Zielen, diese wiederum zur Verbindung der Ziele mit Werten. Anders gesagt: Die Diskussion über pädagogische Ziele führt uns zu den Grundfragen der Philosophie.

Eine zweite Prämisse ist die deutlich erkennbare Verbindung von philosophischen Überzeugungen und der Erziehungspraxis. Diese Aussage impliziert, dass unserer pädagogischen Praxis einige philosophische Überzeugungen zu Grunde liegen. Es sind daher philosophische Überlegungen, die in besonderer Weise die praktischen Bereiche in der Pädagogik bestimmen: Lehrmethoden, Schwerpunkte im Lehrplan (Curriculum), die Rolle des Lehrers, die Funktion der Schule in der Zuordnung vom Status in der Gesellschaft und unsere Vorstellungen über das Wesen des Menschen.

Eine dritte Prämisse: Christliche Schulen müssen christlich sein im vollsten Sinne dieses Wortes. Diese Herausforderung kann nur gemeistert werden, wenn christliche Pädagogen ihre eigenen Glaubensgrundsätze in aller Klarheit verstehen und dabei auch wissen, wie diese Grundsätze in ihre pädagogische Planung und Praxis integriert werden, da sie nicht ohne Wirkung auf ihre Arbeit bleiben dürfen. Christliche Pädagogen erhalten Anregungen für ihre Aufgaben durch ein Studium der Ideen von traditionellen und zeitgenössischen Philosophen und Theoretikern, aber darüber hinaus sollten sie sich bemühen, eine eigene Erziehungsphilosophie zu entwickeln, die auf einer spezifisch christlichen Weltsicht aufgebaut ist.

In Nordamerika existieren zahlreiche Hochschulen, die Lehrer, Pastoren und Eltern auf ihre pädagogischen Aufgaben vorbereiten bzw. ausbilden und in mancherlei Hinsicht die Arbeit christlicher Privatschulen unterstützen. In diesem Zusammenhang sind viele wertvolle Bücher geschrieben worden, die zum Teil in den Fußnoten dieses Buches erwähnt werden. Neben Ansätzen, die man als evangelikal und sehr stark an der Bibel orientiert zusammenfassen könnte, sind eine Reihe von Autoren aufgeführt, die sich der christlichen Tradition verbunden fühlen, jedoch mehr von den Bedürfnissen und Erfahrungen junger Menschen ausgehen. Dazu gehören u. a. Thomas H. Groome und James Michael Lee.

„Philosophie und Pädagogik“ füllt eine Lücke im deutschsprachigen Büchermarkt. Diese Einführung in die Erziehungsphilosophie wird - so hoffe ich - dazu führen, dass das Profil christlicher Privatschulen noch deutlicher erkennbar wird.

Bernhard Oestreich (Hg.): Wahrheitsansprüche in einer pluralistischen Gesellschaft. Spes Christiana Beihefte,Band 6

2002, 103 Seiten. Preis: Euro 7,50 zzgl. Versandkosten.

  • Wahrheitsansprüche in der Philosophie
  • Der Wahrheitsbegriff in der philosophischen Diskussion heute: Ein Essay
  • Die Wahrheitsfrage in der Psychotherapie
  • Psychotherapie als Selbstfindung und Lebensorientierung:
  • Gesellschaftlicher Wandel und die Suche nach der eigenen Wahrheit
  • Gewalt im Alten Testament
  • Der Wahrheitsanspruch im ökumenischen Gespräch
  • Von Mission zu Dialog: Fortschritt oder Sackgasse

Bernhard Oestreich (Hg.): Apokalyptik und apokalyptisches Lebensgefühl. Spes Christiana Beihefte,Band 5

2001, 195 Seiten. Preis: Euro 9,50 zzgl. Versandkosten.

  • Anmerkungen zum Ursprung und Inhalt der biblischen Apokalyptik
  • Kein ewiger Himmel ohne Jüngstes Gericht? Biblische Apokalyptik und christliche Hoffnung
  • Christliche Eschatologie und deren Transformation in den säkularen Bereich
  • Vollendungsutopien im 19. Jahrhundert und die Adventbewegung
  • Der Weltuntergang im hinduistischen Weltbild
  • Gesellschaftliche Modernisierung und eschatologischer Vorbehalt:
  • Das Beispiel China
  • Globalisierung - Zeichen der Endzeit oder Randerscheinung der Geschichte
  • Endzeitangst als Stabilisierung des Selbst
  • Zur Bildersprache der Offenbarung des Johannes
  • Zur Frage der Ikonographie der zweiten und furchtgebietenden Ankunft Christi in der ostkirchlichen Tradition

Andreas Bochmann und Klaus van Treeck (Hg.): Ehescheidung und Wiederheirat: Ein pastoral-theologisches Symposium. Spes Christiana Beihefte, Band 4

416 Seiten. Preis: Euro 19,- zzgl. Versandkosten. Kostenloser Download als PDF

Christliche Idealvorstellungen von Ehe geraten unübersehbar in einen Konflikt mit der heutigen Realität von Beziehungen. Wie sollen und dürfen Christen, denen die Bibel Maßstab für ihre Werte ist, mit Scheidungen und Wiederheirat umgehen? Auf dem Symposium "Ehescheidung und Wiederheirat", durchgeführt von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im März 2000, wurden diese Themenbereiche aus pastoral-theologischer Sicht bearbeitet. Neben umfangreichen exegetischen Arbeiten und pastoraltheologischen Überlegungen boten die Referenten aus Deutschland und den USA praktische Hilfestellungen für den differenzierten Umgang mit dem Thema an. Diese Monographie, die die Vorträge der Referenten veröffentlicht und z.T. ergänzt, versteht sich als adventistischer Beitrag zu einer Diskussion innerhalb der christlichen Kirchen.

Horst Rolly und Matthias Dauenhauer (Hg.): Ethnische und religiöse Identität. Spes Christiana Beihefte,Band 3

2000, 208 Seiten. Preis: Euro 9,- zzgl. Versandkosten.

Dieses Beiheft aus der Reihe Spes Christiana entstand aufgrund der interdisziplinären Fachtagung über „religiöse und ethnische Identität“, die im Juni 1999 an der Theologischen Hochschule Friedensau stattfand. Im Rahmen dieser Fachtagung wurden u. a. Themen der „ethnischen Herkunft und Identität vs. religiöser Identität“ und „Stellung der ethnischen gegenüber der religiösen Zugehörigkeit“ analysiert und aufgearbeitet. Speziell für die beiden Fachbereiche der Theologischen Hochschule Friedensau – Theologie und Sozialwissenschaften – ist die Diskussion dieser Thematik von großem Forschungsinteresse, da die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, Träger der Theologischen Hochschule Friedensau, selbst von ethnischen und religiösen Konfliktkonstellationen betroffen ist. Inhalt dieser Veröffentlichung sind ausgewählte Beiträge von Ronald Lawson, Matthias Dauenhauer, Johann Gerhardt, Bernhard Oestreich, Horst Rolly, Tatjana Gütler und Horst Sebastian.

Alden Thompson: Inspiration: Knifflige Fragen – ehrliche Antworten. Spes Christiana Beihefte,Band 2

1998, 334 Seiten. Preis: Euro 9,- zzgl. Versandkosten. Kostenloser Download als PDF

Sind alle Aussagen der Bibel unmittelbar von Gott? Ist Gottes Wort menschlichen Begrenztheiten angepasst? Was ist mit offensichtlichen Widersprüchen und Ungereimtheiten? Kann genaues Lesen der Bibel den Glauben zerstören? Wie frei können wir die Heilige Schrift auslegen? Das Buch behandelt diese und ähnliche Fragen, die von Lesern der Bibel immer wieder gestellt werden. Dabei unterscheidet der Verfasser zwischen einer Verwendung der Bibel als Regelwerk mit unveränderlichen Geboten/Verboten und ihrem Gebrauch als Fallbeispielsammlung, die anhand von konkreten Fällen Einsichten für spätere Situationen liefert. Bei der Auslegung der Bibel kommt es darauf an, die unveränderlichen Prinzipien zu entdecken, die den Gesetzen und Erfahrungen der Bibel zugrunde liegen und sich auf unterschiedliche kulturelle Gegebenheiten anwenden lassen. Nicht der Buchstabe ist verbindlicher Maßstab, sondern das, was die Schreiber der Bibel - und letztlich Gott selbst - damit sagen wollten. Erst wenn wir die Aussageabsicht eines Textes verstanden haben, sind wir in der Lage, ihn auf unsere eigene Situation angemessen zu übertragen und anzuwenden.

Hans Heinz: Aufzurichten den Gehorsam des Glaubens: Ein Leitfaden zum Studium des Römerbriefs. Spes Christiana Beihefte,Band 1

1992, 124 Seiten. Preis: Euro 9,- zzgl. Versandkosten.

Der Römerbrief ist wohl der bedeutendste und bekannteste Brief des Völkerapostels. Von der Zeit der alten Kirche bis in unsere Tage ist er daher immer wieder neu ausgelegt worden und hat so eine Bedeutung erlangt, wie nur wenige Schriften des antiken Zeitalters. Seit der Reformation hat man ihn besonders als Kampfschrift gegen jede Art von Nomismus (Werk- und Gesetzesgerechtigkeit) verstanden. Neuere Ausleger wie P. Althaus, P. Stuhlmacher, U. Wilcken u.a. aber haben bei gleichzeitiger Würdigung dieser Erkenntnis zeigen können, dass im gleichen Maß wie Paulus jede Form von Nomismus zurückweist, er auch jeder Art von Antinomismus (Aufhebung des Gesetzes) eine kategorische Absage erteilt. Für den Apostel sind Glaube und Gehorsam untrennbar. Im Liebesgehorsam verwirklicht sich das neue Leben des Menschen, der mit seinem Glauben vor Gott gerecht gesprochen wurde. Dieser Gehorsam nimmt die Norm der Gebote Gottes, wie sie im Dekalog zum Ausdruck kommen, ernst und lebt sie in der Liebe aus. Dieser Position ist dieser Leitfaden verpflichtet. Er will deutlich machen, dass nach paulinischem Vorbild christliche Verkündigung immer zum Ziel haben muss, "den Gehorsam des Glaubens aufzurichten" (Röm 1,5).