Im Konzert: Welthits mit christlicher Botschaft?!
11. Okt.. 2026
Zum Studienjahresbeginn fand am Samstag, 10. Oktober 2026, ein abendliches Konzert in der Kapelle Friedensau mit den Künstlern »Feste Freunde« statt. Die drei »Festen Freunde«, das sind Mirjam Tuchscherer (Gesang), Martin Tuchscherer (Piano, Keyboard) und Vinzenz Wieg (Gitarre, Klarinette) aus Halle an der Saale – drei akademische Musiker mit einem ganz unterschiedlichen Bildungsweg (siehe unten). Nach Friedensau kamen sie zum ersten Mal. In ihrem Konzert »There Must Be More« interpretierten sie Welthits und zogen Vergleiche von der Musik zu Bibeltexten, die tatsächlich eine christliche Perspektive eröffneten. Bibelzitate aus dem Buch Hiob und der Offenbarung – vermutet man dies in einem Konzert mit Hits aus der Welt des Pop und des Musicals?! Das Konzert, benannt nach dem Freddie-Mercury-Song »There Must Be More«, war von großer Spielfreude und einer erstklassigen Darbietung an den Instrumenten und im Gesang bestimmt. Musik von Louis Armstrong, John Lennon, Paul McCartney, Tom Kelly und Leonard Bernstein ergänzten den Abend (Text und Fotos: Andrea Cramer).
Mirjam Tuchscherer (Gesang) studierte Geographie und Musik auf Lehramt an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, darauffolgend Konzert- und Oratoriengesang an der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik Halle. Nach dem Ersten Staatsexamen und dem Master of Music sammelte sie erste Erfahrungen in Forschung und Lehre in der Didaktik der Geographie und absolvierte anschließend ihr Referendariat mit dem Zweiten Staatsexamen. Es folgten mehrere Jahre der Berufstätigkeit als Gymnasiallehrerin für Geographie und Musik sowie die Mitarbeit in der Lehrplankommission für Geographie am Landesinstitut für Schulqualität Sachsen-Anhalt. Daneben war sie wiederholt als Dozentin in der Musikpädagogik der Martin-Luther-Universität sowie an der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik Halle tätig. Heute arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Didaktik der Geographie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Musikalisch absolviert sie klassische Konzerte als Solo-Sopranistin und in Ensembles, aber auch in der Popularmusik und im Worship.
Vinzenz Wieg (Gitarre) übernahm schon mit 15 Jahren in einer lokalen Klezmer-Band den frei gewordenen Platz an der Klarinette. Kurz darauf entdeckte er durch einen Freund die Gitarre – und gründete mit ihm eine Blues-Rock-Band; später weitere Bands mit Musik zwischen Hip-Hop, Funk, Soul und elektronisch-analoger, schweiß- und jazzgetränkter Clubmusik. Sein Studium der Jazzgitarre und Klarinette führte ihn nach Leipzig und Brüssel. Dort arbeitete er zunehmend auch am Stadt- und Theaterbereich und entdeckte seine Begeisterung für die Verbindung von Musik und darstellendem Spiel auf der Bühne. Erfahrungen in freier Improvisation sammelte er unter anderem im Orchester unter Frank Köllges sowie in der langjährigen Zusammenarbeit mit dem Komponisten und damaligen Leipziger Schauspielmusikdirektor Thomas Hertel. Seitdem ist er immer wieder mit Freude an verschiedenen deutschen Bühnen tätig. Ein weiterer Schwerpunkt ist die jiddische Musik. In Konzerten und Workshops, unter anderem beim Yiddish Summer Weimar, vertiefte er seine Kenntnisse bei Persönlichkeiten wie Alan Bern, Joshua Horowitz, Christian Dawid und Joel Rubin. Mit der STÜBAphilharmonie stand Vinzenz Wieg außerdem bereits mit deutschen Musikern wie Clueso, Max Herre, Max Prosa und Freunde auf der Bühne.
Martin Tuchscherer (Piano/Keyboard) studierte Kirchenmusik und Musik auf Lehramt für Gymnasien an der Martin-Luther-Universität und der evangelischen Hochschule für Kirchenmusik in Halle, an das sich ein Masterstudium für Chor- und Orchesterleitung an der Kirchenmusikhochschule (KMD Prof. W. Kupke) anschloss. Aufgewachsen im musikalisch reichen Erzgebirge, hatte er seine ersten musikalischen Begegnungen in Kinder- und Jugendchören der landeskirchlichen Gemeinschaft und der örtlichen Kirchgemeinde. Mit sechs Jahren erhielt er seinen ersten Klavierunterricht, der mit vierzehn Jahren durch den Orgelunterricht ergänzt wurde. Seit 2013 leitet er selbsttätig unterschiedliche Gemeinde- und Projektchöre, Orchester, Bands und Projekt-Ensemble verschiedener Stilrichtungen. Im Jahr 2016 übernahm er die künstlerische Leitung des Kammerchores CantART e.V. An der Martin-Luther-Universität arbeitet er seit 2017 als Dozent für Liedbegleitung, Improvisation und Bandarbeit. Des Weiteren ist er als Musikreferent des Gemeinschaftsverbands Sachsen-Anhalt e.V. für verschiedene Chöre, Bands und Instrumentalgruppen im Landesverband Sachsen-Anhalt verantwortlich, leitet Freizeiten und ist maßgeblich für Großveranstaltungen mitverantwortlich. In Workshops und Seminaren gibt er gern sein Wissen an Interessierte Musikerinnen und Musiker und Ensemble-Leiter weiter. Seine Konzerttätigkeit als Organist, Pianist, Band- und Chorleiter führte ihn von der Insel Rügen bis ins Voralpenland. Vom Singen im Seniorenheim bis zum Chorsymphonischen Werk oder Rock-Pop-Konzert ist es ihm immer eine Freude, Menschen mit Musik zum Lachen, Nachdenken und manchmal auch Weinen zu bringen.


