Foto Daniel Heinz, Ph.D.

Daniel Heinz, Ph.D.

Historisches Archiv der Siebenten-Tags-Adventisten

Daniel Heinz, Ph.D.
Ph.D. (USA)
Historisches Archiv der Siebenten-Tags-Adventisten

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Vita

Daniel Heinz – Archivar und Historiograph der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa

Eine Schwäche der eschatologisch ausgerichteten Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten mag sich darin äußern, das Wissen über die eigene Geschichte und den Aufbau von Archiven, die dieses Wissen dokumentieren, als eher nebensächlich zu betrachten. Unter der Devise „Jesus kommt bald!“ werden Evangelisation, Mission und karitativer Einsatz in den Mittelpunkt gerückt. Das ist auch gut und richtig so, geht es doch nach adventistischem Verständnis vor allem darum, Menschen auf die Wiederkehr Christi hinzuweisen und vorzubereiten. Adventgemeinde als Gemeinde der Hoffnung! Diesem „Credo“ verpflichtet, darf jedoch nicht der Eindruck entstehen, als würde dieser „Blick nach vorne“, die „Endzeitperspektive“, die Beschäftigung mit der eigenen Vergangenheit als obsolet erscheinen lassen. Geschichte wäre dann höchstens ein frommer, schöngeistiger Zeitvertreib, aber mehr auch nicht. Und Archive, um es einmal sarkastisch auszudrücken, wären dann Orte, wo Geschichte „entsorgt“ und „eingeschläfert“ wird. Eine wahrhaft traurige Vorstellung! Die Übertreibung entspricht nicht der Wirklichkeit. Doch Geschichtsvergessenheit und Geschichtsabkehr sind tatsächlich heute weitverbreitet. In der Theologie mag sie darin gründen, dass man gegenwärtig lieber den Trends der Zeit nacheifert, um sich als Kirche ein modernes und zeitgemäßes Gesicht zu verleihen. Der Blick in die religiöse Landschaft zeigt jedoch, dass Kirchen sich selbst entkernen, wenn sie sich zu sehr den Strömungen der Zeit anverwandeln. Bei all dem wird übersehen, dass gerade das ‚Woher‘ den Blick für das ‚Wohin‘ zu schärfen vermag – ja, Zukunft braucht Herkunft! Ich benötige die Geschichte, um die Gegenwart besser zu verstehen und meinen eigenen Platz in der Gesellschaft und vor allem im Leben der christlichen Gemeinde zu finden. Der religiöse Identitätsverlust, der uns hier beschäftigt, hervorgerufen durch Unkenntnis oder Vernachlässigung der Kirchengeschichte und Theologie – freilich sind dafür noch andere Ursachen auszumachen –, führt unweigerlich zu Krisen und Konflikten, die den persönlichen Glauben und das Vertrauen in die Leitung der Kirche erschüttern können.[1]

Daniel Heinz hat als Theologe und Historiker diese Gefahr erkannt und zeitlebens auf die innere Verunsicherung der Gemeinde hingewiesen, die ihre missionarische Tradition, wie sie sich vorbildhaft in der Geschichte herausgebildet hat, vergisst oder gar unter dem Einfluss des Zeitgeistes verleugnet. Eine Gemeinde, so sein Anliegen in Verkündigung, Unterricht und Forschung, kann nur dann wachsen, wenn sie feste historische Wurzeln hat und ein theologisch klar konturiertes Profil, das sich ausschließlich am Wort Gottes orientiert. Dieser Gedanke könnte als Motto über seiner Lebensarbeit stehen.

Als Theologe eher apologetisch und bewahrend gestimmt, pflegte Heinz in der Begegnung mit seinen Zeitgenossen eine flexible, unkonventionelle und menschenzugewandte Umgangsweise. Seine vielen Forschungsreisen führten ihn – abgesehen von ganz Europa – nach Nord- und Südamerika, nach Afrika, in die Ukraine, in die Türkei, nach Armenien, Russland und Mittelasien, wo er der komplexen adventistischen Vergangenheit, die in manchen Landesteilen und Regionen ein noch unbekanntes und unerforschtes „Terrain“ darstellte, in ihren großen und verzweigten Linien nachspürte – so z. B. durch gezielte Erkundigungen und Nachfragen in bestimmten Gebieten zu Expansion, Mission oder Migration bis hin zur Erfassung von lokal begrenzten Gemeindechroniken, Einzelschicksalen von Gemeindegliedern, Missionaren und Pastoren und zur Lokalisierung von in Vergessenheit geratenen oder zweckentfremdeten adventistischen Kirchengebäuden und Friedhöfen aus verschiedenen Zeiträumen.[2] In der Ethnologie werden solche Reisen gerne als „Feldforschungsreisen“ beschrieben, wiewohl diese Bezeichnung für die Reisen von Daniel Heinz zu hoch gegriffen ist. Für ihn war es aber wichtig, adventistische Geschichte immer im Kontext der jeweiligen Kultur, konkret in Verbindung mit Raum, Ort und Zeit und im Austausch und in der Auseinandersetzung mit dem jeweiligen gesellschaftlichen Umfeld zu verstehen („Relevanz vor Ort“).[3] Viele Fragen tun sich dabei auf: Wie konnte sich eine kleine protestantische Freikirche nordamerikanischen Ursprungs auf dem traditionsreichen und religiös konservativen europäischen Boden „verwurzeln“? Welche Methoden und Strategien des Überlebens und der „Inkulturation“ wurden angewandt, um in einem vornehmlich feindlich gestimmten Umfeld zum Wachstum zu gelangen? Welche staatskirchlichen und politischen Umwälzungen in den jeweiligen Ländern des Kontinents begrenzten oder begünstigten die adventistische Mission? Warum verlief die adventistische Mission in manchen Ländern Europas in Städten erfolgreicher als auf dem Land und umgekehrt? Wie überlebte der Adventismus Unterdrückung und Verfolgung während europäischer Gewaltherrschaften? Wie war es möglich, eine Vision für Weltmission zu entwickeln, die dem Adventismus in Europa und darüber hinaus eine besondere Dynamik verlieh? Europäische Adventisten schufen ein Missionsmodell, das nicht nur in Europa, sondern auch in Afrika, in Südamerika und im Vorderen und Mittleren Osten umgesetzt wurde und von Erfolg gekrönt war. Wie lässt sich dieser frühe Erfolg für die Regelgestalt einer stagnierenden Gemeinde in einer säkularen Gesellschaft heute fruchtbar machen? Um Antworten auf die vielen Fragen zu erhalten, werden nicht nur schriftliche Quellen analysiert, sondern auch Interviews und „Oral History“ methodisch eingesetzt.

Ein Überblick über das Wirken von Daniel Heinz eröffnet interessante, vielleicht in manchen Fällen noch wenig beachtete religionsgeographische, soziologische, volkskundliche und juristische Aspekte und Perspektiven, die für das Studium der adventistischen Geschichte in den verschiedenen Ländern Europas aufschlussreich sind.

[1] Vgl. Daniel Heinz, Gedächtnis und Schatzkammer – Das Historische Archiv der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa, in: Adventisten heute,  (2015) Nr. 5, S. 21.

[2] In Armenien beispielsweise entdeckte Daniel Heinz in dem abgelegenen Gebirgsdorf Basartschaj die baulichen Überreste des ältesten adventistischen Kirchengebäudes aus Stein (1908) im zaristischen Russland. Der Torbogen dieser ehemaligen Kirche, deren adventistische Mitglieder aus dem Molokanentum stammten, mit der russischen Inschrift für „Gebetshaus“ und der Abbildung einer Menora (siebenarmiger Leuchter), wie sie für die am Alten Testament orientierten, judaisierenden und sabbathaltenden Molokanen typisch war, blieb erhalten und steht heute als Ausstellungsstück im Vorgarten des adventistischen Missionshauses in Jerewan. Ebenso wurden noch einige wenige Grabsteine adventistischer Gemeindeglieder mit eingeritzten Menorazeichnungen im Dorf entdeckt. Auch sie zeigen, dass gewisse judaisierende Vorstellungen aus dem Molokanentum selbst bei adventistischen Konvertiten überlebt haben.

In den Südpare-Bergen Tansanias, wo die deutschen Missionare in Anlehnung an Friedensau 1903 die Missionsstation „Friedensthal“ (heute Myamba-Giti) gegründet hatten, lokalisierte Daniel Heinz die Gräber von verschiedenen Missionaren, die dort in Vergessenheit geraten waren. Die Gräber werden heute wieder vorbildlich gepflegt. (Vgl. Daniel Heinz: Auf den Spuren der Pioniere. Adventmission in Ostafrika. In: Adventecho, (1993) Nr. 2, S. 13–14). In Kihurio, am Fuß der Südpare-Berge, wo sich die Missionsglocke aus Deutschland mit deutscher Beschriftung aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg erhalten hat (siehe Daniel Heinz: Die alte Glocke von Kihurio, in: Rosette. Mitteilungsblatt der Theologischen Hochschule Friedensau, (1998) Nr. 3, S. 5) und immer noch den Sabbat einläutet, folgte Daniel Heinz den Spuren des adventistischen Missionars und Sprachforschers Ernst Kotz (1887–1944), der das Kipare durch Übersetzung des Neuen Testaments in diese Sprache und durch Schaffung einer eigenen „Grammatik“ zu einer Schriftsprache erhoben und damit einen beachtlichen Beitrag zur Kultur Ostafrikas geleistet hat. Siehe dazu Daniel Heinz, Art.: Kotz, Ernst (1887–1944), in: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon/BBKL, 15. Bd., 1999, 797–799.

Gegenwärtig versucht Daniel Heinz in Zusammenarbeit mit dem bekannten Afrikanisten Prof. Dr. Karsten Legère im Rahmen eines Projektes zur Restitution und Reproduktion von alten Texten in Frakturschrift, die in der deutschen Kolonialzeit entstanden sind, die anthropologische Studie von Kotz Im Banne der Furcht: Sitten und Gebräuche der Wapare in Ostafrika (1922) neu herauszubringen. Der deutschsprachige Text des Buches, der zwischen 1905 und 1917 entstanden ist, wird dabei in das Kiswahili übertragen, damit er im Ursprungsland gelesen werden kann. Die Gebräuche und Lebensformen der Wapare, ja selbst ihre Sprache drohen im modernen Tansania in Vergessenheit zu geraten. Die Studie von Kotz in Kiswahili mit entsprechenden Annotationen könnte dazu beitragen, den Wapare von heute das Wissen über ihre Geschichte und Kultur während der deutschen Kolonialzeit zurückzugeben. Zur Realisierung dieses Projekts werden noch finanzielle Mittel gesucht. Siehe Karsten Legère: Geschichte zurückgeben, in: E+Z Entwicklung und Zusammenarbeit, (2024) Nr. 5, S. 13.

Durch Reisen in die Türkei, in den Libanon und die USA rekonstruierte Daniel Heinz die Verfolgung- und Vernichtungsgeschichte der armenischen Adventisten im Osmanischen Reich und würdigte dabei den Einsatz und die Leiden des großen armenischen Schriftstellers und Lyrikers Diran Tcherakian (1875–1921; auch Chrakian oder Tcharakian), der in Konstantinopel gelebt hatte und Adventist gewesen war, eine Tatsache, die in der offiziellen Geschichtsdarstellung des Landes bis heute verschwiegen wird. Ein Ausstellungsraum im Staatlichen Museum in Jerewan ist seinem literarischen Schaffen gewidmet. (Siehe Daniel Heinz: Christusbekenner unter Halbmond, Sowjetstern und Hakenkreuz. Adventistische Märtyrerschicksale im 20. Jahrhundert, in: Adventecho, (2006) Nr. 11, S. 24–25). Von 350 Gemeindegliedern in der Türkei im Jahr 1914 verloren über 250 in den darauffolgenden Jahren ihr Leben. Siehe dazu Daniel Heinz: Adventisten im Osmanischen Reich – Ein Fallbeispiel für islamische Intoleranz. In: ‚For You have Strengthened Me‘. Biblical and Theological Studies in Honor of Gerhard Pfandl in Celebration of His Sixty-Fifth Birthday, hrsg. von Martin Pröbstle, St. Peter am Hart: Seminar Bogenhofen, 2007, S. 453–478; ders., While Justice Lingers. A Nearly Forgotten Story of Armenian Adventists, in: Adventist Review, Nr. 26, Dezember 2015, S. 27–30.

[3] Siehe dazu Daniel Heinz und Werner Lange (Hrsg.), Adventhoffnung für Deutschland. Die Mission der Siebenten-Tags-Adventisten von Conradi bis heute, Lüneburg: Advent-Verlag, 2014, besonders S. 11–42 und 263–270; Daniel Heinz, Ludwig Richard Conradi. Missionar, Evangelist und Organisator der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa, Frankfurt/M., Berlin, Wien: Peter Lang, 1998 (3. Aufl.), S. 115–122; ders., L. R. Conradis missionarischer Durchbruch: Ein Modell für die Zukunft? In: Die Adventisten und Hamburg. Von der Ortsgemeinde zur internationalen Bewegung, hrsg. von Baldur Ed. Pfeiffer et al., Frankfurt/M., Bern, New York: Peter Lang, 1992, S. 146–161.

Icon PlusBiografische Stationen, Studium und beruflicher Werdegang

Daniel Heinz wurde am 19. August 1957 in Wien geboren. Fremde Sprachen und Kulturen waren ihm von Kindheit an vertraut. Der Vater Österreicher mit mährisch-schlesischen Vorfahren, die Mutter – Louisette Urbano – mit italienischen Wurzeln in Frankreich geboren und mehrsprachig aufgewachsen, erlernte Daniel Heinz – und vergaß leider wieder auch – das von den Großeltern mütterlicherseits gesprochene Friaulisch oder Furlanisch, eine uralte romanische Sprache, die heute noch in der norditalienischen Region Friaul-Julisch-Venetien verbreitet ist, wo er als Kind viele Sommermonate verbrachte. Kindheit und Jugend sind jedoch mit dem Innviertel eng verbunden, dem an Niederbayern grenzenden Landstrich am Inn-Fluss in Oberösterreich. Daniel Heinz besuchte dort die Volksschule in St. Peter am Hart und das Realgymnasium (Neusprachlicher Zweig) in Braunau am Inn. Nach der Reifeprüfung (1975) und einem kurzen „Schnupperstudium“ an der Universität Salzburg (Jura, Philosophie) begann er seine theologische Ausbildung am Seminar Schloss Bogenhofen (Oberösterreich), wo er von seinem Vater Hans Heinz (1930–2021), der an dieser Institution als Theologielehrer wirkte, nachhaltig geprägt wurde.[4] 1978 setzte er seine Studien an der US-amerikanischen Andrews University (Michigan) fort und erwarb dort 1979 den Bachelor-Grad („B.A. in Religion“) und 1981 den Grad „Master of Arts“ („M.A. in Religion“) mit einer Diplomarbeit über „Tod, Unsterblichkeit und Auferstehung in Karl Barths ‚Kirchlicher Dogmatik‘“. Daniel Heinz schrieb die Arbeit unter der fachkundigen Leitung von Prof. Dr. Hans K. LaRondelle, einem Holländer und Schüler Gerrit C. Berkouwers, selbst ein bekannter Theologe und Kritiker Karl Barths.[5]

Nach der Graduation wirkte Daniel Heinz vorübergehend als Lehrer und Heimleiter am Seminar Bogenhofen (1981–1982), anschließend als Pastor und Jugendseelsorger der Adventgemeinde in Wien (1983–1985). In dieser Zeit besuchte er Vorlesungen von Prof. Dr. Peter F.  Barton an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien über die Geschichte des Protestantismus in Mittel- und Osteuropa. Prof. Barton ermutigte Daniel Heinz, ein Promotionsstudium an der Wiener evangelisch-theologischen Fakultät aufzunehmen – „sub conditione evangelicae veritatis“.[6] Dafür wolle er „mit Kirchenjuristen und Hochschulbürokraten ein Sträußchen ausfechten“, so seine humorvoll gemeinte Ansage. Barton kannte die Adventisten kaum und war als evangelischer „Diasporaspezialist“ neugierig auf die Geschichte und Überlebensstrategie einer kleinen Freikirche im katholischen Raum. Da jedoch die adventistische Kirchenleitung Daniel Heinz großzügigerweise ein Stipendium für ein Promotionsstudium an der Andrews University (USA) anbot, war die Entscheidung gefallen. Von 1985 bis 1989 verblieb Daniel Heinz zum Studium an der Andrews University, wo ihm 1991 „in absentia“ der Grad „Doctor of Philosophy“ (Ph.D. mit dem Schwerpunkt Kirchengeschichte und Adventismus-Studien) verliehen wurde. Die Dissertation trug den Titel: „Church, Sect, and Government Control. A History of Seventh-day Adventists in Austria, 1890–1975“. Sie wurde 1993 veröffentlicht (Church, State, and Religious Dissent. A History of Seventh-day Adventists in Austria, 1890–1975. Frankfurt/M.: Peter Lang). Prof. Barton, mit dem Daniel Heinz freundschaftlich verbunden blieb, rezensierte die Arbeit: „Das methodisch gekonnte, übersichtlich aufgebaute Werk stellt eine gute Einführung in die Geschichte einer kleinen – den großen Kirchen weithin fremden – Religionsgemeinschaft im Kontext eines größeren kirchenhistorischen Rahmens dar, wobei der Verfasser seiner theologischen Grundposition durchaus treu bleibt.“[7]

Von 1989 bis 1997 lehrte Daniel Heinz am Theologischen Seminar Schloss Bogenhofen im Bereich der Systematischen Theologie und der Kirchengeschichte. Als Dekan des Theologischen Seminars (1989–1995) führte sein akademisches Bemühen offiziell zur internationalen Anerkennung der Institution als „Senior College“ (1997) mit Berechtigung zur Vergabe eines theologischen Abschlussdiploms auf Bakkalaureatsebene. Das Diplom berechtigte weiterhin zum vollzeitlichen Dienst als Pastor oder als Pastorin der Freikirche in Österreich und in der Schweiz. Daneben übernahm Daniel Heinz auch selbst seelsorgerliche, kirchliche und gemeindeorientierte Aufgaben, nachdem er bereits 1989 zum Pastor ordiniert worden war.

1997 erfolgte der Ruf an die Theologische Hochschule Friedensau bei Magdeburg. Daniel Heinz wurde von der teilkontinentalen Kirchenleitung in der Schweiz (Intereuropäische Division, Bern) beauftragt, ein kirchliches Zentralarchiv für Europa in Friedensau einzurichten, das auch den Anforderungen einer Hochschule gerecht werden sollte. Nun konnte Daniel Heinz die Erforschung der adventistischen Geschichte in Europa auf Grundlage eines neu einzurichtenden Archivs vertiefen. Dieses neue Archiv in Friedensau vereinte die Bestände des bereits 1982 durch Dr. Baldur Ed. Pfeiffer am Seminar Marienhöhe (Darmstadt) eingerichteten Archivs mit den historischen Dokumenten, die von Wolfgang Hartlapp in Friedensau gesammelt worden waren, und baute die Sammlung weiter aus. Beiden Historikern, Wolfgang Hartlapp und Baldur Pfeiffer, die für die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland archivische Pionierarbeit geleistet haben, ist das Friedensauer Zentralarchiv zu großem Dank verpflichtet.[8] Noch kurz zur Erinnerung: Im Gefolge der Wiedervereinigung wurde die theologische Ausbildung der Adventisten von Westdeutschland (Darmstadt-Marienhöhe) nach Friedensau verlegt, wo das Theologische Seminar als älteste Ausbildungsstätte der Adventisten in Europa 1990 die staatliche Anerkennung als Theologische Hochschule in privater Trägerschaft erlangt hatte. Damit war in Friedensau mit dem weiträumigen Hochschulcampus auch ein idealer Standort für das neue Zentralarchiv gefunden.

So gelang es in den folgenden Jahren mit dem Archiv in Friedensau, die Erforschung der adventistischen Geschichte in Europa, die in der Vergangenheit vielfach von Hobbyhistorikern und Gemeindechronisten betrieben wurde, in akademisch vergleichbare Bahnen zu lenken und dem Forschenden ein gewisses Maß an Methodik und „handwerklicher“ Solidität in der historischen Darstellung abzuverlangen. Wiewohl die Geschichte des Adventismus in Europa bis heute in vielen Bereichen eine „terra incognita“ darstellt, wird sie zunehmend als vollwertiges Forschungsfeld auf dem Gebiet der Konfessionskunde und der Religions- und Kirchengeschichte wahrgenommen („Adventismus-Studien“) und als Fach mit klarem wissenschaftlichem Profil im Unterricht verankert. In den USA ist diese Disziplin unter der Bezeichnung „Adventist Studies“ im Hochschulbetrieb längst etabliert.

[4] Vgl. Daniel Heinz, Bibelglaube und Bekenntnistreue – Hans Heinz zum 70. Geburtstag, in: Dein Heil bin ich. Gesammelte Aufsätze zu Rechtfertigung, Heiligung und Vollendung. Festgabe für Hans Heinz, hrsg. von Daniel Heinz, Frankfurt/M., Berlin, New York: Peter Lang, 2000, S. 205–223. Vater und Sohn veröffentlichten später gemeinsam einige Bücher und Artikel.

[5] Hans K. LaRondelle blieb für Daniel Heinz auch in späteren Jahren ein theologischer Ratgeber und Freund, dem er – zusammen mit J. Moskala und P. v. Bemmelen – im Jahr 2009 eine Festschrift widmete: Christ, Salvation, and the Eschaton – Essays in Honor of Hans K. LaRondelle, Berrien Springs, MI (USA), Andrews University Press.

[6] Das konnte als großes Entgegenkommen gewertet werden, da zu dieser Zeit aufgrund der „Konfessionsklausel“ in der Regel nur Studierende der eigenen evangelisch-lutherischen bzw. reformierten Kirche in Österreich zum Promotionsstudium zugelassen wurden. Die gleiche Regelung galt grundsätzlich auch für katholische Fakultäten. In seiner späteren Autobiographie erwähnte der renommierte Kirchenhistoriker die Begegnung mit dem jungen adventistischen Pastor und schilderte sein Bemühen, Angehörige der Freikirchen und anderer Konfessionen „wissenschaftlich wie menschlich fair“ zu behandeln. Wichtig war ihm dabei allerdings, dass diese Studierenden kein fundamentalistisches Inspirationsverständnis im hermeneutischen Umgang mit der Heiligen Schrift pflegten. Siehe Peter F. Barton, Versuchter Brückenschlag, Wien: Evangelischer Presseverband, 2005, S. 188.

[7] Theologische Literaturzeitung, 120. Jg., 1995, Nr. 10, S. 914 f.

Icon PlusZiele und Aufgaben des Archivs

Das Friedensauer Zentralarchiv (Historisches Archiv der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa, Sitz Friedensau) präsentiert sich heute als zweitgrößtes Archiv der adventistischen Weltkirche und verfügt als Ergebnis jahrelanger intensiver Such- und Sammelarbeit im In- und Ausland über umfangreiche Aktenbestände, die schwerpunktmäßig die Geschichte und Mission des Adventismus in Mittel-, Südost- und Osteuropa, im Nahen und Mittleren Osten sowie in Nord-, Zentral- und Ostafrika – sofern diese Regionen von der europäischen Kirchenleitung (Hamburg, später Bern) betreut wurden – dokumentieren. Besonders erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang die Russland-Sammlung, die in den Jahren von 1985 bis 2020 von Daniel Heinz unter großem persönlichen Einsatz und mit eigenen finanziellen Mitteln aufgebaut wurde und eine weltweit einmalige Zusammenstellung repräsentativer Dokumente zur Geschichte der Siebenten-Tags-Adventisten im zaristischen Russland und in der Sowjetunion aufweist. Ein Ergebnis dieser Arbeit stellt die gerade erst vollendete Dokumentation der Protokolle und Urkunden der All-Räte Bundes-Union (VSASD) dar, der kirchlichen Organisation der Adventisten in der Sowjetunion, die von Heinrich J. Löbsack geleitet wurde. Die historisch bedeutsamen Schriftstücke stammen aus der Zeit zwischen den Weltkriegen und galten viele Jahre als verschollen oder nicht zugänglich. Sie wurden von verschiedenen Personen der Freikirche während der kommunistischen Gewaltherrschaft verborgen, und es war viel Geduld und Zeit erforderlich, um die verstreuten Dokumente und Aktenbestände zusammenzuführen.[9]

Als konfessionelles Archiv und zentrale Gedächtnisinstitution möchte die Einrichtung zunächst identitätsstiftend das eigene historische und theologische Erbe bewahren. Darüber hinaus sucht sie als „Forschungswerkstatt“ und als Stätte der Begegnung Wege des interkonfessionellen Dialogs, um religiöse Vorurteile und Missverständnisse abzubauen und Impulse für gegenseitiges Verstehen zu setzen. Der wissenschaftlichen Auswertung und didaktischen Aufbereitung dient eine wissenschaftlichen Buchreihe, die von Baldur Ed. Pfeiffer durch den Peter Lang Verlag (Adventistica: Schriftenreihe des Historischen Archivs der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa) gegründet wurde und von Daniel Heinz als Herausgeber seit 1997 fortgeführt wird (derzeit 13 Bände). Neben der Archivleitung hielt Daniel Heinz seit 1997 auch Vorlesungen und Seminare zur Kirchen- und Missionsgeschichte an der Theologischen Hochschule Friedensau, in denen Studentinnen und Studenten aufgefordert waren, durch eigenständiges Forschen im Archiv schriftliche Arbeiten zu erstellen. So konnten sie sich mit frühen Dokumenten und Schriftstücken der Freikirche aus einer Zeit vertraut machen, in der die Gemeinden von Dynamik und Wachstum geprägt waren, in der Hoffnung, dass der „missionarische Funke“ beim Studium dieser Quellen in die Gegenwart überspringen und zu Aktion und Glaubenszeugnis anstiften möge. Darüber hinaus konnten Studierende der Theologischen Hochschule Friedensau sowie Archivbesucher auch aus anderen Kirchen des In- und Auslandes im Archiv wissenschaftliche Hilfe in der Planung und Abfassung von Diplomarbeiten bis hin zu Dissertationen erfahren.[10] Die Erforschung der Geschichte des Adventismus in Europa auf institutioneller Basis im Rahmen einer fachlichen Begleitung und inhaltlichen Beurteilung durch das Archiv stellte eine vorrangige Aufgabe dar. Gebotene historische Distanz, Quellenkritik, aber auch das Eingeständnis subjektiver Wertung aufgrund einer vorgegebenen weltanschaulichen oder konfessionellen Prägung sind dabei unverzichtbar.

Seit 2008 befindet sich das Zentralarchiv direkt in dem neu erbauten Bibliothekskomplex der Theologischen Hochschule Friedensau. Diese „nachbarschaftliche“ Koexistenz mit der Hochschulbibliothek, die auch die „Freikirchenbibliothek“ des interkonfessionellen „Vereins für Freikirchenforschung“ beherbergt, vereinfacht das gemeinsame Forschen und Lernen an einem Ort.

[9] Die zur Veröffentlichung bestimmte Sammlung trägt den Titel: Siebenten-Tags-Adventisten in der Sowjetunion (UdSSR): Dokumente der All-Räte Bundes-Union (VSASD). Ein Quellenbuch, 1919 – 1938 und umfasst zwei Bände mit zusammen über 1500 Seiten.

[10] Siehe dazu Daniel Heinz, Zukunft braucht Herkunft. Das Historische Archiv der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa, in: Geschichte – Gesellschaft – Gerechtigkeit. Festschrift für Baldur Pfeiffer, hrsg. von Stefan Höschele und Johannes Hartlapp, Berlin: Frank & Timme, 2007, S. 41–50.

Icon PlusForschungsschwerpunkte und wissenschaftliche Betätigungsfelder

Die wissenschaftliche Arbeit von Daniel Heinz als Archivleiter lässt sich in mehrere Bereiche gliedern, die sowohl theologische als auch kirchengeschichtliche Themenfelder umfassen. Daniel Heinz ist Alleinherausgeber von zwei Buchreihen (Adventistica. Peter Lang Verlag; und Hoffnung heute: Wissen – Orientierung – Zeugnis. Advent-Verlag, Schweiz, seit 2007, derzeit 2 Bände) sowie einem umfangreichen lexikalischen Projekt in zwei Bänden zur Geschichte und Theologie der Adventisten in Europa, das vom Schweizer Advent-Verlag, Krattingen, 1998 in Auftrag gegeben wurde. Der erste Band dieses „Lexikons“ mit der Titelbezeichnung Lexikon der Siebenten-Tags-Adventisten: Theologie – Glaubenspraxis – Weltsicht ist nahezu fertiggestellt. Der zweite Band (Lexikon der Siebenten-Tags-Adventisten: Geschichte – Organisation – Mission) ist noch in Bearbeitung. Das lexikalische Gesamtprojekt entstand schrittweise aus einer gezielten Auswertung, Sammlung und Sichtung historischer Überlieferungen, die das Archiv über viele Jahre direkt auf Anfragen und Forschungsaufträge hin bearbeitet hat, wobei der „Europa-Bezug“ in der Darstellung prägend ist. Als anfänglicher Impuls für dieses langfristige Projekt galt unter anderem das Werk Heirs of the Reformation – The Story of the Seventh-day Adventist Church in Europe (1997), das unter dem Eindruck eines neuen, zusammenwachsenden Europa nach dem Untergang der Sowjetunion und ihrer osteuropäischen Partnerstaaten entstanden war.[11] Der missionarische Aufbruch in verschiedenen Ländern Osteuropas war für europäische Adventisten nach Jahrzehnten der Stagnation sichtbar und erlebbar. Diese Aufbruchstimmung übertrug sich auch auf die Archivarbeit. Viele historische Anfragen aus Osteuropa, besonders auch aus der Ukraine und aus Russland, erreichten nun das Archiv. Das gemeinsame historische Erbe wurde neu entdeckt und geteilt.[12]

Darüber hinaus war Daniel Heinz auch einer der „Regional Editors“ der Encyclopedia of Seventh-day Adventists (ESDA), einer internationalen Online-Enzyklopädie, die seit 2015 fortlaufend vom Zentralarchiv der adventistischen Weltkirchenleitung (Generalkonferenz), Silver Spring, MD, USA, weitergeführt wird. Er ist Mitherausgeber (zusammen mit Rolf J. Pöhler, Stefan Höschele und Johannes Hartlapp) der Reihe Adventistica: Studies in Adventist History and Theology – New Series (seit 2018, derzeit 3 Bände), die zumeist Tagungsbände der von der Theologischen Hochschule Friedensau veranstalteten wissenschaftlichen Symposien hervorbringt.

1998/1999 forschte Daniel Heinz im Auftrag der Historischen Abteilung der Russischen Akademie der Wissenschaften (Prof. Tatjana A. Pavlova) zu freikirchlichen Pazifisten, Antimilitaristen und GuLag-Opfern während des Stalinismus in der Sowjetunion.[13] Diese Beschäftigung begründete seine über Jahrzehnte angelegte zeitgeschichtliche Forschungsarbeit über freikirchliche (baptistische, mennonitische, adventistische, pentekostale u. a.) Märtyrer. Mit dieser Arbeit eröffnete Daniel Heinz ein völlig neues Kapitel in der adventistischen Historiographie, die sich dieser Thematik noch gar nicht zugewandt hatte. Die Arbeit gestaltete sich schwierig, da die staatlichen russischen Archive, insbesondere die der Sicherheitsdienste (FSB, früher KGB) bis heute eine restriktive Politik in der Freigabe archivarischer Quellen verfolgen. Daniel Heinz unternahm zwischen 1994 und 2016 mehrere Forschungsreisen in die ehemaligen Verbannungsgebiete der Russischen Föderation und ihrer Nachfolgestaaten, um gezielt archivarische Quellen zur Verfolgungsgeschichte christlicher Gruppen aufzuspüren. Der russischen Menschenrechtsorganisation Memorial in Moskau, mit der Daniel Heinz zeitweise kooperierte, ist es mittlerweile jedoch gelungen, eine elektronische Datenbank von mehr als 4 Millionen Opfern der Stalin-Diktatur zusammenzustellen. Daniel Heinz bemühte sich nun durch Abgleich von frühen kirchlichen Mitgliederlisten mit den von Memorial angeführten Repressionslisten freikirchliche und besonders adventistische GuLag-Opfer zu identifizieren. Leider wurde die Menschenrechtsorganisation Memorial zuletzt verboten. Nachfragen und Nachforschungen zu Opfer des Stalinismus sind seit 2021 in Russland gänzlich unerwünscht.

Die Liste der adventistischen beziehungsweise freikirchlichen Opfer wurde von Daniel Heinz laufend aktualisiert und erweitert. Ziel dieser umfangreichen Forschungsarbeit ist die Erstellung eines freikirchlichen Martyrologiums, das exemplarisch an Leben und Leiden der Opfer erinnert.[14] Die Arbeit gegen das Vergessen ist umso wichtiger, als es heute nur noch sehr wenige Menschen gibt, die zu Erinnerungen und Erlebnissen der Repression befragt werden können. Auch die Errichtung einer Gedenktafel zur Erinnerung an die adventistischen Märtyrer des atheistischen Verfolgungs- und Unrechtsstaates ist an einer geeigneten Stelle in der Ukraine geplant. Als voraussichtlicher Standort für diesen Gedenkstein ist ein Platz auf dem Campus der adventistischen Hochschule in Bucha bei Kiev ins Auge gefasst. Stein und Tafel sollen zu einer öffentlichen Erinnerungskultur anregen – den Opfern einen Namen geben und ihren Kampf in Haft und völliger Isolation bis zum anonymen Sterben dem Vergessen entreißen.

Erste Schritte zur Erstellung des Martyrologiums wurden bereits in die Wege geleitet.[15] Dabei erwies sich die Zusammenarbeit mit Dr. Hans-Christian Diedrich als bedeutend, der in seinem wegweisenden Werk ‚Wohin sollen wir gehen…?‘ Der Weg der Christen durch die sowjetische Religionsverfolgung (2007) eine von Daniel Heinz ausgearbeitete Liste adventistischer Opfer veröffentlichte.[16]

Seit 2004 ist Daniel Heinz auch Mitglied der Arbeitsgruppe Evangelische Märtyrer des 20. Jahrhunderts der Evangelischen Kirche in Deutschland. Diese Arbeitsgruppe erstellte das wegweisende deutsche evangelische Märtyrer-Lexikon ‚Ihr Ende schaut an…‘ Evangelische Märtyrer des 20. Jahrhunderts, herausgegeben von Harald Schultze und Andreas Kurschat (Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt, 2. Aufl., 2008). Daniel Heinz betreute darin die Freikirchen und schrieb die Biogramme zu ausgewählten Opfern des Stalinismus und Nationalsozialismus.[17]

Eine Anfrage der jüdischen Gedenkstätte Yad Vashem (Jerusalem) aus dem Jahr 2001 an das Archiv zur Dokumentation freikirchlicher Judenretter in der Zeit des Nationalsozialismus veranlasste Daniel Heinz, einen Sammelband zu dieser Thematik vorzubereiten. Zunächst galt es, ein Forschungsnetzwerk aufzubauen, um die Haltung der verschiedenen Freikirchen in Deutschland in der NS-Diktatur zu dokumentieren, besonders im Hinblick auf Formen des Antisemitismus, der ideologischen Anpassung und Schuldverarbeitung. Gleichzeitig sollten Beispiele offener wie versteckter Gegnerschaft in den verschiedenen Freikirchen ausgeforscht und vor allem die Hilfe, aber auch Nichthilfe für verfolgte Juden genauer beschrieben werden. Die spezielle Thematik „Freikirchen und Juden im ‚Dritten Reich‘“ stellte für die meisten Autoren des Projektes eine neue Herausforderung dar, da kaum Vorarbeiten zu dieser Thematik existierten, auf die man zurückgreifen hätte können, selbst wenn die Stellung einzelner Freikirchen während des NS-Regimes schon teilweise gut erforscht war. Die Vorarbeiten zu dem Sammelband führten zunächst dazu, dass die Freikirche der Adventisten in Deutschland im Jahr 2005 zum 60. Jahrestag der Beendigung des Zweiten Weltkriegs am 8. Mai 1945 ein Schuldbekenntnis veröffentlichte, in dem offiziell beklagt wurde, dass die Freikirche, wenn auch indirekt, eine Mitschuld am Holocaust trage, weil sie der Judenverfolgung und Judenvernichtung nicht entschieden genug entgegengetreten sei.[18] Wenn diese „Erklärung“ auch spät kam, so stellt sie doch einen wichtigen Meilenstein zur Aufarbeitung adventistischer Schuld im „Dritten Reich“ dar.

Bei der Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels deutscher Kirchengeschichte scheint auf nahezu alle Freikirchen die Feststellung zuzutreffen, dass ein Eingeständnis von Schuld und Versagen umso schwerer fällt, je höher die eigenen moralischen Ansprüche gerichtet sind.[19] Das von Daniel Heinz herausgegebene und redigierte Werk Freikirchen und Juden im „Dritten Reich“ – Instrumentalisierte Heilsgeschichte, antisemitische Vorurteile und verdrängte Schuld erschien 2011 in der vom Konfessionskundlichen Institut des Evangelischen Bundes (Bensheim) begründeten Reihe Kirche – Konfession – Religion als Band 54 (Göttingen: V&R Unipress). Das Werk fand internationale Beachtung, da es als Anstoß für eine dringend notwendige, längst überfällige Trauerarbeit verstanden wurde.

Seit 2023 im Ruhestand, ist Daniel Heinz noch als Berater und Herausgeber für das Friedensauer Archiv tätig. Seine Nachfolge als Archivleiter übernahm  Bernd Müller, Ph.D. 2024 stellte Daniel Heinz seine private Bibliothek und Dokumentensammlung, die unter dem Namen »Adventistische Forschungsstelle Daniel Heinz – Archiv & Fachbibliothek« im Rahmen des Friedensauer Zentralarchivs als in sich abgeschlossener, untrennbarer Bestand erfasst sind, den Studierenden und Forschenden dauerhaft zur Verfügung.

Die Forschungsschwerpunkte und Betätigungsfelder von Daniel Heinz deuten an, wie umfangreich und vielschichtig „Adventistica“-Studien gestaltet werden können. Manchmal waren es auch Forderungen und Erwartungen, die an die Archivarbeit direkt herangetragen wurden und nach einer genauen und ausgewogenen Klärung im Sinne einer Art Vergangenheitsbewältigung riefen. Viele Ideen und Geschichten der Adventisten in Europa warten noch auf ihre (Wieder-)Entdeckung und Aufarbeitung, andere bekannte Episoden und Ereignisse mögen zur Motivation und Nachahmung anregen. Manche Entwicklungen wiederum können als Warnung dienen, Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen. Dabei geht es bei weitem nicht nur um historisches Bemühen und um die Bewahrung und Verbreitung von geschichtlichem und konfessionskundlichem Wissen. Es geht vielmehr – nach dem Verständnis von Daniel Heinz – darum, durch Verlebendigung der eigenen Geschichte zukünftigen Generationen zu helfen, den missionarischen Auftrag der Kirche als Endzeitbewegung besser und schneller zu erfüllen. Erst eine lebendige und authentische Darstellung und Weitergabe von Geschichte trägt zur Identitätsbildung bei. Geschichte kann dann zur Heilsgeschichte werden, zum Segen für den, der sie kennt und sich von ihr bewegen, verändern und begeistern lässt. Geschichte schenkt Identität, Gottes Wort vielmehr ewiges Leben. So kann Kirchengeschichte als „Spurensuche Gottes in Raum und Zeit“ (Michael Wagner) immer nur im Einklang mit seiner Botschaft umfassend ergründet, verstanden und gewürdigt werden.

[11] Das Buch, herausgegeben von Hugh Dunton, Daniel Heinz, Dennis Porter und Ronald Strasdowsky, erschien bei Stanborough Press, Grantham, in England, und erreichte damit einen internationalen Leserkreis.

[12] So waren viele frühe adventistische Missionare und Pastoren im Lauf der Geschichte in Vergessenheit geraten. Im Auftrag der Herausgeber des Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikons/BBKL verfasste H. seit 1993 über 20 lebensgeschichtliche Artikel über Pioniergestalten und Führungspersönlichkeiten der Freikirche, um sie einem deutschsprachigen Leserkreis bekannt zu machen.

[13] Aus der Zusammenarbeit mit Prof. Tatjana A. Pavlova entstand in dankbarer Erinnerung das Werk Postiženie ideala. Iz Istorii mirotvorčestva i intelligencii. Sbornik pamjati T. A. Pavlovoj [Die Suche nach dem Ideal. Beiträge zur Geschichte der Friedensbemühungen und der Intelligentsia. Zum Gedenken an Tatjana A. Pavlova], hrsg. von Daniel Heinz und Denis A. Sdvižkov, Moskau: Institut Vseobšej Istorii Rossijskoj Akademii Nauk (IVI RAN), 2005. Vgl. auch Daniel Heinz, Art.: Pavlova, Tatjana Alexandrovna (1937–2002), in: Biographisches-Bibliographisches Kirchenlexikon/BBKL, 45. Bd., 2023, 1111–1115.

[14] Siehe Andrea Cramer, Adventistisches Martyrologium, in: Unser Friedensau, Nr. 1, 2020, S. 5; vgl. ebenso https://adventist.news/news/friedensau-groundbreaking-research-on-soviet-adventist-martyrs (Zugriff: 8. 5. 2021).

[15] Siehe Daniel Heinz, Alexej A. Oparin et al., Duši pod žertvennikom. Kniga pamjati Cerkvi Christian Adventistov Sed‘mogo Dnja, posveščnnaja žertvam religioznych repressij vo vremena Carskoj Rossii i Sovetskogo Sojuza, Charkov: Fakt, 2010; vgl. auch Hans-Christian Diedrich, ‚Wohin sollen wir gehen…?‘ Der Weg der Christen durch die sowjetische Religionsverfolgung. Erlangen: Martin-Luther-Verlag, 2007, S. 463 f. 468.

[16] Ebd.

[17] Vgl. Daniel Heinz, Freikirchliche Märtyrer im 20. Jahrhundert. Definitionen, Problemfelder und Perspektiven der Forschung, in: Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte – Mitteilungen 22 (2004), S. 65–80.

[18] Adventecho, Nr. 5, 2005, S. 31.

[19] Daniel Heinz, ‚Da warst auch du wie einer von ihnen‘: Freikirchen und Juden im „Dritten Reich“. Traurige Bilanz und spätes Bekenntnis, in: Kirchliche Zeitgeschichte 30 (2017), Nr. 1, S. 187 f.

Icon PlusPublikationen

A.     Selbständige Publikationen

Daniel Heinz: Karl Rose – Konfessionelle Vielfalt erleben, erleiden, ergründen. Wege zur Verständigung zwischen Protestantismus und Orthodoxie, in: Perspektiven der Ostkirchenkunde II, hrsg. von Martin Illert und Andriy Mykhaleyko, Paderborn: Brill | Schöningh  2026, S. 13–24.

Daniel Heinz: Wilhelm Kahle - Nestor der protestantischen Kirchengeschichte des Baltikums und Russlands, in: Perspektiven der Ostkirchenkunde II, hrsg. von Martin Illert und Andriy Mykhaleyko, Paderborn: Brill | Schöningh 2026, S. 94–107.

Daniel Heinz: Hans-Christian Diedrich – Protestantische Kirchen in Russland und ökumenische Ostkirchenkunde im Kontext des Leidens und der Verfolgungsgeschichte im 20. Jahrhundert, in: Perspektiven der Ostkirchenkunde II, hrsg. von Martin Illert und Andriy Mykhaleyko, Paderborn: Brill | Schöningh 2026, S. 182–195.

Daniel Heinz: Die Frauenordination bei den Siebenten-Tags-Adventisten, in: Handbuch der Geschichte der Frauenordination in Deutschland, hrsg. von Gisa Bauer und Susanne Schuster, Tübingen: Narr Francke Attempto Verlag GmbH & Co KG 2025, S. 319–325.

Heinrich Johannes Löbsack/Genrich Ivanovic Lebsak (1870–1938?), Wolgadeutscher Pastor, Kirchenpräsident und Märtyrer der Adventisten in der Sowjetunion. Spurensuche eines Archivars, in: Heimatbuch, hrsg. von Landsmannschaft der Deutschen aus Russland,  Stuttgart 2025, S. 36–58.

Daniel Heinz, Ich glaube allem, was geschrieben steht. Bibeltreue, Bibelverständnis und Bibelkritik. ATS – Biblische Orientierungshilfe, Nr. 16, Rudersberg 2024.

Daniel Heinz: Ludwig Richard Conradi. Missionar der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa. Frankfurt/M., Bern, New York, Paris: Verlag Peter Lang, 1986 (Archiv für internationale Adventgeschichte, hg. von Baldur Ed. Pfeiffer und Gottfried Oosterwal, Band 2). 2. Aufl.: 1987, 3. rev. und erw. Aufl.: Ludwig Richard Conradi. Missionar, Evangelist und Organisator der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa, 1998. – 138 S.

Übersetzungen:

Daniel Heinz: L. R. Conradi – a Hetednapi Adventista Egyház misszionáriusa, evangélistája és szervezöje Európában. Budapest: Élet és Egészség Könyvkiadó, 2004 (ungarisch).

Danieľ Chejnc: Ljudvig Richard Konradi. Missioner, evangelist i organizator Cerkvi Adventistov Sedʼmogo Dnja v Evrope i v Rossii. Nikolaev: MedNa, 2006 (russisch).

Daniel Heinz: Ludwig Richard Conradi. Misjonarz, ewangelista i organizator Kościoła Adwentystów Dnia Siódmego w Europie. Warschau: Znaki Czasu, 2011 (polnisch).

Danijel Hajnc: Ludvig Ričard Konradi. Misionar, evanđelista i organizator Crkve adventista sedmogo dana u Evropi. Belgrad: Preporod, 2014 (serbo-kroatisch).

Daniel Chajnc: Ludvig Richard Konradi. Misioner, evangelizator i organizator na adventistite ot sedmija den v Evropa. Sofia: Nov Život, 2014 (bulgarisch).

Rezensionen:                                                                                                                                                                                                            G. Rempel, Adventecho, Oktober 1986, 25; H. Kiesler, Ministry, April 1987, 28; N.-P. Moritzen, Zeitschrift für Mission, 13 (1987), Nr. 2, 119-120; Chr. B. Schäffler, Informationen/Adventistischer Pressedienst (CH), Juli 1987, 8; H. Kasdorf, Missiology, 17 (1989), 361; W. Klän, Freikirchenforschung,  8 (1998), 259-261; H. Teubert, Informationen/Adventistischer Pressedienst (D), Januar 2000, 15-16;    Z. Rajki, Protestáns Szemle, 66 (2004), Nr. 1, 67-69; Z. Rajki, ATF Szemle (Az Adventista Teológiai Föiskola Lapja), 2004, Nr. 2, 37-38.

Daniel Heinz: Church, State, and Religious Dissent. A History of Seventh-day Adventists in Austria, 1890-1975. Frankfurt/M., Berlin, Bern, New York, Paris, Wien: Verlag Peter Lang, 1993 (Archiv für internationale Adventgeschichte, hg. von Baldur Ed. Pfeiffer und Gottfried Oosterwal, Band 5). – 206 S.

Rezensionen:                                                                                                                                                                                                             J. Séguy, Archives de Sciences Sociales des Religions, 84 (1993), 276-277; F. Stuhlhofer, Jahrbuch für Evangelikale Theologie, 8 (1994), 215-216; G. Stökl, Jahrbücher für Geschichte Osteuropas, 42 (1994), 475-476; J. Szigeti, Theologiai Szemle, 36 (1994), 56-57; P. F. Barton, Theologische Literaturzeitung, 120 (1995), 914-915; K. C. Barnes, Austrian History Yearbook, 26 (1995), 287; R. Blaich, Journal of Church and State, 38 (1996), 173-174; G. W. Reid, Church History (American Society of Church History), 66 (1997), 210; K. W. Schwarz, Österreichische Osthefte, 40 (1998), 633-634.

Daniel Heinz/Hans Heinz: Das Christentum begegnet dem Islam. Eine religiöse Herausforderung. Zürich: Advent-Verlag, 2007 (Hoffnung heute – Kleine Schriftenreihe zur Theologie, Geschichte und Weltsicht der Siebenten-Tags-Adventisten, hg. von Daniel Heinz, Band 1). – 156 S.

Übersetzung:
Danielʼ Chajnc/Chans Chajnc: Christianstvo vstrecaet Islam: Cto dolžny Christiane znatʼ ob Islame? [Das Christentum trifft auf den Islam: Was Christen über den Islam wissen sollten, russisch]. Pavlograd, Ukraine: Centr Poligrafii, 2012.

Rezensionen:

E. Mueller, Reflections – Newsletter Biblical Research Institute (BRI), Januar 2008, 12; B. Schantz, Journal of Adventist Mission Studies, 4 (2008), 109-110; E. Müller, Adventecho, März 2008, 30;

B. Schantz, Andrews University Seminary Studies, 46 (2008), 271-273.

Daniel Heinz/Alexej A. Oparin/Dimitrij O. Junak/Andris Pešelis: Duši pod žertvennikom: Kniga pamjati Cerkvi Christian Adventistov Sedʼmogo Dnja, posvjaščennaja žertvam religioznych repressij vo vremena Carskoj Rossii i Sovetskogo Sojuza, 1886 – 1986 gody [Die Seelen unter dem Altar. Gedenkbuch der Opfer der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Zeit der religiösen Repressionen im zaristischen Russland und in der Sowjetunion, russisch]. Charkov: Fakt, 2010. – 375 S.

Daniel Heinz/Hans Heinz: Veroučenie Svjaščennogo Pisanija: Spravočnoe i učebnoe posobie dlja studentov bogoslovskich fakulʼtetov, propovednikov i rukovoditelej obščin [Glaubenslehren der Hl. Schrift. Lehr- und Handbuch für Theologiestudenten, Pastoren und Gemeindeleiter, russisch]. Zaokskij, Russland: Istočnik Žizni, 2012. – 410 S.

Daniel Heinz (in Zusammenarbeit mit Hans Heinz): Lexikon der Siebenten-Tags-Adventisten. Theologie, Glaubenspraxis und Weltsicht. Zürich: Advent-Verlag, Band 1. In Vorbereitung (ca. 1200 S.).

Daniel Heinz: Siebenten-Tags-Adventisten in Europa: Glaube, Identität, Mission. Frankfurt/M.: Verlag Peter Lang (Adventistica. Schriftenreihe des Historischen Archivs der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa). In Vorbereitung (ca. 300 S.).

Hans K. LaRondelle/Daniel Heinz: Sie zeugt von mir – Die messianische Auslegungsmethode als Schlüssel zum Verständnis der Bibel. Zürich: Advent-Verlag (Hoffnung heute – Kleine Schriftenreihe zur Theologie, Geschichte und Weltsicht der Siebenten-Tags-Adventisten). In Vorbereitung (ca. 150 S.).

B.     Publikationen als Herausgeber, Mitherausgeber

Daniel Heinz/Hugh Dunton/Dennis Porter/Ronald Strasdowsky: Heirs of the Reformation. The Story of the Seventh-day Adventist Church in Europe. Grantham, England: Stanborough Press, 1997. – 274 S.

Rezensionen:
B. Jones, Adventist Review, 18. Dezember 1997, 15; F. Greenleaf, Dialogue, 10 (1998), Nr. 2, 28;

A. W. Wardin, Baptist History and Heritage, 34 (1999), Nr. 1, 86-87; R. L. Staples, Andrews University Seminary Studies, 37 (1999), 303-304.

Daniel Heinz: Adventisten machen Schule – 50 Jahre Seminar Schloss Bogenhofen, 1949-1999. Wien: Wegweiser-Verlag, 1999. – 119 S.

Rezension:
M. Bärenfänger, Freikirchenforschung, 9 (1999), 283-284.

Daniel Heinz: Dein Heil bin ich. Gesammelte Aufsätze zu Rechtfertigung, Heiligung und Vollendung. Festgabe für Hans Heinz zum 70. Geburtstag. Frankfurt/M., Berlin, Bern, New York, Oxford, Wien: Verlag Peter Lang, 2000. Adventistica. Schriftenreihe des Historischen Archivs der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa, Band 8. – 223 S.

Rezensionen:
Chr. B. Schäffler, Informationen/Adventistischer Pressedienst (CH), Dezember 2000, 15; E. Müller, Andrews University Seminary Studies, 40 (2002), 150-151.

Daniel Heinz/Denis A. Sdvižkov: Postiženie ideala. Iz istorii mirotvorčestva i intelligencii. Sbornik pamjati T. A. Pavlovoj [Die Suche nach dem Ideal. Beiträge zur Geschichte der Friedensbemühungen und der Intelligentsia. Zum Gedenken an Tatjana A. Pavlova, russisch]. Moskau: Institut Vseobšej Istorii Rossijskoj Akademii Nauk (İVİ RAN), 2005. – 176 S.

Rezension:
A. Ens, Mennonite Historian, 31 (2005), Nr. 3, 11.

Daniel Heinz/Csaba Fazekas/Zoltán Rajki: Ünnepi tanulmányok Szigeti Jenö 70. születésnapjára [Festschrift für Jenö Szigeti zu seinem 70. Geburtstag, ungarisch]. Miskolc: Bibor Kiadó, 2006. – 336 S.

Daniel Heinz/Jiři Moskala/Peter M. van Bemmelen: Christ, Salvation, and the Eschaton: Essays in Honor of Hans K. LaRondelle. Berrien Springs, Mi (USA): Old Testament Department – Andrews University, 2009. – 459 S.

Rezension:
J. Iparraguirre, Didajé (Lima, Peru), 3 (2014), Nr.1-2, 78.

Daniel Heinz/David J. B. Trim: Parochialism, Pluralism, and Contextualization – Challenges to Adventist Mission in Europe (19th – 21st Centuries). Frankfurt/M., Berlin, Bern, New York, Oxford, Wien: Verlag Peter Lang, 2010. Adventistica. Schriftenreihe des Historischen Archivs der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa, Band 9. – 208 S.

Rezensionen:
G. A. Klingbeil, Adventist Review, 13. Mai 2010, 30; N. M. Railton, The Journal of Ecclesiastical History (Cambridge), 62 (2011), 847-848; S. Höschele, Freikirchenforschung, 20 (2011), 312-316; D. Kaiser, Andrews University Seminary Studies, 50 (2012), 90-95.

Daniel Heinz: Freikirchen und Juden im ‚Dritten Reich‘. Instrumentalisierte Heilsgeschichte, antisemitische Vorurteile und verdrängte Schuld. Göttingen: V&R unipress, 2011 (Reihe: Kirche – Konfession – Religion, hg. vom Konfessionskundlichen Institut des Evangelischen Bundes unter Mitarbeit von Walter Fleischmann-Bisten und Reinhard Hempelmann, Band 54). – 343 S.

Rezensionen:
W. Tulaszewski, Informationen/Adventistischer Pressedienst (D), Juli 2011, 23; D. Michel-Schmidt, Lutherische Kirche (SELK), 42 (2011), Nr. 7, 19; T. Lobitz, Adventisten heute, September 2011, 18.
J. Fischer, Zeitzeichen. Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft, August 2011, 64;
L. Lemhöfer, Materialdienst – Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen, 74 (2011), Nr. 11, 437-439;
G. Grünzinger, MD-Materialdienst des Konfessionskundlichen Instituts Bensheim, 62 (2011), Nr. 6, 120; R. Carter-Chand, Quarterly/Association of Contemporary Church Historians (ACCH), 17 (2011), Nr. 4, 9-11.
D. Päschel, Dialog (Theologische Hochschule Friedensau), Januar-Februar 2012, 18.
G. Lindemann, Medaon. Magazin für Jüdisches Leben in Forschung und Bildung, 6 (2012), Nr.10, 1-4.
N. M. Railton, The Journal of Ecclesiastical History (Cambridge), 63 (2012), 202-203; M. Wetzel, EmK Geschichte. Quellen – Studien – Mitteilungen, 33 (2012), Nr. 2, 80-82.
H. Sassin, Monatshefte für Evangelische Kirchengeschichte des Rheinlandes, 61 (2012), 398-400; H. Foth, Mennonitische Geschichtsblätter, 69 (2012), 117-126.
S. Brass, WIR in Bayern. Mitteilungsblatt der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Bayern, Mai-Juli 2012, 10.
K.H. Voigt, Ökumenische Rundschau, 61 (2012), Nr. 4, 512-515.
H.-M. Kirn, Theologische Literaturzeitung, 138 (2013), Nr. 6, 704-706.
F. Graf-Stuhlhofer, Mitteilungen DÖW. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, August 2013, 10.
R. Fleischer, Theologisches Gespräch. Freikirchliche Beiträge zur Theologie, 37 (2013), Nr. 3, 143-145.
M. Gailus, Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, 61 (2013), Nr. 9, 773-775.
Z. Rajki, Egyháztörténeti Szemle (Miskolc), 14 (2013), Nr. 2, 110-112.
D. Kaiser, Andrews University Seminary Studies, 52 (2014), 353-355; L. Lemhöfer, Publik-Forum, 2015, Nr. 24, 63.

Daniel Heinz/Alexej A. Oparin/Dmitrij O. Junak/Andris Pešelis: Fotochronika Cerkvi Adventistov Sedʼmogo Dnja: V Carskoj Rossii – SSSR – SNG (1882 – 2012 gody) [Fotochronik der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten: Zaristisches Russland, UdSSR, GUS, russisch]. Charkov: Evropejskij Archiv Cerkvi ASD, 2012. – 128 S.

Daniel Heinz/Zoltán Rajki/Ervin Simon: Szabadegyházak, vallási Kisebbségek és a diktatúrák Európában a 20. században [Freikirchen, religiöse Minderheiten und Diktaturen in Europa im 20. Jahrhundert, ungarisch]. Budapest: Gondolat, 2013. – 204 S.

Daniel Heinz/Werner E. Lange: Adventhoffnung für Deutschland. Die Mission der Siebenten-Tags-Adventisten von Conradi bis heute. Lüneburg: Advent-Verlag, 2014. – 303 S.

Rezensionen:
J.-O. Mohr, Informationen/Adventistischer Pressedienst (D), November 2014, 18-20.
L. Weiß, Freikirchenforschung, 24 (2015), 462-467.
F. Graf-Stuhlhofer, Jahrbuch für Evangelikale Theologie, 29 (2015), 340-341.

Daniel Heinz: So komm noch diese Stunde! Luthers Reformation aus Sicht der Siebenten-Tags-Adventisten. Lüneburg: Advent-Verlag, 2016. – 361 S.

Rezensionen:
C. Mohr, Informationen/Adventistischer Pressedienst (D), Februar 2017, 19-21.
L. Weiß, Freikirchenforschung, 27 (2018), 216-218.
K. H. Voigt, Luther. Zeitschrift der Luther-Gesellschaft, 2017, Nr. 3, 230-231.
R. Gehring, Andrews University Seminary Studies, 55 (2017), 322-324.

Daniel Heinz: Gab es Widerstand gegen den Nationalsozialismus? Kleinere Kirchen, Religionsgemeinschaften und Missionswerke im Spannungsfeld von Anpassung und Selbstbehauptung. Göttingen: V&R unipress (Reihe: Kirche – Konfession – Religion). In Vorbereitung 2027 (ca. 600 S.).

C.     Reihenherausgeber, Reihenmitherausgeber

Daniel Heinz, Adventistica: Schriftenreihe des Historischen Archivs der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa/Studies in Seventh-day Adventist History and Theology. Frankfurt/M., Berlin, Bern, New York, Oxford, Wien: Verlag Peter Lang, seit 1997, 12 Bände.

Daniel Heinz, Hoffnung heute – Wissen, Orientierung, Zeugnis: Kleine Schriftenreihe zur Theologie, Geschichte und Weltsicht der Siebenten-Tags-Adventisten. Zürich: Advent-Verlag, seit 2007, 2 Bände.

Johannes Hartlapp/Daniel Heinz/Stefan Höschele/Rolf J. Pöhler, Adventistica. Studies in Adventist History and Theology – New Series. Möckern-Friedensau: Institute of Adventist Studies – Friedensau Adventist University, seit 2018, 3 Bände.

Daniel Heinz et al., Regional Editor, Seventh-day Adventist Encyclopedia (New Edition, Online). Silver Spring, MD (USA): General Conference of Seventh-day Adventists, seit 2015.

D.    Artikel

Origin and Growth of the Adventists in Russia. A Historical Survey, in: Journal of the American Historical Society of Germans From Russia (AHSGR), 10 (1987), Nr. 4, 39-43.

Church, Sect, and Government Control: Seventh-day Adventists in the Habsburg Monarchy, in: East European Quarterly, 23 (1989), Nr. 1, 109-115.

Natur, Unnatur und Gnade – Zum Verständnis des Todes bei Karl Barth, in: Spes Christiana,   2 (1991), 61-67.

  1. R. Conradis missionarischer Durchbruch: Ein Modell für die Zukunft? In: Baldur Ed. Pfeiffer et al. (Hgg.), Die Adventisten und Hamburg. Von der Ortsgemeinde zur internationalen Bewegung, Frankfurt/M.: Verlag Peter Lang, 1992, 146-161.

Karl Barths Kritik an der Unsterblichkeitslehre, in: Spes Christiana, 4 (1993), 54-65.

Origin and Growth of the Seventh-day Adventists in North America and Europe and their Outreach in Africa, in: K. B. Elineema (Hg.), The Development of the Seventh-day Adventist Church in Eastern Africa – Past, Present, and Future, Dar es Salaam: Dar es Salaam University Press, 1995, 31-39.

Kriegsdienstverweigerer und religiöser Pazifist: Der Fall Anton Brugger und die Haltung der Siebenten-Tags-Adventisten im ‚Dritten Reich‘, in: Jahrbuch – Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW), 1996, 41-56.

Adventisty Sedʼmogo Dnja i otkaz ot učastija v voennych dejstvijach v Rossijskoj İmperii [Siebenten-Tags-Adventisten und der Nichtkämpferstandpunkt im Russischen Reich], in: Tatjana A. Pavlova (Hg.), Dolgij putʼ rossijskogo pacifizma: Ideal meždunarodnogo i vnutrennego mira v religiozno-filosofskoj i obščestvenno-političeskoj mysli Rossii [Der lange Weg des Pazifismus in Russland: Internationales Vorbild und innerer Frieden im religionsphilosophischen und sozialpolitischen Denken aus russischer Sicht], Moskau: Institut Vseobščej Istorii Rossijskoj Akademii Nauk (İVİ RAN), 1997, 172-176.

Antitrinitarisches und trinitarisches Erbe im Rahmen der christologischen Lehrentwicklung der Siebenten-Tags-Adventisten, in: Der Adventglaube in Geschichte und Gegenwart (AGG), hg. v. Adventistischer Wissenschaftlicher Arbeitskreis e.V., 39 (1997), 59-73.

Waldenser in Oberösterreich, in: Oberösterreichische Heimatblätter, 52 (1998), Nr.1/2, 134-147.

Heinrich J. Löbsack: Pioneer, President and Poet of the Adventist Church in Russia, 1870-1938, in: Journal of the American Historical Society of Germans From Russia (AHSGR), 21 (1998), Nr.1, 11-16.

Krise, Gnade und Hoffnung: Aspekte der Eschatologie Karl Barths, in: Spes Christiana, 9/10 (1998/99), 73-85.

Exklusivität und Kontextualisierung: Geschichte und Selbstverständnis der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland, in: Freikirchenforschung, 10 (2000), 31-50. Auch veröffentlicht in: Spes Christiana, 12 (2001), 121-139.

Adventisty Sedʼmogo Dnja i otkaz ot učastija v voennych dejstvijach: Istoričeskaja perspektiva [Siebenten-Tags-Adventisten als Nichtkämpfer: Historische Perspektive], in: T. Pavlova/O. Šalimov/D. Sdvižkov (Hgg.), Nenasilie kak mirovozzrenije i obraz žizni-İstoričeskij rakurs [Gewaltlosigkeit als Weltanschauung und Lebenshaltung – Historische Aspekte], Moskau: Institut Vseobščej Istorii Rossijskoj Akademii Nauk (İVİ RAN), 2000, 116-127.

The Development of Seventh-day Adventist Missionary Dynamic in Europe: Assessing the Contributions of M.B. Czechowski, J. N. Andrews, and L. R. Conradi, in: Spes Christiana, 11 (2000), 128-139.

Repression, Toleranz und Legalität: Siebenten-Tags-Adventisten in Österreich – Geschichte, Organisation und Wachstum einer Minderheitskirche, in: Österreichisches Archiv für Recht   & Religion (ÖARR), 48 (2001), Nr. 2, 323-344.

Wiederkunftshoffnung und Weltmission: Streiflichter aus der Geschichte der Siebenten-Tags-Adventisten in Berlin, in: ‚Mit uns hat der Glaube nicht angefangen.‘ Wie die Freikirchen in Berlin begonnen haben, hg. v. Ökumenisch-Missionarischen Institut des Ökumenischen Rates Berlin-Brandenburg, Berlin: WDL-Verlag, 2001, 175-188.

Der Streit um den Taufritus: Zur Restitution der Immersionstaufe, in: Roberto Badenas (Hg.), Die Taufe. Theologie und Praxis, Lüneburg: Advent-Verlag, 2002, 108-118.

Französische Fassung: La controverse sur le mode de baptême: Vers la restauration du baptême par immersion, in: Richard Lehmann (Hg.), La théologie et la pratique du baptême, Dammarie-lès-Lys, Frankreich: Vie et Santé, 2002, 141-156.

Gemeinsam mit Hans Heinz: Ursprung und Entwicklung der Säuglings- und Kindertaufe in der Alten Kirche bis zu Augustinus, in: Roberto Badenas (Hg.), Die Taufe. Theologie und Praxis, Lüneburg: Advent-Verlag, 2002, 93-107.

Französische Fassung: Le baptême des enfants dans lʹéglise primitive, in: Richard Lehmann (Hg.), La théologie et la pratique du baptéme, Dammarie-lès-Lys, Frankreich: Vie et Santé, 2002, 121-140.

Seventh-day Adventists and the Persecution of Jews Under the Nazi Regime: A Look at Two Conflicting Sources, in: Jacques B. Doukhan (Hg.), Thinking in the Shadow of Hell – The Impact of the Holocaust on Theology and Jewish-Christian Relations, Berrien Springs, Mi (USA): Andrews University Press, 2002, 192-208.

Der Widerstand der Reformadventisten im ‚Dritten Reich‘, in: Jahrbuch – Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW), 2002, 88-98.

Freikirchliche Märtyrer im 20. Jahrhundert: Definitionen, Problemfelder und Perspektiven der Forschung, in: Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte – Mitteilungen, 22 (2004), 65-80.

‚Čistoe gosudarstvo‘ i antimilitarizm: V.A. Šelkov i ‚Vernye i Svobodnye Adventisty Sedʼmogo Dnja‘ v Sovetskom Sojuze [Das Konzept des ‚Reinen Staates‘ und der Antimilitarismus. V. A. Šelkov und die ‚Wahren und Freien Siebenten-Tags-Adventisten‘ in der Sowjetunion], in: Daniel Heinz/Denis A. Sdvižkov (Hgg.), Postiženie ideala. İz istorii mirotvorčestva i intelligencii. Sbornik pamjati T. A. Pavlovoj, Moskau: Institut Vseobšej Istorii Rossijskoj Akademii Nauk (İVİ RAN), 2005, 26-36.

Adventgemeinde und Reformation, in: Daniel Heinz/Csaba Fazekas/Zoltán Rajki (Hgg.), Ünnepi tanulmányok Szigeti Jenö 70. születésnapjára, Miskolc: Bibor Kiadó, 2006, 154-172.

Dem Gebot und Gewissen verpflichtet: Freikirchliche Märtyrer, in: Harald Schultze/Andreas Kurschat (Hgg.), ‚Ihr Ende schaut an …‘ Evangelische Märtyrer des 20. Jahrhunderts, Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt, 2006, 83-96; 2. rev. und erw. Aufl. 2008, 85-98.

Chaim Horn – tragisches Schicksal eines Brandenburger Juden, in: Heimatkundliche Blätter. Zeitschrift des Arbeitskreises Stadtgeschichte im Brandenburgischen Kulturbund e.V., 15 (2007), Heft 31, 15-20.

Zukunft braucht Herkunft. Das Historische Archiv der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa, in: Johannes Hartlapp/Stefan Höschele (Hgg.), Geschichte – Gesellschaft – Gerechtigkeit. Festschrift für Baldur Pfeiffer, Berlin: Frank & Timme, 2007, 41-50.

Adventisten im Osmanischen Reich – Ein Fallbeispiel für islamische Intoleranz, in: Martin Pröbstle (Hg.), ‚For You Have Strengthened Me‘. Biblical and Theological Studies in Honor of Gerhard Pfandl in Celebration of His Sixty-Fifth Birthday, St. Peter am Hart: Seminar Bogenhofen, 2007, 453-478.

İ Valdesi nellʼ Alta Austria. İn memoria dei roghi degli eretici avvenuti 600 anni fa a Steyr, in: Giuseppe Platone (Hg.), Roghi della fede. Verso una riconciliazione delle memorie, Turin: Claudiana, 2008, 83-97.

Zwischen Nationalismus, Islamismus und Rechtsstaatlichkeit: Zur Lage der christlichen Minderheiten in der Türkei, in: Gewissen und Freiheit, 2008, Nr. 64, 42-58.

Französische Fassung: Entre nationalisme, islamisme et État de droit: La situation des minorités chrétiennes en Turquie, in: Conscience et Liberté, 2008, Nr. 69, 54-67.

Die Bedeutung der Geschichte in der Theologie Rudolf Bultmanns, in: Daniel Heinz/Jiři Moskala/Peter M. van Bemmelen (Hgg.), Christ, Salvation, and the Eschaton: Essays in Honor of Hans K. LaRondelle, Berrien Springs, Mi (USA): Old Testament Department – Andrews University, 2009, 241-251.

‚Die Baptisten sind unser Vorbild!‘ – Ludwig Richard Conradi und die adventistische Mission in Hamburg, in: Dietmar Lütz (Hg.), ‚Die Bibel hat die Schuld daran …‘ Festschrift zum 175. Jubiläum der Oncken-Gemeinde Hamburg, Hamburg: WDL-Verlag, 2009, 177-190.

The Pietist Roots of Early German Adventism, in: Daniel Heinz/David J. B. Trim (Hgg.), Parochialism, Pluralism, and Contextualization – Challenges to Adventist Mission in Europe (19th-21st Centuries), Frankfurt/M., Berlin, Bern, New York, Oxford, Wien: Verlag Peter Lang, 2010, 83-91.

Adventist Mission Dynamic in Europe: A Historical Perspective, in: ebd., 51-61.

Missionarische Offenheit in der Welt, ideologische Anpassung in Deutschland: Siebenten-Tags-Adventisten und Juden in der Zeit des Nationalsozialismus, in: Daniel Heinz (Hg.), Freikirchen und Juden im ‚Dritten Reich‘. Instrumentalisierte Heilsgeschichte, antisemitische Vorurteile und verdrängte Schuld, Göttingen: V&R unipress, 2011, 281-308.

The Law of God, Individual Conscience, and Antimilitarism: Seventh-day Adventist Commitment to Nonviolence, in: Daniel Heinz/Zoltán Rajki/Ervin Simon (Hgg.), Szabadegyházak, vallási kisebbségek és a diktatúrák Európában a 20. században, Budapest: Gondolat, 2013, 57-71.

Herkunft, Identität und frühe Prägung der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland, in: Daniel Heinz/Werner E. Lange (Hgg.), Adventhoffnung für Deutschland. Die Mission der Siebenten-Tags-Adventisten von Conradi bis heute, Lüneburg: Advent-Verlag, 2014, 11-30.

Ludwig R. Conradis evangelistisches ‚Erfolgsrezept‘ und das Wachstum der Adventisten in Deutschland, in: ebd., 31-42.

Erbe und Auftrag: Aus der Vergangenheit lernen und hoffnungsvoll in die Zukunft blicken, in: ebd., 263-270.

Gott spricht durch Propheten: Werk und Wirkung von Ellen G. White, in: Ellen G. White – Mein frühes Leben und Wirken. Autobiographie bis 1863 (Nachdruck), Lüneburg: Advent-Verlag, 2015, 244-253.

Gemeinsam mit Reiner Zimmermann: Lutherorte – Lebensstationen des Reformators, in: Daniel Heinz (Hg.), So komm noch diese Stunde! Luthers Reformation aus Sicht der Siebenten-Tags-Adventisten, Lüneburg: Advent-Verlag, 2016, 73-98.

Gemeinsam mit Winfried Vogel: ‚Ein Stündchen Schlaf‘: Luther über den Tod, in: ebd.,  229-235.

Rottengeister und Winkelprediger – Luther und die Täufer, in: ebd., 237-246.

‚Unser Herr kommt!‘ – Adventisten und Reformation, in: ebd., 311-337.

Reformation – ein Auftrag für heute, in: ebd., 345-354.

The ‚Adventist‘ Luther: Signs of the Times, Apocalyptic Hope, and the Future Kingdom, in: Michael W. Campbell/Nikolaus Satelmajer (Hgg.), Here We Stand – Luther, the Reformation, and Seventh-day Adventism, Nampa, ID (USA), Oshawa, ON (Canada): Pacific Press, 2017, 203-211.

‚…Da warst auch du wie einer von ihnen‘: Freikirchen und Juden im ‚Dritten Reich‘ – Traurige Bilanz und spätes Bekenntnis, in: Kirchliche Zeitgeschichte (KZG/CCH), 30 (2017), Nr.1,       175-189.

‚Komm, lieber Jüngster Tag!‘: An Appraisal of Luther’s Eschatological Worldview, in: Rolf J. Pöhler (Hg.), Perceptions of the Protestant Reformation in Seventh-day Adventism, Möckern-Friedensau: Institute of Adventist Studies – Friedensau Adventist University, 2018, 67-78.

Die letzten drei Päpste: Reformer der Kirche? Eine kritische Bilanz, in: Traugott Bautz/Bernd Jaspert (Hgg.), 50 Jahre Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon. Ein Weg in die Zukunft, Nordhausen: Verlag Traugott Bautz, 2018, 315-340.

Kein Platz zwischen Thron und Altar – Freikirchliche Mission in Altösterreich (bis 1918) am Beispiel der Adventisten, in: Freikirchenforschung, 27 (2018), 39-54.

Adventist Opposition to War in Europe. Cases of Nonconformity and Conscientious Objection, in: Frank Hasel/Barna Magyarosi/Stefan Höschele (Hgg.), Adventists and Military Service: Biblical, Historical, and Ethical Perspectives, Madrid: Safeliz, 2019, 135-149.

Zwischen Zustimmung, Zweifel und Ablehnung: Gewissenskonflikt und Widerspruch der Siebenten-Tags-Adventisten im ‚Dritten Reich‘, in: Daniel Heinz (Hg.), Gab es Widerstand gegen den Nationalsozialismus? Kleinere Kirchen, Religionsgemeinschaften und Missionswerke im Spannungsfeld von Anpassung und Selbstbehauptung, Göttingen: V&R unipress, in Vorbereitung.

‚Der Weg ins Paradies führt über Golgatha‘: Reformadventisten als Kriegsdienstverweigerer, in: ebd., in Vorbereitung.

Adventists in Europe, in: Michael Campbell et al. (Hgg.), Oxford Handbook of Seventh-day Adventism, Oxford, New York: Oxford University Press, in Vorbereitung.

Adventistischer Widerstand im Krieg am Beispiel der Wehrdienstverweigerung, in: Daniel Heinz, Siebenten-Tags-Adventisten in Europa: Glaube, Identität, Mission, Frankfurt/M.: Verlag Peter Lang, in Vorbereitung.

E.      Aufsätze und kleinere Beiträge (einschließlich ‚Vorwort‘ bzw. ‚Einführung‘ zu verschiedenen Werken[1])

Die Anfänge der Adventbotschaft unter den Deutschen in Nordamerika, Adventecho,  15. Oktober 1980, 11-12.

Entstehung und Entwicklung der deutschsprachigen Predigerseminare, Adventecho, 15. März 1981, 10-11.

Die Anfänge der Adventbotschaft unter den Deutschen in Südamerika, Adventecho, 15. Juni 1981, 9.

Die Nächstenliebe nicht dem Sozialamt überlassen, Adventecho, 1. Juli 1981, 3. Nachdruck in: Erntedank (Sonderheft), 1982, 6-7.

Heinrich J. Löbsack – Pionier der Adventgemeinde in Russland, Adventecho, 1. September 1981, 10-11.

Die erste Sabbatschule, Adventecho, 15. November 1981, 11.

William Miller: Botschafter der Wiederkunft Christi. Zu seinem 200. Geburtstag, Adventecho, 1. Februar 1982, 10-11.

Eine vergessene Bibelkonferenz, Adventecho, 15. April 1982, 8-9.

Ein kaiserliches Bittgesuch. Ein Dokument von der seelischen Not der frühen Adventisten in Österreich, Adventecho, 1. November 1982, 11.

Vernunft und Glaube, Adventgemeinde (DDR), November 1982, 1-2.

Bogenhofen aktuell, Aller Diener, Nr. 3/4, 1982, 113-114.

Austrian College Has Colorful History, Adventist Review, 30. Dezember 1982, 20. Nachdruck in: Australasian Record, 18. Juni 1983, 10.

Gerhard Perk und die Anfänge der Adventgemeinde in Russland, Adventecho, 1. Januar   1983, 9.

Eschatologische Denkmodelle der modernen Theologie: Eine Übersicht, Aller Diener, Nr. 1, 1983, 21-28. Nachdruck in: Servir, Nr. 4, 1983, 3-10 (französisch).

Leonhard Schiemer: Leben und Sterben eines oberösterreichischen Täuferführers, Bogi –Aktuelles aus Bogenhofen, Nr. 1, 1983, 6.

Alma Mater Bogenhofensis, ebd., 6.

Entstehung und Fortschritt der Adventgemeinde in Russland, Stufen – Mitteilungsblatt des Adventistischen Wissenschaftlichen Arbeitskreises e. V., März 1983, 26-35.

Fenêtre sur l‘éducation: Un coup d’oeil sur Bogenhofen, Revue Adventiste, April 1983, 16.

Ursprung und Fortschritt der Buchevangelisation, Adventecho, 1. Mai 1983, 9.

Steht die Menschheit vor dem Atomkrieg? Zeichen der Zeit (Hamburg), Mai 1983, 14-16.

Schulleiterwechsel in Bogenhofen: Das Ziel bleibt, Adventecho, 15. Juni 1983, 15-16.

Freiheit einmal anders, Adventecho, 15. August 1983, 3-4.

Woher kommt der Name ‚Siebenten-Tags-Adventisten‘? Adventecho, 15. September 1983, 9. Nachdruck in: Informationen – Nachrichten aus Kirche und Mission (Basel), Februar 1985, 11.

‚Stimme der Wahrheit und prophetischer Erklärer‘, Adventecho, 1. Oktober 1983, 11.

Der Vorsteher und seine Sorgen, Bogi – Aktuelles aus Bogenhofen, Nr. 4, 1983, 4-5.

100 Jahre Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten in der UdSSR, Glaube in der 2. Welt (G2W), Nr. 1, 1984, 19-20. Nachdruck in: Informationen – Nachrichten aus Kirche und Mission (Basel), Dezember 1984, 10-12.

‚Jeder Tag machte es klarer, dass die Hand des Herrn alles leitete …‘ Ellen G. White über die Adventgemeinde in Europa vor hundert Jahren, Adventecho, 1. April 1984, 8-9.

100 Jahre Adventgemeinde in der Sowjetunion, Adventecho, 1. Mai 1984, 9-10.

Adventists Celebrate Centennial of Church in Soviet Union, Adventist Review, 10. Mai 1984, 13. Nachdruck in: Revue Adventiste, Juli-August 1984, 9.

Neuvostoliitossa adventisteja sata vuotta, Adventtiairut, 9. August 1984, 6.

Adventisten hatten es im Land der Kirchen und Klöster schwer, Adventecho, 15. August 1984, 10-11.

Der Weg zum Frieden, Adventecho, 1. Oktober 1984, 3.

Adventistische Märtyrer in dunkler Zeit, Adventecho, 1. April 1985, 7.

Wladimir Schelkow – adventistischer Märtyrer, Stufen – Zeitschrift des Adventistischen Wissenschaftlichen Arbeitskeises e. V., März 1985, 15-18.

Ellen G. White auf der Basler Missionskonferenz 1885. Adventecho, 1. August 1985, 13.

‚Aufbrechen – umkehren – bekennen‘: Vor 100 Jahren wurde Karl Barth geboren, Adventecho, Mai 1986, 11-12.

Das Problem der ‚Erbsünde‘ aus adventistischer Sicht, Aller Diener, Nr. 3, 1986, 18-23.

Anden, Dschungel, Amazonas: Leben und Wirken des Missionars Fernando Stahl, Adventecho, Mai 1987, 12-13.

Mystiker, Pietisten und Reformer: Zur Geschichte deutscher Frömmigkeit in Pennsylvanien, Adventecho, Juli 1987, 12-14.

Andrews Universität: Profil einer adventistischen Universität, Adventecho, November 1987, 10-11.

Patriarch of European Adventism: Ludwig Richard Conradi, Adventist Heritage, Nr. 1, Dezember 1987, 17-24.

Die Adventgemeinde  in Österreich und das Schicksalsjahr 1938, Bogi – Aktuelles aus Bogenhofen, Nr. 21, 1988, 9.

Adventisten und Politik im Spiegel der Geschichte, Adventecho, Juli 1988, 14-16.

Vor 125 Jahren: Gründung der Generalkonferenz, Adventecho, August 1988, 20.

Die Hutterer – Heilige der Prärie, Bogi – Aktuelles aus Bogenhofen, Nr. 23, 1988, 11.

Die christozentrische Wende: Minneapolis 1888, Adventecho, November 1988, 10-12.

Gloria, Halleluja und Amen: Frömmigkeit und Gottesdienst bei den frühen Adventisten, Adventecho, Februar 1989, 8-9.

Adventgemeinde in Hamburg, 1889 – 1989: Geschichte, Missionsmodell, Zukunftsperspektiven (1. Teil), Adventecho, September 1989, 10-11.

Adventgemeinde in Hamburg, 1889 – 1989: Geschichte, Missionsmodell, Zukunftsperspektiven (2. Teil), Adventecho, Oktober 1989, 8-9.

Adventgemeinde in Hamburg, 1889 – 1989: Geschichte, Missionsmodell, Zukunftsperspektiven (Schluss), Adventecho, November 1989, 13-14.

Seminar Schloss Bogenhofen: Rückblick auf 40 Jahre, Bogi – Aktuelles aus Bogenhofen, Nr. 28, 1989, 5-6.

Wer war William Miller? In: Weichenstellungen. Ein Gang durch die Kirchen- und Adventgeschichte, hg. von Arbeitskreis Religionsunterricht, Hamburg: Saatkorn-Verlag, 1989, 158-164.

Geschenkte Zeit: Joseph Bates und der Sabbat, in: ebd., 165-168.

Anfänge, Fortschritte und – Stillstand? Adventistische Mission in Europa, in: ebd., 206-215.

Gemeinsam haben sie gepredigt und geheilt: Ana Stahl (1870 – 1968), Ferdinand Stahl (1874 – 1950), in: ebd., 219-222.

Missionar Ernst Kotz, in: ebd., 227-230.

Abraham La Rue: Abenteurer und Gotteszeuge, Adventecho, Mai 1990, 14.

Recent Developments in Soviet Seventh-day Adventism, Occasional Papers On Religion In Eastern Europe (OPREE), hg. von Paul Mojzes, Nr. 3, Juni 1990, 30-34.

Geschichte der Adventgemeinde in Österreich (1. Teil), Bogi – Aktuelles aus Bogenhofen, Nr. 32, 1990, 6-7.

Adventisten in Osteuropa – gestern und heute, Glaube in der 2. Welt (G2W), Nr.1, 1991, 14-15. Nachdruck in: Informationen – Nachrichten aus Kirche und Mission (Basel), Januar 1991, 4-5.

Die Ausbreitung der Adventgemeinde in Osteuropa und ihre missionarischen Impulse, Adventecho, Januar 1991, 10-11.

Geschichte der Adventgemeinde in Österrreich (2. Teil), Bogi – Aktuelles aus Bogenhofen, Nr. 33, 1991, 9. 17.

Warum Theologie studieren? Ebd., 2.

Geschichte der Adventgemeinde in Österreich (3. Teil), Bogi – Aktuelles aus Bogenhofen, Nr. 34, 1991, 10. 20.

Auf den Spuren der ersten Siebenten-Tags-Adventisten in Europa, Adventecho, Januar 1992, 15-16.

Con la Cruz y la Espada – Mit Kreuz und Schwert. 500 Jahre Lateinamerika – Ein Grund zum Feiern? Bogi – Aktuelles aus Bogenhofen, Nr. 40, 1992, 9.

Die Schulleiter von Bogenhofen: Ferdinand Pieringer (1892 – 1975), ebd., 4. 19.

Armenhaus zwischen Schneebergen und Nelkeninseln – Eindrücke von einer Reise nach Tansania (1. Teil), ebd., 16. 18.

Armenhaus zwischen Schneebergen und Nelkeninseln – Eindrücke von einer Reise nach Tansania (2.Teil), ebd., Nr. 41, 1993, 18-19.

Milleriten/Adventisten, Informationen – Nachrichten aus Kirche und Mission (Basel), Januar 1993, 10.

Auf den Spuren der Pioniere. Adventmission in Ostafrika, Adventecho, Februar 1993, 13-14.

Wie aus Ostern Ostern wurde. Ursprünge und Hintergründe eines alten Kirchenfestes, Besser Leben, März-April 1993, 22.

Die Schulleiter von Bogenhofen: Paul Steiner (1913 – 1974), Bogi – Aktuelles aus Bogenhofen, Nr. 41, 1993, 3.

Wer war Christine Pauline Rottmayer? Ebd., Nr. 43, 1993, 18.

Vorwort zu: Arthur Ernest Wilder Smith, Die Zuverlässigkeit der Bibel, Wien: Wegweiser-Verlag, o. J., 7-8.

Adventisten in Österreich Anno 1910. Ältestes Bilddokument erzählt seine Geschichte, Bogi –Aktuelles aus Bogenhofen, Nr. 45, 1994, 12-13.

‚Afrika sucht seine Seele‘. Ein Gespräch mit Julius Kambaraga Nyerere, ebd., Nr. 46, 1994, 9.

Adventistischer Lebensstil in einer sich verändernden Welt: Historische und theologische Perspektiven, Aller Diener, Nr. 1, 1994, 35-42.

Der 22. Oktober 1844: Ein historischer Rückblick, Adventecho, Oktober 1994, 10-11.

Die Taufe in Geschichte und Gegenwart, Besser Leben, November-Dezember 1994, 18-19.

Auf den Spuren unserer Glaubensväter: Anfänge und Ausbreitung der Adventgemeinde in Europa, Adventecho, Februar 1995, 4-7.

Vom Schlosssiegel zum Schulwappen: Erscheinungsbild und Identität von Bogenhofen, Bogi – Aktuelles aus Bogenhofen, Nr. 49, 1995, 12.

Gemeinsam mit Hans Heinz: Kleidung und Schmuck: Biblisch-theologische Aspekte der Forderung nach einem einfachen Lebensstil des Christen, Aller Diener, Nr. 1, 1995, 52-56.

Glaubensmütter oder: Was die Adventgemeinde ‚ihren‘ Frauen verdankt, Adventecho, Oktober 1995, 8-9.

Der Leidensweg des Anton Brugger (1. Teil), Bogi – Aktuelles aus Bogenhofen, Nr. 53, 1996, 4-6.

Der Leidensweg des Anton Brugger (2. Teil), ebd., Nr. 54, 1996, 4-5.

Adventisten in Russland: Geschichte und Gegenwart, Glaube in der 2. Welt (G2W), Nr. 5, 1996, 27-28.

Von Ratzersdorf nach Wien. Verfolgung und Missionsstrategie der frühen Adventisten in Österreich, Bogi – Aktuelles aus Bogenhofen, Nr. 57, 1997, 18-19.

Gezählt zu den Gerechten: Adventisten retten Juden vor dem Holocaust, Adventecho, Januar 1997, 10-11.

Seventh-day Adventists in Europe: Heirs of the Reformation (Introduction), in: Daniel Heinz/ Hugh Dunton/Dennis Porter/Ronald Strasdowsky (Hgg.), Heirs of the Reformation. The Story of the Seventh-day Adventist Church in Europe, Grantham, England: Stanborough Press, 1997, 11-16.

Austria, in: ebd., 22-25.

Ludwig Richard Conradi, in: ebd., 114-115.

Michael Belina Czechowski, in: ebd., 177-179.

Russia, in: ebd., 200-205.

‚Auf dass sie alle eins seien‘, oder: Haben Adventisten ein Glaubensbekenntnis? Adventecho, April 1998, 10-12.

Offenbarungsquellen und Normen – Eine adventistische Perspektive, Kaleidoskop (Gemeinde-Akademie des Norddeutschen Verbandes, Hannover), 1998, Nr. 11, 1-11.

Aus dem Friedensauer Archiv: Die alte Glocke von Kihurio, Rosette. Mitteilungsblatt für Freunde, Förderer und Alumni (Theologische Hochschule Friedensau), Dezember 1998,      Nr. 3, 5.

‚Uns geht es darum, adventistische Geschichte lebendig zu machen‘: Das Historische Archiv der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa, Adventecho, Juli 1999, 18-20.

Genrich Lebsak (1870 – 1938). Pioner, rukovoditelʼ i poėt adventistskoj Cerkvi v Rossii [Heinrich Löbsack. Pionier, Prediger und Poet der Adventgemeinde in Rußland, russisch], Alfa i Omega (Moskau), Nr. 10, 1999, 5-8.

Aus dem Friedensauer Archiv: Ein Friedensauer Pädagoge als Schulgründer von Bogenhofen – Ferdinand Pieringer (1892 – 1975), Rosette. Mitteilungsblatt für Freunde, Förderer und Alumni (Theologische Hochschule Friedensau), August 1999, Nr. 5, 5-6.

Aller Anfang ist klein: Entstehungsgeschichten, in: Daniel Heinz (Hg.), Adventisten machen Schule – 50 Jahre Seminar Schloss Bogenhofen, 1949 – 1999, Wien: Wegweiser-Verlag, 1999, 12-22.

Die ‚Schlossherren‘, in: ebd., 32-37.

Von der Klappermühle zur Kirchlichen Hochschule: 100 Jahre Friedensau, 1899 – 1999, Zeitschrift für Heimatforschung (Sachsen-Anhalt), Heft 8, 1999, 56-61.

Johann Heinrich Lindermann und die pietistisch-freikirchlichen Wurzeln der deutschen Adventisten, Adventecho-Extra, April 2000, I-IV.

Aus dem Friedensauer Archiv: Friedensauer Missionare und Gemeindegründer in Osteuropa und auf dem Balkan, Rosette. Mitteilungsblatt für Freunde, Förderer und Alumni (Theologische Hochschule Friedensau), April 2000, Nr. 7, 5-6.

Friedensau und Ostafrika. Ein Beitrag zur Missionsgeschichte, Zeitschrift für Heimatforschung (Sachsen-Anhalt), Heft 9, 2000, 58-64.

Vorwort zu: Hans Heinz, Dein Heil bin ich. Gesammelte Aufsätze zu Rechtfertigung, Heiligung und Vollendung. Festgabe für Hans Heinz zum 70. Geburtstag, hg. von Daniel Heinz, Frankfurt/M., Berlin, Bern, New York, Oxford, Wien: Verlag Peter Lang, 2000, 11-13.

Bibelglaube und Bekenntnistreue: Hans Heinz zum 70. Geburtstag, in: ebd., 205-223.

Aus dem Friedensauer Archiv: Der adventistische Bildhauer und Kunstmaler Hermann Kokolsky (1853 – 1933), Rosette. Mitteilungsblatt für Freunde, Förderer und Alumni (Theologische Hochschule Friedensau), Dezember 2000, Nr. 9, 5.

Schmerzliche Erinnerungen: Adventisten und Juden im Dritten Reich, Adventecho, Mai 2001, 12-14. Nachdruck in: Shabbat Shalom. A Journal of Jewish-Christian Reflection (Hagerstown, MD, USA), 2002/2003, Nr. 3, 24-28; Advent (Prag), Juni 2001, 6-9.

Vorwort zu: Günther Gehann, Predigt das Evangelium! Die Geschichte der Adventbewegung in Siebenbürgen (Österreich-Ungarn) und Rumänien von der Gründung der Gemeinschaft bis zum Zweiten Weltkrieg, Kludenbach: Gehann Musikverlag, 2001, 7-9.

Vorwort zu: Siegfried Tobler/Christian Alt , Aber am siebten Tag … Ein fast vergessenes Geschenk, Zürich: Advent-Verlag, 2002, 7.

Aus dem Friedensauer Archiv: ‚Friedensstörer‘ aus Friedensau? Erste öffentliche Evangelisation vor 100 Jahren, Rosette. Mitteilungsblatt für Freunde, Förderer und Alumni (Theologische Hochschule Friedensau), Dezember 2002, Nr. 15, 3-4.

‚Auch in den schlimmsten Stunden ließ Gott mich nicht im Stich‘: Eine KZ-Überlebende erinnert sich, Adventecho, Februar 2003, 9-10.

Aus dem Friedensauer Archiv: Die ‚Alte Schule‘ – Steine zum Sprechen bringen, Rosette. Mitteilungsblatt für Freunde, Förderer und Alumni (Theologische Hochschule Friedensau), September 2003, Nr. 17, 3-4.

Judenretter im Holocaust. Zu wenig ‚Gerechte‘ unter den Adventisten? Adventecho, November 2003, 12-14.

Aus dem Friedensauer Archiv: Rosette und Christusmonogramm der Alten Schule – Eine bildhafte Predigt, Rosette. Mitteilungsblatt für Freunde, Förderer und Alumni (Theologische Hochschule Friedensau), Dezember 2003, Nr. 18, 3-4.

Wie lange noch? Die Naherwartung der Wiederkunft Jesu und das Problem der Verzögerung, Adventecho, Juni 2004, 23-26.

Vorwort zu: Otto Uebersax-Nork, Von guten Mächten wunderbar geborgen. Glaubenserfahrungen eines Auslandschweizers im Dritten Reich in den Jahren 1940 – 1944, Zürich: Advent-Verlag, 2004, 5-6.

Aus dem Friedensauer Archiv: Treu bis in den Tod – Friedensauer Studenten als Märtyrer, Rosette. Mitteilungsblatt für Freunde, Förderer und Alumni (Theologische Hochschule Friedensau), August 2004, Nr. 20, 3-4.

Aus dem Friedensauer Archiv: Erste Friedensauer Zeltmission im Spiegel der Presse, ebd., April 2005, Nr.22, 3-4.

Waldenserdenkmal enthüllt, Adventecho, April 2005, 37.

O wyjątkowości nauki i życia Jezusa Chrystusa oraz nieporównywalności chrześcijánstwa w stosunku do innych systemów religii ogólnoświatowych [Die Absolutheit des Christentums und der Lehre Jesu Christi im Vergleich zu den Weltreligionen, polnisch], Signa Temporis. Rocznik Teologiczno-Humanistyczny (Podkowa Leśna), 2005, Nr. 9, 231-238.

Adventisten und Nationalsozialismus. Trauma einer Generation [Begleittext zum Schuldbekenntnis], Adventecho – Extra, Mai 2005, 32-34.

Eine protestantische Freikirche stellt sich vor: Die Adventgemeinde in Eisenhüttenstadt, in: Festschrift zur 750-Jahr-Feier von Fürstenberg (Oder), Sonderausgabe Heimatkalender Eisenhüttenstadt und Umgebung, 2005, 23. Jg., hg. von Bürgervereinigung ‚Fürstenberg (Oder)‘ e.V., Eisenhüttenstadt: Schlaubetal Druck, 2005, 166-168.

Kollektives Gedächtnis der Gemeinde: 25 Jahre Historisches Archiv der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa, Adventecho-Extra, Juli-August 2005, 29-30.

Pentru ca ei să fie în mod desăvârşit … una! [Auf dem Weg zur Vollkommenheit durch die Einheit des Glaubens, rumänisch], Solia Adevărului Prezent (Bukarest), 2005, Nr. 42, 8-11.

100 Jahre Adventgemeinde in Brandenburg: Ein Rückblick, Heimatkundliche Blätter. Zeitschrift des Arbeitskreises Stadtgeschichte im Brandenburgischen Kulturbund e. V., 2005, Heft 30, 12-15.

Adwentyści a Narodowy Socjalizm [Adventisten und Nationalsozialismus, polnisch], Signa Temporis. Rocznik Teologiczno-Humanistyczny (Podkowa Leśna), 2006, Nr. 10, 199-204.

Unser prophetischer Auftrag: Das ganze Evangelium ist ‚Gegenwärtige Wahrheit‘, Adventecho, April 2006, 10-11.

Gemeinde unter dem Kreuz: Das Vermächtnis adventistischer Märtyrer, Adventecho, Oktober 2006, 25-28.

Christusbekenner unter Halbmond, Sowjetstern und Hakenkreuz: Adventistische Märtyrerschicksale im 20. Jahrhundert, Adventecho, November 2006, 23-26.

Aus dem Friedensauer Archiv: Der Friedensauer Student Georg Samuel Löbsack (1893 –  1936) – Wo ist Heimat? Rosette. Mitteilungsblatt für Freunde, Förderer und Alumni (Theologische Hochschule Friedensau), Dezember 2006, Nr.27, 3.

Gemeinsam mit Tatjana Plochotnjuk: Odnodnevnaja razvedyvatel’naja ėkspedicija v byvšie kubanskie i suvorovskie poselenija mennonitov i nemcev-adventistov na Stavropol’e [Eine Feldforschungsreise zu den ehemaligen deutschen mennonitischen und adventistischen Siedlungen im alten Kuban- und Suvorovgebiet der Region Stavropol, russisch], Rossijskie Nemci – Die Russlanddeutschen. Naučno-Informacionnyj Bjulleten´ – Wissenschaftliches Informationsbulletin (Moskau), Januar-März 2008, Nr.53, 27-28.

Großer Glaube, kleine Schritte: Zur Geschichte der protestantischen Freikirchen in Dessau mit besonderer Berücksichtigung der Adventgemeinde (1908 – 2008), Dessauer Kalender – Heimatliches Jahrbuch für Dessau-Roßlau und Umgebung, 53 (2009), 116-125.

‚Wandern bis der Weg aufhört‘. Michael Belina Czechowski – Erster Missionar und ‚Vater‘ der adventistischen Weltmission, Adventecho, Mai 2009, 28-31.

Geleitwort zu: Wolfgang Hartlapp, Wanderer, kommst du nach Friedensau. Erlebnisse, Erfahrungen, Erinnerungen, Spröda: Edition Akanthus, 2009, 5-6.

Anpassung und Abgrenzung. Müssen wir unsere Identität dem gesellschaftlichen Wandel anpassen? Lektionen aus der Geschichte der Adventgemeinde in Deutschland, BWgung. Mitteilungsblatt der Siebenten-Tags-Adventisten in Baden-Württemberg, September-Oktober 2009, 12-14.

Jakob Erzberger, der vergessene Pionier, Adventecho, Oktober 2009, 25-28. Nachdruck in: Adventist World, Mai 2010, 24-25; Adventisten heute, Mai 2010, 24-25.

Vorwort zu: Helmut Mayer, 22 Gründe für die Sonntagsfeier. Sind sie stichhaltig? Lüneburg: Advent-Verlag, 2010 (erweiterte Neuauflage), 7-8.

Gemeinsam mit Hans Heinz: Vom biblischen Sabbat zum kirchlichen Sonntag. Ein historischer Überblick vom Urchristentum bis zur Spätantike, in: ebd., 73-79.

Epilogue: A Passion for Mission, in: Daniel Heinz/David J. B. Trim (Hgg.), Parochialism, Pluralism, and Contextualization – Challenges to Adventist Mission in Europe (19th – 21st Centuries), Frankfurt/M., Berlin, Bern, New York, Oxford, Wien: Verlag Peter Lang, 2010, 207-208.

Vorwort zu: Ellen G. White, Vom Schatten zum Licht. Der Kampf der Kirchen und das Neue Jerusalem (Buchreihe: Geschichte der Hoffnung, Band 5), Zürich, Wien: Advent-Verlag/Top Life-Wegweiser Verlag, 2011, 5.

Liebevoll und leidenschaftlich Jesus bezeugen. Ellen G. Whites Leben und Werk (1827 – 1915), in: ebd., 492–495 [für alle 5 Bände ‚Geschichte der Hoffnung‘, 2011 – 2015].

Ermutigung für die endzeitliche Gemeinde: Ellen G. White und ‚Der große Kampf‘, Adventisten heute, Dezember 2011, 10-12.

Vorwort zu: Daniel Heinz (Hg.), Freikirchen und Juden im ‚Dritten Reich‘. Instrumentalisierte Heilsgeschichte, antisemitische Vorurteile und verdrängte Schuld, Göttingen: V&R unipress, 2011, 9-12.

Vorwort zu: Marek Walter, Dzieje Zborów Kościoła Adwentystów Dnia Siódmego na Śląsku w latach 1898 – 1945, Warschau: Znaki Czasu, 2012, 9-10.

Much to Thank God For: Europe, Divisions, especially the Inter-European Division (EUD), Adventist World, Juni 2013, 22-23. Nachdruck in: Adventisten heute, Juni 2013, 22-23.

Vorwort (Das Evangelium sagt es anders) zu: Hans Heinz, Glaube, Macht und Hybris. Die katholische Kirche in Geschichte und Prophetie, Mundelsheim: BASISTA Media, 2013, 7-8 (ebenso in polnischer Übersetzung).

Profil adventistů sedmého dne v Evropě: Identita a úkol [Profil der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa: Identität und Auftrag, tschechisch]. Koinonia. Časopis Teologického Semináře Církve Adventistů sedmého dne (Sázava), 2013, Nr. 4, 58-62.

Vorwort (‚Tu Buße, Deutschland, in der Gnadenzeit‘) zu: Daniel Heinz/Werner E. Lange (Hgg.), Adventhoffnung für Deutschland. Die Mission der Siebenten-Tags-Adventisten von Conradi bis heute, Lüneburg: Advent-Verlag, 2014, 7-10.

Aus der Vergangenheit lernen: Was die adventistische Mission in Deutschland einzigartig macht, Adventisten heute, Juni 2014, 8-10.

Gedächtnis und Schatzkammer: Das Historische Archiv der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa, Adventisten heute, Mai 2015, 21.

Zum 100. Todestag: Ellen G. White und Friedensau, Dialog (Theologische Hochschule Friedensau), Juli-September 2015, 12.

Im Tal der Todesschatten: Adventisten als Opfer des armenischen Völkermords vor 100 Jahren, Adventisten heute, Oktober 2015, 11-13.

While Justice Lingers. A Nearly Forgotten Story of Armenian Adventists, Adventist Review, Dezember 2015, 27-30.

Vorwort zu: Marek Walter, Dzieje Kościoła Adwentystów Dnia Siódmego na kresach wschodnich w latach 1888 – 1945, Warschau: Znaki Czasu, 2015, 14.

Einführung zu: Hans Heinz, Triumph der Hoffnung. Auf der Suche nach einer gerechteren Welt, Wien: Top Life-Wegweiser Verlag, 2015, 7-8.

‚Frömmigkeit, Begeisterung, Fleiß und Ausdauer‘. Conradi als Missionsstratege, Evangelist und Gemeindegründer, Adventisten heute, April 2016, 12-13.

Die vielen Gesichter des Islam. Strömungen, Spaltungen und Konflikte, Adventisten heute, September 2016, 12-14.

Einführung (Luthers Hoffnung: ‚Ich geh – weiß wohl, wohin!‘) zu: Daniel Heinz (Hg.), So komm noch diese Stunde! Luthers Reformation aus Sicht der Siebenten-Tags-Adventisten, Lüneburg: Advent-Verlag, 2016, 21-27.

Gemeinsam mit Christian Noack: Glaube als Wirkung der Liebe Gottes, in: ebd., 293-302.

Martin Luther und Adventisten. Adventglaube als bleibende reformatorische Aufgabe, Adventisten heute, Oktober 2017, 12-13.

Vorwort zu: Hans Heinz, Endzeit und Endziel: Martin Luther und die Zukunft der Welt, Zürich: Advent-Verlag, 2017, 7-8 (Hoffnung heute – Kleine Schriftenreihe zur Theologie, Geschichte und Weltsicht der Siebenten-Tags-Adventisten, Band 2).

Vorwort zu: Marek Walter, Dzieje Kościoła Adwentystów Dnia Siódmego w Wielkopolsce, na ziemi lubuskiej, kujawskiej i łódzkiej, w latach 1893 – 1945, Warschau: Znaki Czasu, 2019,  15-16.

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Bemerkung: Rezensionen, Konferenzberichte, Kurznachrichten, Nachrufe sowie unveröffentlichte Forschungsarbeiten sind in der Bibliographie nicht angeführt.

[1] Ein ‚Vorwort‘ bzw. eine ‚Einführung‘ des Autors schließen in den meisten Fällen auch eine theologische und literarisch-redaktionelle Bearbeitung des jeweiligen Werkes mit ein.

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