Partnerschaft mit „Friendship Bench“

05. Feb.. 2026

Auf dem Weg, die Vision „Friendship Bench überall, fußläufig und kostenlos für jeden“ erreichbar zu machen, sind wir mit der Unterzeichnung eines Partnerschaftsabkommens zwischen „Friendship Bench“ Zimbabwe und der Theologischen Hochschule Friedensau einen Schritt weitergekommen. Unser gemeinsames Ziel ist es, ein von geschulten Laien durchgeführtes niedrigschwelliges Präventionsangebot speziell gegen Einsamkeit und Depression anzubieten. Damit soll ein Baustein in Prävention und Versorgung zurück in das alltägliche Umfeld, die Nachbarschaft, die Kommunen gebracht werden.

Seit der Unterzeichnung unserer ersten Serviceleistungsvereinbarung mit „Friendship Bench“ im Frühling 2024 konnten wir jeweils eine engagierte englischsprachige und eine deutschsprachige Gruppe von Studierenden und Hochschulangehörigen anhand des klientenzentrierten Gesprächsansatzes von „Friendship Bench“ ausbilden. Auf der Basis einer offenen vorurteilsfreien, empathischen Haltung und geschult im aktiven Zuhören sowie adaptierbaren Elementen der kognitiven Verhaltenstherapie sind Studierende und Hochschulangehörige auf dem Campus bereits als „Friendship-Bench“-Begleiter aktiv.

Mit dem Partnerschaftsabkommen sind wir nun auch in der Lage, Friendship Bench außerhalb Friedensaus zu etablieren. Prof. Dr. Dr. Silvia Hedenigg und Prof. Andreas Bochmann führen das dreistufige Training sowie die daran anschließenden Supervisionsgruppen durch und stehen bei der Implementierung unterstützend zur Seite. Aus bereits bestehenden Kontakten mit Kommunen und Organisationen wurde das Interesse an dem Potenzial des Ansatzes ersichtlich und kann nun auch aktiv umgesetzt werden. Wir sind überzeugt, dass der Ansatz – dessen Wirksamkeit in über 100 wissenschaftlichen Studien bestätigt wurde – auch in Deutschland einen wichtigen Beitrag bei der Bekämpfung von Einsamkeit und Depression leisten kann.

Bild der THH Friedensau
Beim Pressetermin dabei (von links): Kanzler Tobias H. Koch, Prof. Andreas Bochmann, Prof. Dr. Dr. Silvia Hedenigg, Prof. Dr. Roland E. Fischer
Foto: ThHF | Inna Mayer