Grundsätze für Studium und Wohnen
Grundsätze für ein Studium an der ThHF
TRÄGERSCHAFT
Die Theologische Hochschule Friedensau (nachfolgend ThHF) ist eine Bildungseinrichtung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa, die als Träger der staatlich anerkannten, kirchlichen Hochschule am 01.01.1900 den gemeinnützigen Verein „Anstalten der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten Friedensau e.V.“ gründete.
Die Arbeit von adventistischen Schulen basiert auf weltanschaulichen Überzeugungen. Die ThHF strebt als Erziehungsziel eine ganzheitliche Ausbildung vor dem Hintergrund eines biblischen Menschenbildes an. Ganzheitlich bedeutet, dass neben den Angeboten zur akademischen Qualifikation auch Gelegenheiten für das geistliche Leben und der sportlichen Betätigung bestehen, zu denen alle Hochschulmitglieder eingeladen sind.
VERHALTEN
Die ThHF ist offen für Studierende aller Weltanschauungen und Religionen, die sich entscheiden, die adventistische Prägung der Schule zu akzeptieren. Von Lehrenden und Lernenden wird erwartet, dass sie die soziale, religiöse und kulturelle Herkunft anderer respektieren und die Würde aller Menschen achten. Der Verzicht auf Alkohol, Drogen und Nikotin auf dem Campus sowie der aufrichtige, ehrliche Umgang miteinander, die Einhaltung aller vertraglichen Vereinbarungen und der Verzicht auf kriminelle Handlungen sind die Grundlage des Miteinanders. Da die wechselseitige Ermutigung zu einem geistlichen Leben ein wichtiges Ziel der Friedensauer Lebensgemeinschaft darstellt, laden wir jeden gerne zu allen entsprechenden Veranstaltungen ein.
Grundsätze für das Leben auf dem Campus
GEGENSEITIGE RÜCKSICHTNAHME
Auf dem Campus der ThHF leben Studierende in enger Nachbarschaft. Je nach gewählter Unterkunft teilen sie sich in Wohngemeinschaften oder im Wohnheim Sanitäreinrichtungen oder leben in Mehrpersonenzimmern mit anderen Studierenden in einem Raum. Das gemeinsame Leben mit eingeschränkter Privatsphäre stellt besondere Anforderungen an die Bereitschaft, auf die Mitbewohner Rücksicht zu nehmen und eigenes Verhalten an gültige Regeln anzupassen. Diese gemeinsamen Regeln finden sich in den allgemeinen Mietbedingungen, die einen verbindlichen Rahmen für das Verhalten setzen, das sich aus der Weltanschauung des Trägers ableitet. Dazu gehört auch der nachhaltige und sparsame Umgang mit den Ressourcen der Natur (insbesondere Wasser, Strom, Heizung) und das achtsame Behandeln des Eigentums der ThHF, damit noch viele Studierende davon profitieren können.
MULTIKULTURALITÄT
In der Regel leben Studierende aus mehr als 20 verschiedenen Nationen und von allen Kontinenten auf dem Campus. Wer auf dem Campus lebt, ist bereit, sensibel auf andere kulturelle Bedürfnisse einzugehen. Dies betrifft sowohl persönliche Fragen (z.B. Nähe und Distanz) als auch das Verhalten (z.B. im Umgang mit fremdem Eigentum). Grundsätzlich sind alle Bewohner des Campus aufgefordert, das gemeinsame Leben aufgrund ausdrücklich abgesprochener Vereinbarungen zu gestalten und nicht davon auszugehen, dass eigenes kulturell vertrautes Verhalten auch anderen bekannt ist oder stillschweigend akzeptiert wird.
RELIGIÖSITÄT
Auf dem Campus leben und arbeiten Studierende und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschiedener Religionszugehörigkeiten mit gegenseitigem Respekt und Rücksichtnahme. Gleichwohl sind Leben und Arbeit durch das Bekenntnis des Trägers als adventistische Einrichtung geprägt. Andachten, Gottesdienste, Hauskreise oder Seelsorge werden vom Chaplain der ThHF für alle angeboten. Studierende sind herzlich eingeladen, diese Angebote zu nutzen und dem Glauben einen angemessen Raum in ihrem Leben zu geben. Mehr Informationen: https://www.thh-friedensau.de/campusleben/geistliches-leben.
GEMEINSAMES ESSEN
Die ThHF bietet in der Mensa allen Bewohnern von Friedensau eine gesunde, ausgewogene vegetarische Verpflegung zu subventionierten Preisen an. Auch wenn keine Verpflichtung besteht, sich in der Mensa zu verpflegen, sollte dieses Angebot genutzt werden. Auf den Zimmern ist das Kochen aus Gründen des Brandschutzes untersagt. Das gemeinsame Essen in der Mensa ist nicht nur eine gute Möglichkeit, sich gesund zu ernähren, sondern auch Gemeinschaft zu pflegen.