Weitgedacht – ein neuer Podcast von ThHF und BMV
14. Aug.. 2026
Ab 20. August 2026 tritt die Theologische Hochschule Friedensau mit einem neuen Format in die Öffentlichkeit: mit Podcasts! Zunächst bis Ende September 2026 wird es jeden Donnerstag eine neue Folge geben. Es ist eine Gemeinschaftsproduktion der Theologischen Hochschule Friedensau und der Berlin-Mitteldeutschen Vereinigung der Freikirche der STA. Annegret Hartlapp, Kommunikationsbeauftragte von der BMV: „Zum Auftakt treffen wir Dr. Johannes Hartlapp und sprechen mit ihm als Kirchenhistoriker über seinen Blick auf unsere Gesellschaft und die Zeit, in der wir leben. ‚Historiker leben ruhiger‘, wird er im Gespräch sagen. Warum das so ist – und was der Blick zurück mit unserer Gegenwart und vielleicht sogar mit unserer Hoffnung für die Zukunft zu tun hat – gibt es ab Donnerstag, 20. August 2026, in der ersten Folge von »Weitgedacht« zu hören. Danach geht es jeden Donnerstag weiter: unter anderem mit Prof. Stefan Höschele, Tobias Koch, Dr. Friedegard Föltz und weiteren Stimmen aus Friedensau – über Theologie und Glauben, Gesellschaft und Verantwortung und über Fragen, bei denen es sich lohnt, ein bisschen weiterzudenken.“
Die Inhalte des neuen Formats drehen sich um Fragen wie: Was bewegt uns als Kirche – und welche Perspektiven helfen uns, weiterzudenken? Im neuen Podcast »Weitgedacht« kommen Lehrende und Hochschulangehörige der Theologischen Hochschule Friedensau zu Wort. Gemeinsam mit Dietmar Päschel stellen wir Fragen, die uns als Kirche und Gesellschaft beschäftigen, hören hin, wo es unterschiedliche Perspektiven gibt, und suchen nach Gedanken, die weiterführen.
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Folge 1. Dr. Johannes Hartlapp – „Historiker leben ruhiger.“
„Historiker leben ruhiger.“ Das sagt Dr. Johannes Hartlapp gleich zu Beginn unseres Gesprächs. Und tatsächlich blickt er erstaunlich gelassen auf eine Gegenwart, die viele Menschen als krisenhaft und verunsichernd erleben.
Dr. Johannes Hartlapp ist Kirchenhistoriker und war viele Jahre Dozent an der Theologischen Hochschule Friedensau. Geschichte ist für ihn weit mehr als der Blick zurück: Sie hilft, Entwicklungen einzuordnen, Zusammenhänge zu verstehen – und die Gegenwart mit etwas mehr Abstand zu betrachten.
In der ersten Folge von »Weitgedacht« sprechen wir mit ihm über unsere Gesellschaft, über Demokratie und darüber, warum er sagt: „Ich gestehe, die Angst, die viele umtreibt, habe ich eigentlich nicht.“ Dabei wird es durchaus grundsätzlich. Johannes Hartlapp sieht unsere Demokratie in einer schweren Krise. Er zieht eine Verbindung zur Aufklärung und fragt, was passiert, wenn sachliche Auseinandersetzung zunehmend von Emotionalisierung verdrängt wird. Wir sprechen über gesellschaftlichen Zusammenhalt, Verantwortung und seine deutlichsten Überzeugungen.
Aber wir fragen auch: Was gibt Hoffnung?
Für Johannes Hartlapp beginnt die Antwort beim christlichen Menschenbild: Jeder Mensch ist von Gott geliebt. Und sie hat etwas mit Vertrauen zu tun. Gerade der älteren Generation macht er Mut, jüngeren Menschen mehr zuzutrauen – auch weil diese umgekehrt bereit seien, der älteren Generation Vertrauen entgegenzubringen.
Am Ende führt das Gespräch zu Dietrich Bonhoeffer und zu einem Gedanken, der vielleicht auch über dieser ersten Folge von »Weitgedacht« stehen könnte: Christinnen und Christen sollten den Mut haben, sich zu engagieren.
Ab 20. August – jeden Donnerstag eine neue Folge (bis Ende September). Überall dort, wo es Podcasts gibt und auf YouTube.
