­Erasmus+­

Das europäische Austauschprogramm Erasmus (European Community Action Scheme for the Mobility of University Students) ist ein 1987 durch die Europäische Union entwickeltes Austauschprogramm, das Studierenden die Möglichkeit gibt, ein oder zwei Semester im Ausland zu studieren, basierend auf bilateralen Verträgen zwischen der Heimathochschule und einer Vielzahl von Partner-/Gast-Hochschulen. In diesem Rahmen erbrachte Studienleistungen werden von den Partner-Hochschulen anerkannt. Die Anerkennung der Studienleistungen orientiert sich an den Vorgaben des „European Credit Transfer and Accumulation System“ (ECTS), der jeweiligen Prüfungsordnung, sowie der Lissabon-Konvention. Wichtige Instrumente für die Anerkennung sind eine Studienvereinbarung und die Bescheinigung über erbrachte Studienleistungen (Transcript of Records). Informationen zum Benotungssystem finden Sie in der Prüfungsordnung des jeweiligen Studienganges. Falls keine Anerkennung gewährt wird, können Beschwerden beim Büro für Akademische und Studentische Angelegenheiten eingereicht werden.

Hinweis für einen Studienaufenthalt in Großbritannien:
Aufgrund des Brexit sind deutsche Studenten die einen Studienaufenthalt in Großbritannien planen gebeten, sich auf der Webseite der deutschen Auslandsvertretung in Großbritannien über die aufenthaltsrechtlichen Fragen zu informieren.

Icon PlusCoronazeit

Auf dem Bild sieht man meinen Ausblick am Flughafen London Stansted nachts um 2.30 Uhr, was ich auf Instagram gepostet hatte. „Zu schön, um wahr zu sein“ war dabei eher ironisch gemeint!

Die Corona-Krise hat sich drastisch und vor allem sehr schnell auf mein Praktikum ausgewirkt. Schon im Januar wurde man durch den Ausbruch der Krankheit in den Medien auf dem neusten Stand gehalten, aber alles schien für alle sehr weit entfernt. Durch mein Praktikum an einer Forschungseinrichtung, wo viele Biologen arbeiten, wurde das Thema fast Tag für Tag diskutiert, aber niemand hatte damit gerechnet, dass sich innerhalb von 4 Wochen alles drastisch ändern wird. Am Wochenende vor meiner Abreise hatte ich Besuch von Freunden aus Deutschland und wir reisten nach London. Das Thema spitzte sich immer mehr zu, weswegen ich die Hygienemaßnahmen schon für sehr wichtig gehalten habe. Meine Freunde waren zu dem Zeitpunkt noch sehr entspannt und ich hatte das Gefühl, dass ich schon panisch werde. Aber auch in meinem Umfeld am Institut wurden viele Sorgen geäußert, aufgrund mangelnder Kapazitäten des Gesundheits-systems in England und des „Herden-Immunität“-Ziels von Boris Johnson. Durch die London-Reise hatte ich beschlossen aus Sicherheit eine Woche zu Hause zu bleiben. Ich war sehr viel in öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs und hatte in einem 9-Bettzimmer im Hostel übernachtet. Am Dienstag hatte ich mit Frau Wittkamp telefoniert, da ich mit der immer beängstigender werdenden Situation überfordert war. Allerdings entschied ich mich, in England zu bleiben. Am darauffolgenden Tag bekam das Forschungsinstitut eine E-Mail vom Vize-Kanzler der Universität, wo alle internationalen Studenten gebeten werden, so schnell wie möglich die Rückreise in das jeweilige Heimatland anzutreten. Ich war komplett überfordert, da ich eigentlich einen Tag vorher froh über meine Entscheidung war. Ich hatte noch mit meinem Gruppenleiter, meiner Betreuerin und der deutschen Botschaft in England Kontakt und alle meinten, dass man so schnell wie möglich nach Hause fliegen solle. Einen Tag später war ein günstiger Flug vorhanden, den ich mir dann auch gebucht hatte. Jetzt bin ich traurigerweise seit 12 Tagen wieder in Deutschland, aber bin trotzdem überzeugt, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe, das Land wieder zu verlassen.

Name: Jolina Marx
Studiengang: Master Biologie
Zielland: Großbritannien
Name der Praktikumseinrichtung: Sainsbury Laboratory University of Cambridge
Derzeitiger Status: vorzeitiger Abbruch (?)

Icon PlusPraktikum in Irland

Mein Name ist Noémie. Ich bin Studentin im Master International Social Sciences an der Theologischen Hochschule Friedensau in Deutschland. Vom 6. Januar 2020 bis zum 5. März 2020 war ich für mein Praktikum in der Hauptgeschäftsstelle von Trócaire in Maynooth, Irland. Meine Reise nach Irland für mein Praktikum wurde von Erasmus+ und meiner Universität gesponsert.  Der Prozess verlief sehr reibungslos, das Erasmus+-Büro an der Theologischen Hochschule Friedensau hat mich während des gesamten Prozesses unterstützt. Die Erasmus-Mobilität hat mir auch freien Zugang zu Sprachkursen gegeben um mein Englisch zu verbessern. Ich wollte mein Praktikum in einer professionellen europäischen Organisation absolvieren. Die Möglichkeit der Finanzierung durch Erasmus hat mir geholfen, dieses Ziel zu erreichen. Darüber hinaus war es eine sehr reiche Erfahrung für mein Praktikum in eine völlig neue Umgebung zu gehen, dadurch konnte ich einen mehrdimensionalen Lernprozess durchlaufen. Ich hatte die Gelegenheit neue Arbeitsweisen zu kennenzulernen, ich habe Erfahrungen in einem sehr professionellen Umfeld gesammelt, ich habe viele Leute kennen gelernt und neue Freunde gefunden und ich habe Wissen über die irische Kultur erworben. All dies gleichzeitig und in einer kurzen Zeitspanne (2 Monate) zu tun, war großartig. Ich bin dankbar für die Gelegenheit und die Unterstützung, die ich von Erasmus+ und meiner Universität erhalten habe.

Icon PlusCSW-Mitarbeiter in Irland

Vom 1.-6. März, noch rechtzeitig, bevor eine andere Zeit durch die COVID-19 Situation über uns hereinbrach, konnten drei Kolleg*innen des Fachbereichs Christliches Sozialwesen und Studiengangsleiterinnen der Studiengänge M.A. International Social Sciences und B.A. Soziale Arbeit eine Staff-Mobilitätsphase mit Erasmus+ an der Maynooth University in Irland durchführen.

Ziel war es, Internationalisierungsstrategien dieser Universität und den spezifischen Rahmen der Studiengänge des Department of International Development und des B.A. Social Work, kennenzulernen, sich mit Kolleg*innen auszutauschen, zu schauen, ob und wie Kooperationsmöglichkeiten in den Blick genommen werden können, einen E-Learning Workshop zu besuchen und nicht zuletzt in die englische Sprache einzutauchen und Irland und die Kultur zu erfahren.

So war die Woche vollgepackt mit Aktivitäten und neuen Eindrücken. Wir wurden herzlich willkommen geheißen und es gab einen vollen Terminkalender, der außer dem Workshop verschiedene Treffen mit Dozent*innen unterschiedlicher Funktions- und Verantwortungsbereiche vorsah. Die Beziehungen und der Austausch konnten abends bei einem Pubbesuch weiter vertieft werden.

Der Workshop über E-Learning führte uns einmal mehr die Relevanz der Weiterentwicklung der Digitalisierung im Hochschulbereich plastisch vor Augen und motivierte uns, dort mehr Aufmerksamkeit und Aktivitäten zu investieren. Diese Notwendigkeit ergab sich dann auch sofort nach unserer Rückkehr aufgrund der sich anbahnenden Situation durch COVID-19. Dieser Workshop war eine ideale Vorlage für unsere momentanen Bemühungen und Herausforderungen, die Lehre unter diesen Umständen aufrechtzuerhalten.

Wir haben ein besseres Verständnis des spezifischen Rahmens dieser Studiengänge an der Maynooth University bekommen und werden weiter die Möglichkeiten zur Zusammenarbeit in Bezug auf Curricula, Möglichkeiten des Austausches für Studierende, Summerschools oder Praktika ausloten. Ein gemeinsamer Workshop zum Thema „Teaching Development Studies in the Global North“ ist noch für dieses Jahr in Friedensau geplant.  Wir freuen uns dafür unser Kolleg*innen aus Maynooth in Friedensau zu empfangen.

Icon PlusIn Brüssel

Das Bild habe ich am ersten Abend in Brüssel aufgenommen. Am linken Bildrand erkennt man einige Autos, die zu dem Zeitpunkt noch gefahren sind. An dem Abend war ich noch in der Stadt, wo viele Menschen in den Bars und Restaurants waren. Man musste Glück haben ein Platz zu bekommen. Die ersten zwei Wochen meines Praktikums habe ich im Büro verbracht und war auf Veranstaltungen. Alles in allem, hatte ich viel mit Menschen zu tun. Dann kam die Nachricht, dass wir keine Außentermine wahrnehmen sollen. Die Maßnahme würde innerhalb von zwei-drei Tagen verschärft und alle Mitarbeiter mussten ins Homeoffice. In der selben Woche hat Belgien die Grenzen geschlossen und ich war froh, dass ich zwei Tag vor dem Beschluss nach Hause gefahren bin. Da der Coronavirus in Belgien lange noch nicht überwunden ist und die Maßnahmen verlängert wurde, musste ich leider die Entscheidung treffen mein Praktikum abzubrechen. So kann man sehen, dass sich eine Situation innerhalb von zwei Wochen total ändern kann. Das Leben steck voller Überraschungen und wir alle müssen jetzt Solidarität und Optimismus zeigen.

Amanda Zieseniss

Hochschule Magdeburg-Stendal, Betriebswirtschaftslehre

Praktikum bei der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt bei der EU in Brüssel, Belgien

Icon PlusIn Frankreich

Ich habe als Fremdsprachenassistentin in Frankreich gearbeitet und musste mein Praktikum frühzeitig vor Ort beenden, da ab dem 16.03. alle Schulen geschlossen wurden. An meinem letzten Tag haben die Schülerinnen und Schüler mir als Abschiedsgeschenk Briefe und Pralinen überreicht, die Briefe hängen nun eingerahmt über meinem Schreibtisch und erinnern mich immer daran,warum ich Lehrerin werden möchte. Ich konnte vorerst nichts weiter tun, da auch die Lehrerinnen nicht mit der Situation richtig umzugehen wussten. Heute nehme ich ab und an Audiodateien für meine Lehrerinnen und deren Schülerinnen und Schüler auf, um sie beim Lernen Zuhause zu unterstützen.

Jessica Sährig, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Lehramt Gymnasium Französisch/ Ethik, Frankreich, Académie de Versailles, ehemalige Fremdsprachenassistentin

Icon PlusHome-office in Prag

dav

Seit September 2019 absolviere ich ein einjähriges Praktikum beim Open-Source 3D-Drucker-Pionier Prusa in Prag. Meine Hauptaufgabe besteht in der Entwicklung und Umsetzung von Automatisierungstools für die Filamentproduktion. Den größten Teil dieser Arbeit kann ich seit Anfang März im Homeoffice erledigen und dank des 3D-Druckers die konstruierten Teile auch herstellen. Ab und zu fahre ich dann doch mit Mundschutz und Fahrrad auf Arbeit, um die Teile zu verbauen und zu testen.

Jonas Duteloff, Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, B.A. Industriedesign, Tschechien, Prusa Polymers a.s., Praktikum hauptsächlich im Homeoffice in Prag

Icon PlusUnterbrochenes Praktikum

Wie hat sich Corona auf das Praktikum ausgewirkt? Mein Praktikum bestand aus einem Präsenztag im Praktikumsbetrieb und einer Woche Homeoffice. Leider wurde das Praktikum aufgrund des Coronavirus unterbrochen und ich trat eine Woche später die Rückreise nach Deutschland an. Zurzeit hoffe ich auf die Wiederaufnahme des Praktikums und stehe dazu im Kontakt mit dem CSA.

Name: Antonia Lange

Hochschule: Hochschule Anhalt, Standort Bernburg

Studiengang: Naturschutz und Landschaftsplanung

Zielland: Frankreich

Name der Praktikumseinrichtung: Conservatoire des Sites Alsaciens

Derzeitiger Status: Praktikum unterbrochen, nach Deutschland zurückgekehrt

Erasmus-Büro

Theologische Hochschule Friedensau
Otto-Lüpke-Haus, Raum 306 A/B
An der Ihle 5 A
D-39291 Möckern-Friedensau

E-Mail:

Ansprechpartnerinnen:

Dr. phil. Friedegard Föltz

Telefon: +49 (0) 3921 916-189
Fax: +49 (0) 3921 916-201
E-Mail:

Dr. phil. Simone Emmert, LL.M.Eur.

Telefon: +49 (0) 3921 916-244
Fax: +49 (0) 3921 916-201
E-Mail:

Büro für Akademische und Studentische Angelegenheiten:

Jochen Streit

E-Mail:

Bild der THH Friedensau

ERASMUS-Code: D MAGDEBU05
ECHE: 272694-EPP-1-2019-1-DE-EPPKA1-ECHE
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