Foto Prof. Dr. sc. mus. Petra Jürgens

Prof. Dr. sc. mus. Petra Jürgens

Studiengangsleiterin M.A. Musiktherapie
Leiterin des Instituts für Musiktherapie

Prof. Dr. sc. mus. Petra Jürgens
Studiengangsleiterin M.A. Musiktherapie
Leiterin des Instituts für Musiktherapie

An der Ihle 9
39291 Möckern-Friedensau

Raum: EFF 2
Telefon: +49 (0) 3921 916-187
Fax: +49 (0) 3921 916-187
E-Mail:

Vita

Petra Jürgens, Prof. Dr. sc. mus. | geboren 1960 in Mecklenburg/Vorpommern |

studierte zunächst Musikwissenschaften, Germanistik, Pädagogik und Psychologie an den Universitäten Greifswald & Leipzig. Im Anschluss daran arbeitete sie unter anderem einige Jahre als freiberufliche Musikerin und beforschte die Geschichte des niederdeutschen Liedgutes. Parallel erwarb sie diverse Zusatzqualifikationen auf dem Feld der tiefenpsychologisch fundierten Musiktherapie.

Ab 1990 wurde Petra Jürgens als Therapeutin in Anwendungsbereichen wie Rehabilitation, Sonderpädagogik, Neuro-/Psychiatrie, Psychosomatik & Psychotherapie tätig. Rückblickend schätzt sie insbesondere ihre vielen intensiven „Lehrjahre“ bei Dr. habil. Christoph Schwabe als prägend für sich ein – erst als Studentin und in unmittelbarem Anschluss als seine Kollegin. In diesem Rahmen widmete sie sich auch ersten größeren Forschungsprojekten wie beispielsweise der Musiktherapie im Langzeit-Strafvollzug.

Zum Jahreswechsel 1996/97 übernahm Petra Jürgens parallel dazu die Leitung des 1962 gegründeten Instituts für Musiktherapie Berlin-Zehlendorf. Nach 25 Jahren in diesem Amt ist Petra Jürgens derzeit damit befasst, ihre im Berliner Institut gesammelten Praxiserfahrungen, entwickelten Ausbildungskonzeptionen und wissenschaftlichen Ergebnisse vollständig in den Campus ihrer zweiten „Heimat“, der Theologischen Hochschule Friedensau (ThHF), zu überführen, denn hier lehrt und forscht sie ebenfalls bereits seit 1998.

Ein glücklicher Umstand führte sie im Jahr 2001 zu Prof. Dr. Hans-Helmut Decker-Voigt nach Hamburg, von dem sie als ihrem „Doktorvater“ entscheidenden Halt für ihre wissenschaftliche, zuweilen sehr schmerzliche Auseinandersetzung mit der Geschichte der ostdeutschen Musiktherapie erfuhr. Neben den exquisiten fachlichen Anregungen traf sie nach eigenen Worten bei ihm stets auf so zuverlässige Größen wie An-Klang in Dur und Moll, auf Resonanz, Takt, Rhythmus, Synkopen, Dynamik und emotionalen Beistand. Das Ergebnis ihres Promotionsstudiums wurde 2006 mit „summa cum laude“ prämiert.

Alle bisherigen musiktherapeutischen Ausbildungsangebote an der Theologischen Hochschule Friedensau mündeten schließlich in einen akkreditierten Master-Studiengang im Fach Musiktherapie, den Petra Jürgens seit 2011 als Professorin leitet. Außerdem hat sie das Amt der Direktorin des Instituts für Musiktherapie der ThHF inne.

Neben diesen Aufgaben praktiziert Petra Jürgens auch noch dosiert psychotherapeutisch unter anderem mit tiefenpsychologisch fundierten, systemischen und hypnoanalytischen Ansätzen in Kombination mit künstlerischen Medien.

Ihre Forschungsschwerpunkte bewegen sich in den Bereichen Wissenschaftsgeschichte, sozialwissenschaftliche, methodisch-didaktische und wissenssoziologische Aspekte der Musik-Psycho-Therapie.

Als Auswahl von diversen Veröffentlichungen seien genannt:

„Geschichte der ostdeutschen Musiktherapie, Entwicklung – Selbstverständnis – gesellschaftspolitischer und wissenschaftstheoretischer Kontext“. Frankfurt/M.: Peter Lang. Europäischer Verlag der Wissenschaften (2007) sowie vielfältigste Beiträge zur Musiktherapie in folgenden Schriftenreihen: Charité-Gespräche Berlin, Musiktherapeutische Umschau, Musik und Gesundsein, Crossener Schriften zur Musiktherapie, Friedensauer Schriftenreihe, populärwissenschaftliche Artikel und Essays in Magazinen, Tageszeitungen, Ausstellungskatalogen etc.

Seit 2021 gehört Petra Jürgens dem Herausgeberteam der Fachzeitschrift „Musik und Gesundsein“ an. Sie lebt wechselnd in der lauten, mittigsten Mitte Berlins und auf ihrem einsam gelegenen, stillen Gehöft in der Schorfheide.