Vortrag zum 150. Geburtstag von Gandhi

16. Okt. 2019

Am 2. Oktober 1869 wurde Mahatma Gandhi in Porbadar (West-Gujarat, Indien) geboren. In Erinnerung an diese besondere Persönlichkeit der Weltgeschichte hielt Dr. Johannes Hartlapp am 13. Oktober 2019 in der Bibliothek einen Vortrag mit dem Titel: „Gandhi: Widerstand ohne Gewalt?“

Mahatma Gandhi, der eigentlich Mohandas Karamchand Gandhi hieß, gilt als der Initiator des gewaltlosen Befreiung Indiens von der britischen Kolonialherrschaft. Sein Vater war Premierminister des indischen Teilstaates Porbadar; damit gehörte seine Familie zur Oberschicht, die als praktizierende Hindus Gewaltlosigkeit lebte.
Von 1888 bis 1891 studierte der junge Gandhi Jura in London. Er arbeitete anschließend in Indien als Rechtsanwalt. 1893 ging er nach Pretoria (Südafrika), wo viele Inder lebten und als Menschen zweiter Klasse behandelt wurden. Hier setzte er sich für deren Rechte ein. 1914 kehrte er nach Indien zurück und trat einer Bewegung bei, die die nationale Unabhängigkeit des Landes forderte. Er organisierte Streiks gegen die Kolonialregierung und Boykotts gegen Importwaren. Der „Salzmarsch“ von 1930 ging in die Geschichts­bücher ein: als ein Protest gegen das britische Salzmonopol. Unter Gandhis Führung erreichte Indien am 3. Juni 1947 die Unabhängigkeit. Gandhi wurde 1948 von einem Nationalisten erschossen.