Als Moderatorin bei der Gottesdienstaufnahme

27. Jan. 2019 / Lernen & Studieren

Am 26. Januar 2019 ist eine Hope-Channel (sprich: Houp Tschännl)-Gottesdienstaufnahme und ich habe die Moderation zugesagt. Eigentlich habe ich genug um die Ohren, aber meine innere Stimme hat mal wieder zu schnell NICHT nachgedacht. Ich bereite mich also auf die Moderation vor. Eine Woche vorher werde ich gefragt, was ich denn anziehen werde, wegen des Headsets. Meine Vorstellung von taff-Moderatoren bis hin zu Tagesschau-Ladies beginnt langsam zu bröckeln. Solche Kleidung besitze ich nicht. Ich habe genau ein gutes, formales „Mein-Name-ist-Itje-und-ich-arbeite-im-Bereich-Verkauf-schön-dass-Sie-unseren-Staubsauer-kaufen-wollen“-Outfit. Aber auch das ist mir genau deshalb zuwider. Ich bin innerlich ein Kind, das weiß jeder, der mich kennt. Ich kann mich Stunden über die blühenden Kroküsse…Kroki… (was ist eigentlich die Mehrzahl von Krokus?!) … Krokata? Kroken … freuen, und mit Fünfjährigen verstehe ich mich meist besser, als mit Gleichaltrigen. Professionell aussehen ist doof. Dann ist mein inneres Kind weg. Aber was tut man nicht alles für einen Fernseh-Auftritt?
Ich krame also meine schwarze Hose (keine Jeans) heraus und kombiniere sie (wie immer) mit meinem weißen (eigens für die Abi-Prüfungen gekauften) Oberteil. Naja, gut. Aber das reicht an Formalität. Ich ziehe zum besagten Tag meine Chucks an (für alle, die nicht wissen, was genau das ist: meine Mama sagt dazu „Volleyball-Schuhe“, die Schuhe, die John Travolta in „Grease“ trägt).
Wir setzen uns an den uns zugewiesenen Platz und die Spannung steigt immer mehr. Johannes Hartlapp hält die Predigt und sitzt neben mir. Die Kapelle ist mit drei Kameras ausgestattet, die jeden Ausrutscher, jeden Patzer und jede Hautunebenheit einfangen und ins Kabelfernsehen ausstrahlen. Ich gehe nach oben und beginne, meinen Text vorzutragen. Es geht um Frieden und wie Jesus ihn schafft. Ich habe meine Moderation vorher geübt und kann auch frei reden. Die Kameras starren mich regelrecht an, und als es vorbei ist, seufze ich auf. Meine Chucks muss ich in der Pause trotzdem wechseln. Ich bekomme viele Komplimente nach dem „Auftritt“. Da habe ich mich wohl richtig entschieden.
Bis zum nächsten Blog!

Eure Itje

Bild der THH Friedensau
Bloggerin Itje bei der Moderation